Nach Formel-E-Chaos in Valencia: FIA beschließt Regeländerung

Das Formel-E-Chaos in Valencia hat Konsequenzen: Die FIA beschließt eine Regeländerung, die eine Wiederholung ausschließen soll

Nach Formel-E-Chaos in Valencia: FIA beschließt Regeländerung

Nach dem unwürdigen Schauspiel beim ersten Formel-E-Rennen in Valencia hat die FIA auf die völlig skurrilen Disqualifikationen und Ausfälle in der letzten Runde reagiert und eine Regeländerung beschlossen. Diese tritt schon beim nächsten Lauf der Elektroserie am kommenden Samstag in Monaco in Kraft.

Rückblick: Im ersten Formel-E-Rennen der Geschichte auf einer permanenten Rennstrecke war den Fahrern im ersten Lauf in Valencia in der Schlussphase reihenweise die Energie ausgegangen. Grund dafür waren gleich fünf Safety-Car-Phasen. In diesen wird pro Minute, die das Safety-Car auf der Strecke ist, eine Kilowattstunde der verfügbaren 52 Kilowattstunden Energie pro Fahrer und Rennen abgezogen.

In Artikel 37.9 des Sportlichen Reglements ist allerdings festgehalten, dass die Reduktion der Energie im Ermessen des Rennleiters liegt. Da der Circuit Ricardo Tormo über kaum harte Bremspunkte verfügt, die für die Energierückgewinnung der Formel-E-Fahrzeuge entscheidend sind, ging den Fahrzeugen nach der letzten, späten Safety-Car-Phase auf den letzten Kilometern reihenweise die Energie aus.

FIA will keine Wiederholung sehen

Experte Daniel Abt hatte schon unmittelbar nach dem Rennen die Verantwortung von den Teams auf die Rennleitung geschoben. "Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass 15 Fahrer und vor allem ihre Teams im Hintergrund zu dumm sind, das auszurechnen", sagte er bei 'ran.de'

Einige Fahrer blieben komplett liegen, andere rollten im Schritttempo über die Ziellinie, wiederum andere wurden nach dem Rennen disqualifiziert. "Die FIA und der Promoter wünschen nicht, dass sich so etwas wiederholt", heißt es in einem Statement der FIA, das unseren Kollegen von 'Autosport' vorliegt.

Als Konsequenz wurde eine Regeländerung beschlossen, nach der eine Reduktion der verfügbaren Energie nach Überschreiten der 40-Minuten-Marke nicht mehr erfolgt. "Dies verschafft den Teams einen größeren Spielraum für Fehler, ohne den Geist der Formel E zu beschädigen, in der Energiemanagement eine Schlüsselrolle einnimmt", heißt es weiter.

Auch das zweite Rennen in Valencia wäre beinahe zum Desaster geworden. Rookie Jake Dennis wurde von seinem Team BMW-Andretti jedoch angewiesen, kurz vor Schluss deutlich langsamer zu fahren, um erst nach der 45-Minuten-Marke über die Ziellinie zu fahren. So sorgte Dennis dafür, dass in dem Rennen eine Runde weniger gefahren werden musste und die Batterien bis zur schwarz-weiß-karierten Flagge hielten.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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