Berlin-E-Prix 1: Taylor Barnard holt Punkte für DS-Penske
Nach der sechswöchigen Pause meldet sich die Formel E in Berlin zurück: DS-Penske überzeugt mit Bestzeiten, doch im Rennen trennten Freud und Leid das Team
Ein Rennwagen von DS-Penske vor der einmaligen Kulisse in Berlin-Tempelhof
Foto: DPPI DPPI
Die Formel-E-Weltmeisterschaft meldete sich nach einer sechswöchigen Pause mit dem traditionellen Berlin-E-Prix zurück. Die deutsche Hauptstadt ist der einzige Austragungsort, der seit der Debütsaison 2014/15 in jedem Jahr im Kalender vertreten war. Für das Team DS-Penske verlief der Auftakt auf dem Tempelhofer Feld solide, wobei insbesondere Rookie Taylor Barnard überzeugte.
Bereits am Freitag deutete sich die gute Form der DS E-Tense FE25 an. Bei strahlendem Sonnenschein sicherte sich Barnard im ersten Freien Training die Bestzeit, die gleichzeitig einen neuen Streckenrekord markierte. Sein Teamkollege Maximilian Günther belegte den vierten Rang. Auch am Samstagmorgen hielten die Piloten das Tempo hoch und landeten in der zweiten Trainingseinheit auf den Plätzen vier und fünf.
In der Qualifikation ging es bei steigenden Asphalttemperaturen eng zu. Barnard verpasste den Einzug in das Viertelfinale in Gruppe A lediglich um eine Hundertstelsekunde. Günther beendete seine Gruppe auf dem sechsten Platz. Damit startete das Duo von den Plätzen zehn und elf in das erste Rennen des Wochenendes.
Strategiespiele in Tempelhof
Das Rennen über 39 Runden und eine Distanz von 92,58 Kilometern war geprägt von strategischen Vorgaben. Aufgrund des Double-Header-Formats sah das Reglement für diesen Samstag den sogenannten "Pitboost" vor.
Dabei handelt es sich um einen obligatorischen Boxenstopp von mindestens 34 Sekunden für eine Schnellladung, der weniger aus energetischen als vielmehr aus strategischen Gründen durchgeführt wird. Zudem stand den Fahrern nur ein einziger Attack-Mode mit einer Dauer von sechs Minuten zur Verfügung.

Maximilian Günther verpasste die Punkteränge knapp
Foto: DPPI
Nach einem gelungenen Start hielten sich Günther und Barnard zunächst in der Spitzengruppe zwischen den Positionen eins und fünf auf. Zur Rennmitte setzte DS-Penske die Boxenstopp-Strategie um. Barnard kam in Runde 19 zum Service, Günther folgte einen Umlauf später. Durch diesen zeitlichen Versatz wollte das Team die Erfolgschancen maximieren.
Punkte für Barnard, Günther knapp geschlagen
Barnard aktivierte seinen Attack-Mode erst in Runde 30 und damit später als die meisten seiner Konkurrenten. Durch dieses Manöver konnte der Brite zwei Positionen im Vergleich zu seinem Startplatz gutmachen und überquerte die Ziellinie als Achter.
Günther kämpfte bis zur letzten Kurve um den letzten Punktplatz, verpasste die Top 10 jedoch um wenige Zehntelsekunden und beendete das Rennen auf seinem ursprünglichen elften Rang.
Am Sonntag kehren die Fahrer für das zweite Rennen auf die Strecke in Berlin zurück. Die Herausforderung ändert sich dabei leicht: Die Distanz wird auf 37 Runden verkürzt, der "Pitboost" entfällt und die Piloten müssen stattdessen zwei Attack-Modes von jeweils vier Minuten Dauer aktivieren.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mithilfe eines Produktionskostenzuschusses von DS Automobiles ermöglicht. Eine inhaltliche Einflussnahme von DS auf den Beitrag fand nicht statt.
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.