Formel E Monaco

DS-Penske kämpft sich in Monaco vom Ende des Feldes nach vorn

Jean-Eric Vergne fährt in Monaco vom letzten Startplatz bis in die Top 7, hatte sich insgeheim aber noch mehr erhofft - Auch Stoffel Vandoorne mit Aufholjagd

Didier Laurent

Bearbeitet: 09.05.2023, 14:18

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Jean-Eric-Vergne, DS Penske

Jean-Eric Vergne und Stoffel Vandoorne starteten beim E-Prix von Monaco aus der letzten Startreihe. Ins Ziel kamen sie auf den Plätzen sieben und neun. In der Formel-E-Saison 2023 ist die Halbzeitmarke überschritten, aber entschieden ist noch nichts.

Für DS-Penske ist das Szenario nicht perfekt, aber man versucht den rasanten E-Prix von Monaco, der für das französisch-amerikanische Team noch besser hätte ausgehen können, positiv zu sehen. Hätten die beiden Safety-Car-Phasen gegen Ende des Rennens, darunter auch diejenige, die das Feld über die Ziellinie brachte, nicht für Verwirrung gesorgt, hätte das Ergebnis möglicherweise anders ausgesehen.

Um zu verstehen, was passiert ist, muss man sich vor Augen halten, dass die Meisterschaftsführenden in beiden freien Trainingssitzungen eine starke Leistung gezeigt haben. Jaguar-Pilot Mitch Evans, Vandoorne als der Formel-E-Champion von 2022, und Maserati-Pilot Maximilian Günther, der mit dem Rückwind seines Podestplatzes aus Berlin antrat, lagen im ersten Freien Training an der Spitze.

Das zweite Freie Training bestätigte die ersten Eindrücke: Günther fuhr die schnellste Zeit vor Evans und Andretti-Pilot Jake Dennis. Die beiden DS-Penske-Piloten Vandoorne und Vergne lagen in den Top 10. Es war zu erwarten, dass die Hauptakteure der Trainingssitzungen auch im Qualifying wieder vorne dabei sein würden.

Das Qualifying war ein Kampf ...

Stoffel Vandoorne, DS Penske, Jean-Eric-Vergne, DS Penske

Stoffel Vandoorne, DS-Penske, Jean-Eric-Vergne, DS-Penske

Foto: DPPI

In Gruppe A des Qualifyings wurden die vier besten Zeiten von Nissan-Pilot Norman Nato, dessen Teamkollege Sacha Fenestraz, NIO-Pilot Dan Ticktum und Evans erzielt. Nachdem die beiden Nissan-Piloten in den Freien Trainings noch zurückhaltend waren, setzten sie sich rechtzeitig zum Kampf um die Startplätze ins Szene.

Die beiden DS-Penske-Piloten waren gut platziert, doch ihre Rundenzeiten wurden wegen eines falschen Reifendrucks für ungültig erklärt. In der Formel E gibt es einen Mindestdruck, den jedes Team je nach der geschätzten Temperatur des Reifens auf der Strecke festlegt.

Letzten Endes war der Reifendruck einen Tick zu niedrig. Infolgedessen wurden Vergne und Vandoorne in die letzte Reihe verwiesen.

… aber das Rennen stellt die Moral wieder her

Stoffel Vandoorne, DS Penske DS E-Tense FE23

Stoffel Vandoorne, DS-Penske

Foto: DPPI

In Monaco war das Phänomen des Pulkfahrens, das in Sao Paulo und Berlin extrem stark ausgeprägt war, etwas weniger angesagt. Die Fahrer waren bei ihren Angriffen weniger zurückhaltend, was eine Aufholjagd von weit hinten kommend begünstigte.

Wenngleich Nick Cassidy (Envision) vom zehnten Startplatz aus den Sieg errang, ist es bemerkenswert, dass Vergne 15 Positionen gutmachte, indem er vom 22. Startplatz bis auf den siebten Platz nach vorne fuhr.

"Ich bin das beste Rennen gefahren, das ich hätte fahren können. Das bereue ich nicht", sagt Vergne und weiter: "Ich hatte ein gutes Auto, ich konnte viel überholen. Ich bin nur etwas frustriert über die Auswirkungen der ersten Safety-Car-Phase, denn mit dem Tempo und der Energie, die ich hatte, hätte ich wohl in die Top 5 fahren können. Aber ich bin froh, dass ich die Punkte für den siebten Platz mitgenommen und den Schaden in Grenzen gehalten habe."

In Jakarta (Indonesien) erwartet die Formel-E-Piloten am ersten Juni-Wochenende (3./4. Juni) ein Double-Header. Im vergangenen Jahr gewann dort Evans den einzigen E-Prix des Wochenendes vor Vergne und vor Edoardo Mortara.

In der Formel-E-Fahrerwertung 2023 liegen die Top 5 - Nick Cassidy, Pascal Wehrlein, Jake Dennis, Mitch Evans und Jean-Eric Vergne - für fünf unterschiedliche Teams innerhalb von 34 Punkten. Das deutet auf eine spannende zweite Saisonhälfte hin.

In den neun Rennen, die in der Formel E 2023 seit Januar stattgefunden haben, hat es sieben unterschiedliche Polesetter gegeben, von denen jedoch kein einziger die Pole direkt in einen Sieg umgemünzt hat. Wird diese Serie in Jakarta zu Ende gehen?

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