Di Grassi nach Buemi-Crash: "Das war ein unglaublich dummes Manöver"

Lucas di Grassi ist nach seinem Aus im zweiten Formel-E-Rennen in Rom auf hundertachtzig - Er krachte nach einem Kontakt mit Sebastien Buemi in die Mauer

Di Grassi nach Buemi-Crash: "Das war ein unglaublich dummes Manöver"

"Das war ein unglaublich dummes Manöver", sagt Lucas di Grassi nach dem Kontakt mit Sebastien Buemi im zweiten Formel-E-Rennen in der italienischen Hauptstadt Rom. Als noch rund 28 Minuten zu fahren waren, gerieten die beiden Konkurrenten in Kurve 7 aneinander und di Grassi schlug heftig in die Mauer ein, was sein Rennen beendete. Buemi bekam dafür eine Fünf-Sekunden-Strafe.

Kontrovers war die Szene jedoch schon, weil di Grassi genau vor die Nase von Buemi zog, der deshalb kaum Zeit zum reagieren hatte. Der Brasilianer stellt klar, dass es keine zwei Meinungen gibt: "Es gibt keine 'meine Perspektive' oder eine andere. Es gibt die Perspektive der Rennleitung und der Regeln. Buemi hat eine Strafe bekommen."

Di Grassi, der im ersten Rennen am Samstag bereits wegen eines Defekts ausgefallen war, reist mit leeren Händen aus Rom ab. Dabei war der 36-Jährige auf Punktekurs. Der Audi-Fahrer kämpfte mit dem Schweizer in der siebten Runde des Laufes um Platz acht, bis es zum Unfall kam. Buemi überquerte die Ziellinie trotz des Zwischenfalls auf Rang acht, wurde wegen der Strafe aber nur auf Rang zehn gewertet.

Di Grassi sauer auf Buemi

"Er war einfach langsam", poltert di Grassi weiter. "Er war das ganze Wochenende über langsam und auch im Rennen war er langsam. Ich bin ganz normal mein Rennen gefahren und er hatte den Attack-Mode aktiviert. Er hat versucht, mich zu überholen. Er hätte es auch schaffen können, aber wir hatten noch ein ganzes Rennen vor uns, es gab also keinen Grund zur Eile."

Was di Grassi kritisiert, ist, dass Buemi "in letzter Sekunde" die Linie gewechselt hat. "Deshalb hat er das Heck meines Autos berührt, was mein und auch sein Rennen beendet hat. Das war sehr schade." Doch auch Buemi hat eine Sicht auf die Dinge, die nicht mit der des Brasilianers übereinstimmt.

Der Schweizer im Nissan-Dress sagt: "Ich habe dafür eine Strafe bekommen, stimme dem aber nicht zu. Es ist, wie es ist. Ich war im Attack-Mode und hatte viel mehr Leistung. Meiner Meinung nach hat er sich zu spät bewegt, weshalb ich keine Zeit hatte, zu reagieren. Ich kritisiere nicht, dass er die Tür zugemacht hat. Das ist kein Problem, dann gehe ich halt auf die andere Linie. Doch er hat mich denken lassen, dass er die Tür offen lässt."

Ein zu später Block?

Deshalb hat sich Buemi ans Herz gefasst und versucht, di Grassi zu überholen, was nicht funktioniert hat. Er traf den Audi am Heck und drehte das Auto in die Mauer. Laut Buemi hat der Brasilianer zu spät geblockt: "Er kam nach links und im gleichen Moment habe ich ihn dann berührt."

Das Formel-E-Sonntagsrennen von Rom gewann letztlich Mercedes-Pilot Stoffel Vandoorne, der Alexander Sims im Mahindra und Pascal Wehrlein im Porsche hinter sich hielt. Edoardo Mortara und Maximilian Günther komplettierten dahinter die Top 5. Nach vier Saisonläufen führt Sam Bird die Gesamtwertung vor seinem Jaguar-Teamkollegen Mitch Evans und Robin Frjins an. Die Top 3 trennen gerade einmal neun Punkte.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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