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Formel E Berlin: Oliver Rowland löst Pascal Wehrlein als Weltmeister ab!

Pascal Wehrlein hat die letzten rechnerischen Chancen auf den WM-Titel in der Formel E verspielt: Oliver Rowland neuer Champion, Nick Cassidy siegt in Berlin

Formel E Berlin: Oliver Rowland löst Pascal Wehrlein als Weltmeister ab!

Oliver Rowland ist neuer Weltmeister der Formel E

Foto: Joe Joe

Die Formel E hat einen neuen Weltmeister! Nissan-Pilot Oliver Rowland hat sich beim zweiten Lauf der Elektromeisterschaft in Berlin den WM-Titel gesichert. Dem Briten reichte auf dem Flugfeld Tempelhof ein vierter Platz, um sich vor dem letzten Wochenende in London rechnerisch die Krone zu holen, da WM-Konkurrent Pascal Wehrlein nicht in die Punkte kam.

Den Sieg in der deutschen Hauptstadt holte Jaguar-Pilot Nick Cassidy vor den beiden Ex-Weltmeistern Jake Dennis (Andretti) und Jean-Eric Vergne (DS Penske). Das war am Ende aber nur eine Randnotiz.

Alle Augen waren in Berlin auf das Duell der beiden Spitzenfahrer gerichtet. Wehrlein hatte nach seinem zweiten Platz am Vortag seine Chancen offengehalten und sich die Poleposition für den Sonntagslauf und drei Punkte gesichert, Rowland war das Rennen nur von Rang acht aus angegangen.

Der Porsche-Pilot kämpfte in der Frühphase des Rennens gegen Dan Ticktum (Cupra Kiro) um die Führung, während sich Rowland immer im Bereich der Top 6 hielt. Doch die Positionen sollten zu dem Zeitpunkt überhaupt keine Rolle spielen.

Die erste Rennunterbrechung kam in Runde 19 von ursprünglich 38, als Sebastien Buemi (Envision) ausrollte und das Safety-Car notwendig machte. Danach nahm das Rennen mächtig an Fahrt auf.

Wehrlein fällt im Schlussteil zurück

McLaren-Pilot Taylor Barnard suchte sein Heil in der Flucht, nahm den Attack-Mode und versuchte sich vom Feld abzusetzen, was ihm auch gelang. Allerdings durchkreuzte ausgerechnet Teamkollege Sam Bird diesen Plan, als er mit Nico Müller (Andretti) kollidierte und das Feld durch das nächste Safety-Car wieder zusammenschob.

Nach der Neutralisierung nahmen Wehrlein und Rowland ihren ersten Attack Mode, was Wehrlein zunächst an die Spitze brachte, allerdings fiel der entthronte Weltmeister anschließend überraschend bis auf Rang 18 zurück und lag nach der Aktivierung des zweiten Attack Modes sogar zwischenzeitlich nur auf dem letzten Platz.

Da sich der Deutsche auch nur noch auf Rang 16 nach vorne fahren konnte, war die Entscheidung um den Titel gefallen. Denn Rowland fuhr mit seiner Zusatzenergie auf Rang eins nach vorne. Zwar musste er anschließend noch drei Konkurrenten passieren lassen, die sich im Durcheinander der letzten Runden in eine gute Position gebracht hatten, doch Rang vier reichte dem Briten.

Cassidy siegt, keine Punkte für deutsche Fahrer

Das Rennen gewann derweil Nick Cassidy, der nur von der 20. Startposition aus ins Rennen gegangen war. Der Jaguar-Pilot schob sich in der Schlussphase mit Attack Mode nach vorne und setzte sich ein Stück ab. Hinter ihm kam Jake Dennis auf Rang zwei ins Ziel vor Jean-Eric Vergne.

Hinter Rowland holte Samstagssieger Mitch Evans (Jaguar) Rang fünf vor Taylor Barnard und Rookie Felipe Drugovich (Mahindra), der für den verhinderten Nyck de Vries eingesprungen war. Die letzten Punkte gingen an Nico Müller, Antonio Felix da Costa (Porsche) und einen weiteren Rookie, Sergio Sette Camara, der Norman Nato bei Nissan vertrat.

Für die Deutschen gab es beim Heimspiel hingegen nichts zu holen: Wehrlein war auf Rang 16 noch der bestplatzierte Deutsche, David Beckmann (Cupra Kiro) kam trotz zwischenzeitlicher Führung nur auf Rang 17, Maximilian Günther (DS Penske) fuhr wenige Runden vor dem Ende an die Box und schied aus.

Oliver Rowland ist im elften Jahr bereits der zehnte Meister der Formel E und Nachfolger von Pascal Wehrlein. Somit bleibt es dabei, dass nur Jean-Eric Vergne 2018 und 2019 mehr als einen Titel einfahren konnte.

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