Jean Todt über die Formel E: "Wir müssen die Kosten begrenzen!"

Die Formel E plant in der Gen3-Ära die Einführung einer Budgetobergrenze - Laut FIA-Präsident Jean Todt ist eine Deckelung der Ausgaben unumgänglich

Jean Todt über die Formel E: "Wir müssen die Kosten begrenzen!"

"Wir arbeiten an einer Budgetobergrenze und wir müssen die Kosten begrenzen", sagt Jean Todt, Präsident des Automobil-Weltverbandes (FIA), über die Zukunft der Formel E. In der Saison 2022/23 wird das Gen3-Auto das Licht der Welt erblicken, doch die Deckelung der Kosten könnte erst eine Saison später eingeführt werden. Grund dafür ist, dass die Hersteller und Teams bereits mitten in der Entwicklung der neuen Autos stecken.

Die Obergrenzen sollen für reine Werksteams und private Kundenteams unterschiedlich hoch ausfallen. FIA-Formel-E-Direktor Frederic Bertrand spricht von 13 bis 15 Millionen Euro für Kundenteams und 20 bis 25 Millionen Euro für Werksteams. In der siebten Saison haben sich die Kosten bereits auf rund 45 Millionen Euro für ein Topteam angehäuft. Die Obergrenze würde die Ausgaben also massiv senken.

Doch wo es Regeln gibt, werden Ausnahmen gewährt. Welche Bereiche in die geplante Obergrenze fallen werden, steht noch nicht fest. Wie in der Formel 1 könnten also Fahrer- sowie Managergehälter und Reisekosten ausgeklammert werden. Eine Entscheidung steht aber noch aus. Laut Formel-E-Geschäftsführer Jamie Reigle geht es bei der Budgetgrenze darum, "ineffiziente Ausgaben" zu verhindern.

In der Coronavirus-Pandemie hat die Formel E bereits Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten und der Anzahl der Personen in der Bubble vorgenommen. Das Personal und auch die zur Verfügung gestellten Teile wurden zurückgefahren. Trotz der weltweiten Krise hat die Formel E nur minimale Verluste eingefahren und einer der wirtschaftlichsten Saisons verbucht. Die geplanten Ausstiege von BMW und Audi haben laut Todt keinen Einfluss auf die Pläne einer Budgetgrenze gehabt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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