Formel E Monaco 2026: Sensationeller Sieg für Weltmeister Rowland
Beim Sonntagsrennen der Formel E in Monaco konnte sich Weltmeister Oliver Rowland den Sieg sichern
Oliver Rowland konnte das zweite Monaco-Rennen der Formel E 2026 gewinnen
Foto: Joe Joe
Oliver Rowland (Nissan) konnte sich beim zweiten E-Prix von Monaco 2026 seinen ersten Saisonsieg sichern. Von Startposition acht gelang es dem amtierenden Weltmeister, sich durch taktisches Geschick an die Spitzenposition zu setzen. Felipe Drugovich (Andretti) und Antonio Felix da Costa (Jaguar) belegten auf dem Podium Platz zwei und Platz drei.
Mitch Evans (Jaguar) gelang ein vierter Platz, während Edoardo Mortara (Mahindra) auf Position fünf gewertet wurde. Ohne seine Zeitstrafe von zehn Sekunden wäre der Schweizer auf dem Podest gestanden. Position sechs ging an Jake Dennis (Andretti).
Nico Müller (Porsche) konnte sich nach einem enttäuschenden Qualifying auf die siebte Position schieben, gefolgt von Joel Eriksson (Envision), dem Samstagssieger Nyck de Vries (Mahindra) und Lucas di Grassi (Lola).
Im Vergleich zum Vortag war das Rennen eine Runde kürzer. Zudem gab es nicht die am Samstag vorhandene Möglichkeit, den sogenannten Pit-Boost einzusetzen. Dafür standen den Piloten zwei "Attack Mode"-Phasen zur Verfügung, während man am Samstag nur eine nutzen konnte.
Chaos auf dem Stadtkurs
In der ersten Runde wurde da Costa von Mortara in der Hafenschikane umgedreht. Polesitter Dan Ticktum (Cupra) verlor kurze Zeit später seine Führung an den Mahindra-Piloten, der via Funk die Anweisung erhielt, mehr Energie zu sparen. Dementsprechend dicht lagen die Top 10 in den ersten Runden beisammen.
In Runde fünf folgte für Mortara die Zeitstrafe von zehn Sekunden. Derweil konnte sich Müller dank aktiviertem Attack Mode aus dem Mittelfeld an die erste Position kämpfen. Norman Nato (Nissan) sah sich wenig später dazu gezwungen, seinen Boliden in der Box abzustellen.
Grund dafür war eine Kollision mit Taylor Barnard (DS Penske) in der letzten Kurve. Für diesen Vorfall erhielt Barnard eine Zeitstrafe von zehn Sekunden.
Runde für Runde wurde durch die ersten "Attack Mode"-Phasen vor allem im Mittelfeld hart gefightet. Des Weiteren war Evans in der Lage, sich in Richtung Casino an Mortara vorbeizuschieben. Auch gegen den Porsche-Piloten Müller konnte sich der WM-Leader durchsetzen und die Führung übernehmen.
In Runde 14 gelang Drugovich ein kleines Meisterstück, als der Formel-2-Meister von 2022 Mortara und Müller mit einem Manöver nach der ersten Kurve überholen konnte. Dessen Platz auf dem Podium war aber nur von kurzer Dauer, da Mortara und Ticktum wenige Runden später am Brasilianer vorbeigehen konnten.
Maximilian Günther (DS Penske) fing sich währenddessen eine Fünf-Sekunden-Strafe ein. Grund dafür war eine Kollision mit Sebastien Buemi (Envision) in der Fairmont-Haarnadel. Müller fiel Runde um Runde zurück ins Mittelfeld, bis der Porsche-Pilot in Runde 17 in der Rascasse patzte. Vorne wechselte die Führung zwischen Mortara, Ticktum oder Evans hin und her.
In der Rascasse sorgten Josep Maria Martí (Cupra) und Nick Cassidy (Citroen) durch die nächste Kollision für die erste Full-Course-Yellow-Phase des Rennens. Infolge der Gelbphase lag da Costa in Führung, gefolgt von Mortara, Drugovich und Rowland.
In Runde 23 gingen Mortara und der plötzlich vorne mitspielende Rowland am Jaguar-Piloten vorbei, wodurch sich der Weltmeister von 2024/25 die Führung sichern konnte. Dieser hatte im Laufe des Rennens genug Energie gespart, um zu einem erfolgreichen Schlussprint anzusetzen.
Polesitter Ticktum musste hingegen eine Zeitstrafe von fünf Sekunden akzeptieren. Der Cupra-Pilot war während der Full-Course-Yellow-Phase zu schnell gefahren und reagierte am Funk äußerst wütend.
Kurz vor Schluss stand Barnard mit seinem DS-Penske in der Barriere, wodurch es zur zweiten Full-Course-Yellow-Phase kam. Am Endresultat änderte dieser Zwischenfall aber nichts mehr.
Der Punkt für die schnellste Rennrunde in den Top 10 ging ebenfalls an Rowland. Somit liegt der Weltmeister im aktuellen Klassement auf Platz zwei. Dennoch bleibt Evans mit 128 Punkten Spitzenreiter in der WM-Wertung.
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