Formel E Monaco 2021: Felix da Costa holt in letzter Runde den Sieg

Nach einem packenden Dreikampf sichert sich Antonio Felix da Costa in der Schlussrunde des E-Prix von Monaco den Sieg - Günther schnuppert am Podium

Formel E Monaco 2021: Felix da Costa holt in letzter Runde den Sieg

Titelverteidiger Antonio Felix da Costa (DS-Techeetah) hat am Samstag das siebte Rennen der Formel-E-WM 2021 in Monaco gewonnen. Bei ersten E-Prix auf dem kompletten Grand-Prix-Kurs eroberte der Portugiese nach einem spannenden Dreikampf erst in der Schlussrunde die Führungsposition zurück und feierte seinen ersten Saisonsieg.

Nach 26 Runden triumphierte Felix da Costa, der von der Poleposition aus ins Rennen gegangen war, vor Robin Frijns (Virgin). "Es gibt hier für den Sieg zwar wie überall nur 25 Punkte, aber hier zu gewinnen, ist etwas ganz besonderes", freut sich Felix da Costa bei 'ran.de'. "Es ist toll, dass wir das geschafft haben." Zur Feier des Sieges sprang Felix da Costa im Renn-Overall vom 10-Meter-Turm in das Schwimmbad des Fürstentums.

Formel E Monaco: Ergebnisse

Formel E Monaco: Fotos

Auf Rang drei kam Mitch Evans (Jaguar) ins Ziel. Der Neuseeländer hatte bis eine halbe Runde vor dem Rennende noch geführt, fiel dann aber mangels Energie aber noch auf Rang drei zurück. Hinter Jean-Eric Vergne (DS-Techeetah) fuhr Maximilian Günther (BMW-Andretti) als bester Deutscher auf Rang fünf. Oliver Rowland (Nissan-e.dams), Sam Bird (Jaguar), Nick Cassidy (Virgin), Andre Lotterer (Porsche) und Alex Lynn (Mahindra) komplettierten die Top 10.

Update 18:20 Uhr: Wegen des Verursachens einer Kollision erhielt Lotterer nach dem Rennen eine 5-Sekunden-Strafe, die ihn auf Platz 17 zurückwarf. Lynn rückt auf Rand neun vor, Rang zehn geht an Lucas di Grassi (Abt-Audi).

Von der Poleposition aus gewann Felix da Costa den Start, konnte sich aber nur drei Runden lang seiner Führung erfreuen. Beim Anbremsen der Sainte-Devote-Kurve ging Frijns am Titelverteidiger vorbei - der Auftakt zu einem spannenden Rennen.

 

Während der ersten Aktivierung des Attack-Mode wechselte die Führung zwischen Frijns und Felix da Costa hin und her. Zunächst behielt der Niederländer die Oberhand. In Runde 18 nutzte Felix da Costa dann den Fan-Boost und ging an Frijns vorbei.

Energieloser Evans in der Schlussrunde von P1 auf P3 zurück

Eine Runde später schlug dann die Stunde von Evans, der bis dahin auf Rang drei gefahren war. Zunächst überholte der Neuseeländer am Ende der Start- und Zielgeraden an Frijns vorbei, kurz darauf schnappte er sich in der Auffahrt zum Kasino mit einem Überraschungsangriff auch Felix da Costa.

Diese Aufholjagd hatte jedoch ihren Preis. Evans hatte mehr Energie als seine unmittelbaren Rivalen verbraucht und musste daher in der Schlussrunde das Tempo reduzieren. Zwar rettete sich der Jaguar-Pilot knapp ins Ziel, musste aber Felix da Costa und Frijns passieren lassen. Eine Untersuchung wegen des Abkürzens der Schikane am Ausgang des Schwimmbad-Komplexes überstand Evans ohne Strafe.

 

Mit Rang fünf egalisierte Günther sein bestes Saisonresultat. Dabei schnupperte der Deutsche sogar am Podium und fuhr kurzzeitig auf Position drei. In der Endphase des Rennens wollte Günther diese von Frijns zurückerobern. Nach einem missglückten Angriff in der Haarnadelkurve musste er dann aber Vergne passieren lassen. Durch eine leichte Kollision mit Rowland in der Hafenschikane verlor Günther schließlich den Anschluss an den Franzosen.

Rene Rast (Abt-Audi) zeigte von Startplatz zehn aus zunächst einmal mehr ein gutes Rennen und verbesserte sich zeitweilig bis auf Position sieben. In Runde 19 schlug der dreimalige DTM-Champion dann aber im Zweikampf mit Cassidy am Ausgang der Sainte-Devote-Kurve an der Leitplanke an und musste sein Auto daraufhin abstellen.

Pascal Wehrlein (Porsche), der von Position acht ins Rennen gegangen war, kollidierte in der Startrunde am Ausgang der Haarnadelkurve mit Alexander Sims (Mahindra) und musste das Rennen fünf Runden vor dem Ende aufgeben.

Rennen zum Vergessen für Mercedes

Ein Rennen zum Vergessen erlebte das Mercedes-Team, das vor der Veranstaltung mit Nyck de Vries und Stoffel Vandoorne in der Fahrermeisterschaft die Plätze eins und zwei belegt hatte. Nach einem schwachen Qualifying schieden die beiden Silberpfeil-Piloten - außerhalb der Punkteränge liegend - mit technischen Problemen aus.

Nyck de Vries, Mercedes-Benz EQ, EQ Silver Arrow 02

Nyck de Vries, Mercedes-Benz EQ, EQ Silver Arrow 02

Foto: Andy Hone / Motorsport Images

In der Fahrerwertung führt nach sieben von 15 geplanten Saisonläufen nun Frijns mit 62 Punkten. De Vries (57 Punkte) ist Zweiter vor Evans (54), Felix da Costa (52) und Bird (49).

Weiter geht es mit der Formel E in sechs Wochen im mexikanischen Puebla. Dort wird wie bei allen Veranstaltungen der Saison 2021 mit Ausnahme von Monaco ein sogenannter "Double Header" mit je einem Rennen am Samstag und am Sonntag ausgetragen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
"Wieder einmal Mist": Rowland ärgert sich über Rennleitung der Formel E

Vorheriger Artikel

"Wieder einmal Mist": Rowland ärgert sich über Rennleitung der Formel E

Nächster Artikel

Spektakel im Fürstentum: "Formel E ist für Monaco gemacht"

Spektakel im Fürstentum: "Formel E ist für Monaco gemacht"
Kommentare laden