Renn-Promoter: Naher Osten bereit für weitere Formel-E-Rennen

Der Promoter des Diriyah-E-Prix kann sich weitere Formel-E-Rennen in der Region vorstellen: Umzug innerhalb von Saudi-Arabien steht zur Diskussion

Renn-Promoter: Naher Osten bereit für weitere Formel-E-Rennen
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Die Formel 1 ist mit den Grand Prix von Saudi-Arabien, Bahrain, Katar und Abu Dhabi in der Saison 2023 mit vier Rennen im Nahen Osten vertreten. Und laut Carlo Boutagy, Promoter des Saudi-Arabien-Rennens der Formel E könnte die Elektro-Rennserie mit weitern E-Prix in der Region nachziehen.

"Ich denke, je mehr Motorsport es in der Region gibt, desto besser ist es für uns alle, egal ob Formel 1, WEC, Dakar oder Formel E. Ich denke, diese Region könnte ein oder zwei weitere Formel-E-Rennen ausrichten", sagt Bougaty der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'.

Der Gründer und CEO des Unternehmens CBX hatte die Formel E im Jahr 2018 erstmals nach Saudi-Arabien geholt. Seitdem fährt die Elektro-Rennserie auf den Straßen von Diriyah, einem Vorort der Hauptstadt Riad.

Viele Rennen wegen fehlender Tradition wichtig

Die Formel E ist dabei neben der Formel 1 oder der Rallye Dakar nur ein Baustein in der aggressiven Motorsport-Strategie von Saudi-Arabien. Eine Vielzahl von Rennen in der Region sei dabei aus Sicht von Bougaty wichtig, um trotz fehlender Motorsport-Tradition die Begeisterung für den Sport auf hohem Niveau zu halten.

"Ich denke, je mehr, desto besser. Es erzieht die Menschen, sie gewöhnen sich daran, anstatt das ganze Jahr zu warten und es zu vergessen, ohne zu wissen, was passiert ist", sagt er. "Je mehr es in deiner Gegend passiert, desto mehr wirst du darauf achten, und es wird in den Medien und den Nachrichten sein."

Daher investiert Saudi-Arabien weiter kräftig in den Motorsport. In Qiddiya, einer im Bau befindlichen Planstadt 40 Kilometer westlich von Riad soll eine permanente Rennstrecke entstehen, auf der mittelfristig die Formel 1 und die MotoGP fahren sollen. Dorthin könnte möglicherweise auch die Formel E umziehen.

Wohin zieht es die Formel E in Saudi-Arabien?

Auch eine Verlegung in die ebenfalls noch in Bau befindliche "Smart-City" Neom am Roten Meer, die in der Formel E und Extreme E als Sponsor von McLaren auftritt, steht zur Diskussion. Grundsätzlich zeigt sich Bougaty für solche Pläne offen.

"Ich bin glücklich, wenn ich bleibe, ich bin glücklich, wenn ich umziehe. Ich bin so oder so glücklich", bleibt der Rennpromoter maximal unverbindlich. Ginge es nach ihm, sollte der E-Prix aber langfristig in Diriyah bleiben. "Ich bin bereit für eine Herausforderung. Aber ja, ich wünsche mir, dass er bleibt", sagt er.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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