DS Penske: Starker Auftritt beim zweiten Regen-Krimi in Shanghai
Taylor Barnard trotzt den widrigen Bedingungen in China und sichert DS Penske wichtige Punkte, während Maximilian Günther Elfter wird
Maximilian Günther im DS Penske.
Foto: DPPI DPPI
Taylor Barnard hat beim verregneten Formel-E-Rennen in Shanghai sein großes Talent unter Beweis gestellt. Der junge Brite sicherte der Mannschaft von DS Penske mit einer starken fahrerischen Leistung im Qualifying und im Rennen zwei wichtige Punkte für die Weltmeisterschaft.
Für den zweiten Lauf des Wochenendes in China präsentierte sich das Wetter noch unberechenbarer als am Vortag. Nach einer gewittrigen Nacht setzte in Shanghai Dauerregen ein. Dichter Nebel und heftige Niederschläge bildeten am frühen Morgen die Kulisse für das dritte Freie Training der Elektroserie.
Den Teams und Fahrern stand die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben, da die drückende Hitze den Organismus zusätzlich belastete. In den Boxen griffen die Crews zu Handventilatoren und Eis, um die Cockpits zu kühlen. Vor den Garagen inspizierten die Piloten besorgt den nassen Asphalt.
Set-up-Arbeit entscheidend für das Rennen
Bei DS Penske besprach sich Maximilian Günther lange mit seinem Ingenieur, bevor er im Cockpit seines DS E-Tense FE25 Platz nahm. Unabhängig vom Wetter blieben den Akteuren nur 30 Minuten, um das passende Set-up für die extrem nasse Strecke im Reich der Mitte zu finden.
Kaum schaltete die Ampel der Boxengasse auf Grün, füllte sich der Kurs. Riesige Gischtfahnen hinter den Monoposti schränkten die Sicht massiv ein. Die Fahrer tasteten sich an das Limit heran und meldeten tiefe Pfützen an verschiedenen Stellen der Strecke.
Diese morgendliche Session verlangte allen Beteiligten fahrerisch und strategisch alles ab. DS Penske hielt sich mit beiden Fahrzeugen konstant in den Top 10 auf. Das Set-up für extreme Nässe funktionierte hervorragend auf dem tückischen Asphalt.
Gute Startpositionen für beide Autos
Der Deutsche Maximilian Günther und sein Teamkollege Taylor Barnard beendeten das verregnete Training auf den Plätzen eins und sieben. Nur eineinhalb Stunden nach dieser Session rollten die Fahrzeuge bereits wieder zum Qualifying auf die Strecke.
Der Regen hatte zwar aufgehört, doch der Asphalt war nach wie vor feucht. Da beide Piloten von DS Penske in der ersten Gruppe starteten, halbierten sich die Chancen auf den Einzug in das Viertelfinale der K.-o.-Runde des Zeittrainings.
Taylor Barnard sicherte sich die zweitschnellste Zeit der Gruppe, während Maximilian Günther Sechster wurde. Damit schaffte der junge Brite den Sprung in die K.-o.-Runde, wo er im ersten Duell auf Pepe Marti im Cupra-Kiro mit Porsche-Antrieb traf.
Auf der langsam abtrocknenden Strecke behielt Taylor Barnard die Nerven und entschied das Duell für sich. Im Halbfinale wartete Norman Nato im Nissan. Barnard ging unter den Augen von Teambesitzer Jay Penske zuerst auf die Strecke.
Der Brite demonstrierte sein Talent und überquerte die Linie mit einer halben Sekunde Vorsprung. Im Finale traf er auf Felipe Drugovich im Andretti-Porsche, der sich vor dem Showdown sehr siegessicher gab. Für beide Nachwuchspiloten war es die Chance auf die Poleposition.
Ein winziger Fehler kostete Taylor Barnard letztlich die Bestzeit, sodass er das Rennen von Startplatz zwei in Angriff nehmen musste. Sein deutscher Teamkollege Maximilian Günther qualifizierte sich auf der feuchten Strecke für den elften Startplatz.
Regenrennen sorgt für Spannung
Wind und wechselhafte Schauer prägten das Rennen. Die Rennleitung stufte die Strecke offiziell als nass ein, weshalb das Feld vor dem eigentlichen Start einige Runden hinter dem Safety-Car absolvierte. Das Energiemanagement gestaltete sich etwas unkomplizierter.
Den Fahrern standen zwei Attack-Modes mit einer Gesamtdauer von acht Minuten zur Verfügung. Jedes Team musste pokern und wählte die Abstimmung, die für die wechselnden Bedingungen am vielversprechendsten erschien.
Während Taylor Barnard in den ersten Kurven drei Positionen verlor, um seinen ersten Attack-Mode zu aktivieren, machte Maximilian Günther zwei Plätze gut. Mit einem mutigen Manöver übernahm Barnard zwischenzeitlich sogar die Führung im Rennen.
Der Brite fiel dann jedoch auf den fünften Rang hinter die vier Fahrzeuge mit Porsche-Motoren zurück. Das Rennen verlief planmäßig, bis der Ausfall eines Lola-Yamaha eine späte Full-Course-Yellow-Phase auf der Strecke auslöste.
Dadurch wurde das Rennen um eine Runde verlängert, was die Strategien komplett über den Haufen warf. Da viele Fahrer wenige Runden vor dem Ende noch über ungenutzte Minuten im Attack-Mode verfügten, wirbelte das Klassement durcheinander.
Taylor Barnard rettete den neunten Platz und damit wertvolle Punkte ins Ziel. Maximilian Günther beendete das Rennen direkt dahinter als Elfter. Das nächste Rennwochenende der Formel-E-Weltmeisterschaft findet am 25. und 26. Juli in Tokio statt.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mithilfe eines Produktionskostenzuschusses von DS Automobiles ermöglicht. Eine inhaltliche Einflussnahme von DS auf den Beitrag fand nicht statt.
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.