Formel E Sanya 2026: Dennis gewinnt nach roter Flagge in China
Jake Dennis konnte sich in Sanya seinen zweiten Saisonsieg sichern und gemeinsam mit Felipe Drugovich einen Doppelerfolg für Andretti feiern
Jake Dennis konnte in Sanya seinen zweiten Saisonsieg feiern
Foto: Oscar Oscar
Jake Dennis (Andretti) konnte sich beim Formel-E-Rennen in Sanya nach seiner Poleposition auch den Sieg sichern. Teamkollege Felipe Drugovich hat für Andretti mit Position zwei den Doppelsieg eingefahren, während Pepe Marti (Cupra) auf Platz drei ins Ziel gekommen ist.
Nyck de Vries (Mahindra) und Antonio Felix da Costa (Jaguar) runden die Top 5 ab, gefolgt von Maximilian Günther (DS Penske), Nico Müller (Porsche), Jean-Eric Vergne (Citroen), Taylor Barnard (DS Penske) und Lucas di Grassi (Lola Yamaha). Die schnellste Rennrunde und der damit einhergehende Extrapunkt gingen an den Mahindra-Piloten de Vries.
Das Formel-E-Comeback in Sanya war für die Jungs von Andretti aber alles andere als ein Selbstläufer. Schließlich hat das Rennen auf dem Stadtkurs einmal mehr für spektakuläre Szenen gesorgt. Bereits vor dem Start waren die Nerven zum Zerreißen angespannt, denn schon im Qualifying hatte es zahlreiche Strafen gegeben.
Neben einem aus dem Mittelfeld aufstrebenden Oliver Rowland (Nissan) verlief die Anfangsphase dennoch recht gezügelt. Ab Runde 6 konnte sich Pascal Wehrlein (Porsche) unter die Top-Positionen schleichen, in denen zuvor Denis, Drugovich, der WM-Führende Mitch Evans (Jaguar) und Dan Ticktum (Cupra) einen Zug gebildet hatten.
Ohne Attack-Mode gelang es Wehrlein in Runde 8, sich an Dennis vorbeizuschieben und die Führung im Rennen zu übernehmen. In Sanya war es den Piloten gestattet, zweimal in den Attack-Mode zu schalten. Boxenstopps waren hingegen nicht vorgesehen.
In den kommenden Runden wurde in der Topgruppe untereinander gefightet, wobei bis Runde 19 aufgrund verschiedener Führungswechsel noch keine Vorentscheidung zu erkennen war.
Gerade Edoardo Mortara (Mahindra) fiel mit seinem nach einer Kollision etwas lädierten Frontflügel auf. Ticktum fuhr Evans innerhalb dieses Fights um die Spitze hinten auf, wobei beide Piloten das Rennen zunächst fortsetzen konnten.
Kurz darauf ereignete sich allerdings eine noch größere Kollision in Kurve 9, bei welcher der Jaguar-Pilot mit dem Lola-Yamaha von Zane Maloney kollidierte, wodurch sich in der Haarnadel ein kleiner Stau bildete. Die Rennleitung reagierte auf diesen Zwischenfall sofort mit einer roten Flagge.
Evans hatte durch das vorherige Malheur mit Ticktum seinen Heckflügel verloren und konnte das Rennen nicht wieder aufnehmen. Seine Konkurrenten hatten stattdessen die Chance, am stehenden Neustart teilzunehmen.
Hier standen wieder beide Andretti ganz vorne, gefolgt von Wehrlein auf Position drei. Jedoch war es der amtierende Champion Rowland, der sich von Position zwölf innerhalb von wenigen Runden an die Spitze setzen konnte.
Zwar fiel der Nissan-Pilot vor Ende des Rennens wieder zurück ins Mittelfeld, doch war dies nicht ansatzweise so bitter, wie sein Ausfall kurz vor Rennende. Der 33-Jährige verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und landete prompt in der Tecpro-Barriere.
Teamkollege Norman Nato (Nissan) wurde in Runde 30 von Wehrlein am Hinterrad getroffen und musste sein Rennen ebenfalls aufgeben. Durch diesen Zwischenfall erhielt der Porsche-Pilot eine Zeitstrafe von 5 Sekunden und fiel daraufhin Stück für Stück zurück ins Mittelfeld. Letztlich wurde Wehrlein auf Position 14 gewertet.
Auch da Costa hatte durch einen vorherigen Zwischenfall eine Zeitstrafe aufgebrummt bekommen, wodurch statt einem möglichen Podium nur Platz vier für den Jaguar-Piloten zu Buche steht. Andretti konnte derweil den ersten Doppelsieg in der Formel-E-Geschichte des Teams feiern.
An der WM-Führung für Mitch Evans hat das Rennen in Sanya trotzdem nichts geändert. So führt der 31-Jährige jetzt mit 128 Punkten, gefolgt von Oliver Rowland mit 109 Punkten und Edoardo Mortara mit 103 Punkten. Jake Dennis konnte sich zumindest auf den sechsten WM-Rang vorkämpfen und liegt bei 94 Punkten.
Die nächsten Rennen in der Formel-E-Weltmeisterschaft sind für den 4. und 5. Juli geplant. Dabei bleibt der Rennzirkus in China und veranstaltet auf dem Kurs von Shanghai die kommenden beiden Wertungsläufe.
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