Nach Strategie-Panne in Mexiko: Nissan ergreift Vorsichtsmaßnahmen

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Nach Strategie-Panne in Mexiko: Nissan ergreift Vorsichtsmaßnahmen
Autor:
Co-Autor: Alex Kalinauckas, Tom Errington
09.03.2019, 15:50

Die Nissan-Piloten sind überzeugt, dass sich eine Strategie-Panne wie beim Formel-E-Rennen in Mexiko nicht mehr wiederholt: Buemi zieht Vergleich zu Le Mans 2016

In der letzten Runde eines Formel-E-Rennens ohne Energie ausrollen: Dieses Schicksal, welches beim Rennen der Formel E in Mexiko die beiden Nissan-Piloten Sebastien Buemi und Oliver Rowland ereilte, soll sich im Werksteam des japanischen Herstellers nicht mehr wiederholen. Laut Rowland wurde auf die fehlerhafte Berechnung der Strategie-Software reagiert.

"Sie haben Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, damit es nicht noch einmal passiert", erklärt Rowland vor dem ePrix in Hongkong im Gespräch mit 'Motorsport.com'. "Ich denke, das ist etwas, was nie wieder passieren wird. Daher mache ich mir keine großen Sorgen", sagt Rowland, der den Vorfall nach eigener Aussage schon eine Stunde nach dem Rennen abgehakt hatte.

Laut Buemi war der Fehler während der Rennunterbrechnung nach dem Unfall zwischen Nelson Piquet jun. und Jean-Eric Vergne entstanden. "Die Daten aus der Runde nach der roten Flagge waren falsch, und dieser Fehler hat sich bis zum Ende durchgezogen", so der Schweizer zu 'Motorsport.com'. "Wegen dieser falschen Werte hat uns am Ende eine Runde gefehlt."

Ein Mitschnitt des Boxenfunks, der nach dem Rennen veröffentlich wurde, zeigt die Überraschung der Nissan-Fahrer über den Ausfall kurz vor Rennende und einige Flüche von Buemi. Laut dem Schweizer habe er vor allem deshalb so emotional reagiert, weil ihn das Problem wie aus heiterem Himmel getroffen hat.

"Sie haben schon eine Runde vorher gesehen, dass es einen Fehler gab, haben es am Funk aber erst gesagt, als ich über die Ziellinie gefahren bin. Daher war es für mich ein Schock", sagt er. "Es war einfach schade, denn es kommt so viel zusammen. Die Arbeit im Simulator, das Qualifying, die Superpole. Wenn du 99 Prozent des Jobs erledigt hast und dann in der letzten Runde so etwas passiert, ist das schwer zu akzeptieren."

"Es war ein bisschen wie 2016 in Le Mans, als wir in der letzten Runde ausgefallen sind. So etwas ist schwer zu ertragen", zieht Buemi sogar einen Vergleich zu den 24 Stunden von Le Mans 2016, als sein Toyota in Führung liegend fünf Minuten vor dem Rennende auf der Start-Ziel-Geraden ausgerollt war.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel E
Urheber Markus Lüttgens
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