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Brake-By-Wire-System: Techeetah setzt auf Rallye-Technik

Während die anderen Formel-E-Teams auf fertige Produkte setzen, hat Techeetah sein eigenes Brake-By-Wire-System entwickelt - Es basiert auf einer WRC-Lösung

André Wiegold Jake Boxall-Legge

Bearbeitet: 20.02.2019, 14:43

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Citroen hat vor rund 15 Jahren in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) ein Brake-By-Wire-System eingeführt. Genau diese Lösung fungiert in der Formel-E-Saison 2018/19 als Fundament für das System von Techeetah. Das Team ist eines der wenigen, das eine eigene Lösung entwickelt hat. Mit der Einführung der Gen2-Boliden wurde die Entwicklung der Hinterradbremsen geöffnet und Techeetah habe ein "gutes System" gefunden.

"Wir haben unser eigenes Brake-By-Wire-System entwickelt", bestätigt Technikchef Mestelan Pinon in Marrakesch. "Und ja, es funktioniert wirklich gut." Das System basiere auf der Bremse, die Citroen in der WRC in den Jahren 2003 und 2004 eingesetzt hat. "Wir können uns auf unsere Erfahrung aus der Vergangenheit verlassen und das ist ein Vorteil", so der Technikchef von Techeetah weiter.

Trotzdem sei es noch eine große Herausforderung, sein eigenes Brake-By-Wire-System zu entwickeln. Einen großen Einfluss auf die Pace habe die eigene Lösung des Rennstalls aber nicht, spielt Pinon das System herunter. Er sagt: "Viele Leute fragen uns aus, aber ich kenne das Auto. Wir sind einige Risiken eingegangen." Dennoch scheint das Auto von Techeetah in der aktuellen Saison zu den besten zu gehören.

Jean-Eric Vergne

Techeetah spielt die Wirkung seiner Lösung herunter

Foto: LAT

Neben Techeetah soll auch Mahindra ein eigenes System entwickelt haben. Alle anderen Teams scheinen hingegen auf die Einheitsbremse des deutschen Unternehmens LSP zurückzugreifen. Jaguar-Teamchef Phil Charles glaubt, dass ein eigenes System große Vorteile in den Rennen bringen kann, wenn es gut entwickelt wurde. Jaguar selbst nutzt aber das Produkt von LSP. Ein Team müsse viele Ressourcen aufwenden, wenn es ein einen Nutzen durch das Brake-By-Wire-System ziehen will und deshalb müssten die Kosten sowie der Nutzen immer miteinander verglichen werden, so Charles.

Mit Bildmaterial von LAT.

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