Formel E 2024/25: Pit-Boost-Renndebüt für Dschidda im Februar erwartet
Nach zwei Jahren Entwicklung soll Schnellladetechnologie der Formel E in der neuen Saison in Rennen eingesetzt werden: Welche Events es voraussichtlich werden
Pit Boost: Die Schnelllade-Boxenstopps in der Formel E werden eingeführt
Foto: Andreas Beil
Die Pit-Boost-Technologie, mittels derer die Formel-E-Piloten einen Pflichtboxenstopp einlegen müssen, soll in der am Wochenende beginnenden Saison 2024/25 bei ausgewählten Rennen zum Einsatz kommen. Nach einer Entwicklungsphase von zwei Jahren hat die Technologie laut Informationen der englischsprachigen Ausgabe von Motorsport.com endlich grünes Licht erhalten.
Das bedeutet, dass die Formel-E-Piloten mit den erstmals eingesetzten Boliden vom Typ Gen3 Evo in den ausgewählten Rennen an die Box kommen müssen. Dort wird die Batterie mit 600 Kilowatt um etwa zehn Prozent aufgeladen. Ein solcher Boxenstopp soll rund 30 Sekunden dauern. In Ergänzung zu den 350 Kilowatt des Attack-Mode wird Pit-Boost somit ein weiteres strategisches Element.
Ursprünglich war das Renndebüt der Schnellladetechnologie schon für den Beginn der Gen3-Ära (Saison 2023) vorgesehen gewesen. Aber aufgrund von Zuverlässigkeits- und Sicherheitsbedenken hat es bis jetzt gedauert, bis FIA und Formel E soweit zufrieden waren, um den Einsatz im Wettbewerb zu erlauben.

Zwei Jahre lang wurde die Schnelllade-Technologie entwickelt und erprobt
Foto: Motorsport Images
Erstmals während eines "Rennens" probiert wurde die Technologie beim offiziellen Vorsaisontest für die Saison 2024/25. Dieser Test fand Anfang November wie üblich in Spanien statt, aber ausnahmsweise nicht auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia, sondern stattdessen auf dem Circuito del Jarama bei Madrid. In der dort durchgeführten Rennsimulation mussten die Formel-E-Piloten einen Pflichtboxenstopp einlegen.
Gewonnen wurde die Rennsimulation beim Jarama-Test von Porsche-Pilot Porsche-Pilot Pascal Wehrlein. Und der Formel-E-Weltmeister der Saison 2024 hat für den Einsatz der Schnellladetechnologie in Punkterennen direkt eine Befürchtung.

Weltmeister Pascal Wehrlein hat Bedenken bezüglich Pit-Boost, wenn ...
Foto: Motorsport Images
"Wir dürfen nicht alle gleichzeitig an die Box kommen, sondern immer nur ein Auto pro Team. Wenn also die Hälfte des Feldes in Runde 15 an die Box kommt und die andere Hälfte vielleicht in Runde 18, es aber dazwischen ein Safety-Car gibt, dann ist das ein großer Vorteil für die zweite Gruppe."
"Es ist nicht so, dass nur ein oder zwei Fahrer davon profitieren würden. Es könnte durchaus sein, dass man von Platz eins aus komplett aus den Punkterängen herausfällt, nur weil es eine unfaire Situation mit einem Safety-Car gab", befürchtet Wehrlein.
Laut Informationen unserer Kollegen von Motorsport.com soll die Pit-Boost-Technologie in der Formel-E-Saison 2024/25 bei allen Double-Header-Events zum Einsatz kommen, um die Strategien zwischen Rennen 1 und Rennen 2 am jeweiligen Wochenende zu variieren.
Das Renndebüt der Schnellladetechnologie würde somit am 14./15. Februar in Dschidda (Saudi-Arabien) erfolgen. Auf dem dortigen Jeddah Corniche Circuit befährt die Formel E eine Kurzanbindung des aus der Formel 1 bekannten Grand-Prix-Layouts. Die weiteren Double-Header im Formel-E-Kalender 2024/25 sind: Monte Carlo, Tokio, Schanghai, Berlin, London.
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