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Formel E: Längere Rennen und Boxenstopps mit Gen-3-Auto?

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Formel E: Längere Rennen und Boxenstopps mit Gen-3-Auto?
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Co-Autor: Matt Kew

Mit der Einführung des Gen-3-Autos in der Formel E könnten in der Saison 2022/23 auch Boxenstopps zurückkehren - zur Schnellladung der Batterien

Mit der Einführung der dritten Fahrzeuggeneration in der Formel E könnte sich ab der Saison 2022/23 auch das sportliche Format der Rennen ändern. Laut Serien-Geschäftsführer Jamie Reigle könnte mit den Gen-3-Autos die Renndistanz verlängert und Pflichtboxenstopps zurückkehren, bei denen die Batterien mittels Schnellladung aufgeladen werden.

"Es könnte sein, dass die Rennen dann länger werden", sagt Reigle im Rahmen eine 'Future Forum'-Livestream von BMW. "Das gäbe uns die Flexibilität den Sport in eine Richtung zu entwickeln, die für die Fans interessanter ist."

Die Batterien für die nächste Fahrzeuggeneration werden von Williams Advanced Engineering geliefert, einem Tochterunternehmen des Formel-1-Teams Williams. Das Ladesystem liefert mit dem Unternehmen ABB der Titelsponsor der Formel E.

Technik und Sportliches Format entwickeln sich gemeinsam

Gemeinsam mit den Unternehmen und allen anderen Beteiligten diskutiert die Formel E aktuell, welche Auswirkungen der technische Fortschritt in der Batterie- und Ladetechnik auf das Sportliche Reglement der Serie haben könnte.

"Unser Produkt ist immer innovativ, und dann stellt sich die Frage, was das aus sportlicher Sicht bedeutet. Können wir die Rennen länger machen oder sollten sie gleich lang bleiben? Sollte es einen Boxenstopp geben, bei dem nur nachgeladen werden darf?", denkt Reigle laut nach.

Aktuell gehen die Rennen der Formel E über eines Distanz von 45 Minuten plus eine Runde, ein Boxenstopp ist nicht vorgeschrieben. Doch das war nicht immer so. "Das Besondere an der Formel E ist die Verbindung zwischen dem Fortschritt der technischen Entwicklung des Autos und den Auswirkungen auf den Sport an sich", sagt Reigle.

Schnellladung statt Autowechsel

So erinnerte er daran, dass bei den Autos der ersten Generation aufgrund der geringen Batteriekapazität ein Pflichtboxenstopp mit Autowechsel notwendig war. Was bei Kritikern von Elektroautos Wasser auf die Mühlen gewesen sei, wie Reigle selbst zugibt.

"Ich bin da ganz offen: Was das die beste Möglichkeit, das Potenzial von Elektroautos zu demonstrieren? Nein, sicherlich nicht. Aber wie unser Gründer Alejandro [Agag] sagen würde: Wir mussten erst einmal zeigen, dass diese Autos funktionieren", so Reigle.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Markus Lüttgens