Formel E Miami: Regen sorgt für Überraschungen bei DS-Penske
Kühle Temperaturen und Regen stellten die DS-Penske-Piloten Maximilian Günther und Taylor Barnard beim E-Prix von Miami vor eine besondere Herausforderung
Taylor Barnard vor dem Hard-Rock-Stadium in Miami
Foto: DPPI DPPI
Der Miami-E-Prix der Formel E brachte Ende Januar unerwartete Bedingungen. Statt Sonnenschein präsentierte sich der sonst als "Sunshine State" bekannte US-Bundesstaat Florida von seiner regnerischen Seite. Kurzfristiger Niederschlag brachte die Abstimmungspläne vieler Teams durcheinander und hatte auch Einfluss auf das Ergebnis von DS-Penske.
Gefahren wurde auf dem verkürzten Layout des Formel-1-Kurses rund um das Hard-Rock-Stadium. Mit einer Länge von 2,32 Kilometern lagen die Rundenzeiten bereits im ersten freien Training deutlich unter einer Minute. DS-Penske-Spitzenfahrer Maximilian Günther wies früh auf die besonderen Herausforderungen hin:
"Das kennen wir bereits aus Berlin, und es macht alles noch enger. Je kürzer die Runde, desto kleiner sind die Abstände. Die größte Herausforderung wird sein, die Reifen auf Temperatur zu bringen, vor allem bei diesen kühlen Bedingungen. Das wird das Qualifying erschweren. Außerdem dauern die Gruppen nur zehn Minuten statt zwölf wie im Vorjahr, daher müssen wir sofort angreifen."
Starke Zeiten im ersten Training
Ungeachtet dessen zeigten die beiden DS E Tense FE25 von Taylor Barnard und Günther im ersten Training eine solide Pace und lagen konstant in den Top 10. Mehrere Boxenstopps nutzte das Team, um unterschiedliche Reifenkonfigurationen für das Qualifying zu testen. Am Ende einer ereignislosen Session fuhr Barnard die zweitschnellste Zeit und verfehlte die Tagesbestmarke um weniger als eine Zehntelsekunde.

Maximilian Günther
Foto: DPPI
Am folgenden Tag änderten sich die Bedingungen erneut. Die Sonne zeigte sich wieder, doch dunkle Wolken blieben präsent. Im Training lagen 19 der 20 Fahrzeuge innerhalb von sieben Zehntelsekunden. Zum Ende der Session zog das Tempo deutlich an. Barnard setzte mit 55,531 Sekunden die Bestzeit und war in allen drei Sektoren der Schnellste. Damit unterstrich der Brite seine Konstanz und machte deutlich, dass im Qualifying kleinste Details über die Poleposition entscheiden würden.
Die Meisterschaftsstände sorgten dafür, dass Barnard und Günther gemeinsam in der zweiten Qualifying-Gruppe antreten mussten. Da nur vier Fahrer pro Gruppe ins Viertelfinale einzogen, war die Ausgangslage anspruchsvoll. Beide DS-Penske-Piloten wählten zunächst ein kontrolliertes Tempo und hielten sich in den Top 4, um auf den optimalen Moment für eine schnelle Runde zu warten.
DS-Penske tritt die Heimreise ohne Punkte an
Barnard setzte schließlich die Bestzeit seiner Gruppe und zog souverän weiter. Günther hingegen verpasste den Einzug ins Viertelfinale um lediglich sechs Tausendstelsekunden. In seinem ersten Duell scheiterte Barnard anschließend um eine Tausendstelsekunde am Einzug ins Halbfinale. Er startete das Rennen von Position fünf, während Günther fünf Plätze dahinter Aufstellung nahm.

Taylor Barnard
Foto: DPPI
Kurz vor dem Rennen setzte erneut Regen ein. Auf der Startaufstellung nahmen die Teams in letzter Minute Änderungen am Fahrwerk vor, einige setzten auf ein rasches Abtrocknen der Strecke. Der Start erfolgte nach vier Runden hinter dem Safety-Car. Barnard hielt sich zunächst in den Top 10, während Günther im Verkehr stecken blieb und mehrere Positionen verlor. Der Deutsche hatte sich für ein Set-up für trockene Bedingungen entschieden und musste sein Tempo drosseln, da der Regen stärker ausfiel als erwartet.
Mit 39 verbleibenden Runden sorgten die ersten Attack-Modes für Verschiebungen im Feld. Barnard blieb zunächst geduldig im Mittelfeld und sparte Energie für die zweite Rennhälfte. Als er attackierte, hatten viele Konkurrenten ihre Energiereserven bereits eingesetzt. Der Brite nutzte den Allradantrieb seines DS E Tense FE25 im Attack Mode, kam jedoch nicht über Rang 14 hinaus. Günther beendete das Rennen fünf Plätze dahinter.
Die nächste Runde der Forme- E-Weltmeisterschaft findet Mitte Februar in Dschidda statt. In Saudi Arabien stehen am 13. und 14. Februar zwei Rennen auf dem Programm.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mithilfe eines Produktionskostenzuschusses von DS Automobiles ermöglicht. Eine inhaltliche Einflussnahme von DS auf den Beitrag fand nicht statt.
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