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Formel E Montreal
Formel-E-Kollegen: Ausraster von Sebastien Buemi "lächerlich"
Daniel Abt und Robin Frijns waren nach dem Formel-E-Rennen in Montreal von den Angriffen des Titelkandidaten Sebastien Buemi völlig überrascht.

Sam Smith
Bearbeitet: 30.07.2017, 09:34
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Buemi, der später wegen eines untergewichtigen Autos disqualifiziert wurde, rastete vor laufender Kamera völlig aus und beschimpfte erst Robin Frijns und dann Daniel Abt wegen Zwischenfällen im Rennen.
Video: Buemi tickt aus im Live-TV
Abt und Buemi waren während einer Gelbphase in Boxengasse aneinandergeraten und der Schweizer hatte seinem Unmut durch eindeutige Handzeichen kundgetan. Er hatte das Gefühl, Abt würde ihn aufhalten, um seinem Teamkollegen Lucas di Grassi zu helfen.
"Ich bin, als die Gelbphase ausgerufen wurde, ganz normal an die Box gefahren und er ist beinahe auf mich drauf gekracht, hat auf mich gezeigt und ist ausgeflippt. Ich glaube, er dachte, dass ich ihn aufhalten würde", sagte Abt gegenüber Motorsport.com.
"Der Boxenstopp sah in meinen Augen – und ich denke auch für viele andere – aus wie ein Unsafe Release", sagte Abt weiter. "Am Ende im Parc Ferme rastete er total aus und war wieder stinksauer. Ich denke, er war wahrscheinlich nur sauer auf sich selbst. Man muss das jetzt abkühlen lassen. Ich bin nicht im Titelkampf und es ist eine Sache zwischen ihm und Lucas, also will ich einfach nur mein Rennen fahren."
Weiterlesen:
- Wende im Titelkampf der Formel E: Sebastien Buemi disqualifiziert
- Rennbericht: Titel-Showdown nach Sieg für Lucas di Grassi
- Bildergalerie: Formel E in Montreal
Sowohl Abt als auch Buemi wurden dafür verwarnt, dass sie das Tempolimit bei Gelb an der Boxenausfahrt überschritten haben. Keiner der beiden wurde aber bestraft, da die Rennkommissare der Meinung waren, aufgrund der noch immer andauernden Gelbphase habe keiner einen Vorteil gehabt – obwohl Buemi vor Abt auf die Strecke zurückgekommen war.
Buemi stellte die Risiken infrage, die einige seiner Konkurrenten eingingen, besonders Robin Frijns, mit dem er sich zu Beginn der 1. Runde in die Quere gekommen war.
"Ich sagte zu [Frijns and Abt], dass wir um die Meisterschaft kämpften und diese beiden daher keine solchen Risiken eingehen müssten", sagte der Renault-edams-Fahrer. "Wir müssen das Rennen beenden und wenn man sieht, was einige Leute heute vollführt haben und einen Unfall verursacht haben, wofür? Um das Rennen in der 2 Kurve zu beenden? Ich fahre hart, aber es gibt Grenzen."
"Hoffentlich starte ich nicht mit diesen Leuten um mich herum und werde weiter vorne sein und wir werden dieses Problem nicht haben", sagte er abschließend.
Frijns war verblüfft über Buemis Angriff im Parc Ferme nach dem Rennen und glaubt, dass er zu Rennbeginn sogar einen schlimmeren Unfall vermieden habe.
"Er kam zu mir und ich dachte, er wollte mir danken, denn ich hatte ihn in der 1. Kurve überholt, in Kurve 2 kam er aber wieder durch und ich habe hart gebremst und versucht, ihm auszuweichen. Als ich das tat, kam ich aber wieder vorbei", sagte Frijns.
"Ich hatte ihn schon überholt, bevor ich eingelenkt hatte und fühlte hinten links eine leichte Berührung, aber nicht sehr stark. 5 oder 6 Runden später war er dann hinter mir und ich beschloss, ihn ziehen zu lassen. Ich weiß nicht, worüber er sich beschwert. Er sagte, ich sei in Kurve 2 wie ein Irrer gewesen und bla, bla, bla."
"Ich hatte die Wahl und habe gewählt, nicht in ihn reinzufahren. Es ist etwas lächerlich, wie er sich manchmal verhält. Er hätte mir danken sollen, und daher ist seine Reaktion total unverständlich", sagte der Andretti-Fahrer.
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