Formel E 2018: Option für Mercedes-Einstieg endet im Oktober

Bis zum Oktober 2017 muss sich Mercedes entschieden haben, ob man in der Formel-E-Saison 2018/19 an den Start gehen will.

Im vergangenen Oktober haben die Formel E und Mercedes-Benz einen Vertrag über den Eintritt des Formel-1-Konstrukteurs in die elektrische Formelserie geschlossen.

Mercedes ist bis mindestens 2020 an die Formel 1 gebunden. Der Hersteller sagte jedoch, die Formel E würde aufgrund der Entwicklung der Automobilbranche in Zukunft an Relevanz gewinnen.

Die Entscheidung, ob Mercedes in der Formel-E-Saison 2018/19 an den Start gehen wird, steht noch aus. Bei einem Eintritt würde der deutsche Hersteller jedoch noch keinen selbst entwickelten Antrieb nutzen.

Der Automobil-Weltverband (FIA) hat bereits eine Liste mit ausgewählten Konstrukteuren veröffentlicht. Daher müsste Mercedes einen Antrieb, also Motor, Getriebe und Inverter, von einem dieser Konstrukteure leihen.

Das könnte bedeuten, das Mercedes mit einem Stellvertreter wie dem Team HWA in die Formel E einsteigt und nicht direkt unter dem Namen Mercedes.

Formel-E-Geschäftsführer Alejandro Agag sagte gegenüber Motorsport.com: "Mercedes hat großes Interesse, in die Formel E einzusteigen. Sollte es dazu kommen, sind sie aber nicht als Hersteller registriert."

"Daher müssen sie als Kunde eines anderen Konstrukteurs auftreten. In der Saison 2019/20 wäre es dann für das Team möglich, als Hersteller aufzutreten", so Agag und weiter: "Wir werden sehen, wie sich Mercedes entscheidet. Die Option läuft im Oktober aus. Sie haben die Wahl, sie zu ziehen oder nicht. Wenn der Rennstall es tut, wird er als Kunde agieren."

Die Konstrukteure für die Antriebe, die für die Saison 2018/19 bestätigt sind, sind BMW, DS, Abt (Audi), Mahindra, Renault, Jaguar, NextEV, Penkse Autosport und Venturi.

Um nicht mit einem traditionellen Rivalen wie BMW in Verbindung gebracht zu werden, könnte Mercedes einen Deal mit Venturi eingehen.

Mahindra, NextEV und Penske wären ebenfalls relativ neutrale Optionen im Gegensatz zu den etablierten Marken.

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