Sanya E-Prix: DS Penske durch überzeugende Pace in den Punkten
Beim E-Prix von Sanya konnten Maximilian Günther und Taylor Barnard für DS Penske in die Punkte fahren
DS Penske konnte in Sanya mit beiden Fahrzeugen punkten
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Die beiden DS-Penske-Piloten Maximilian Günther und Taylor Barnard sind in Sanya mit einer cleveren Rennstrategie in die Punkte gefahren. Trotz zahlreicher Vorfälle auf der Strecke stehen am Ende eines chaotischen Rennens Platz fünf und Platz neun zu Buche.
Die Formel E war zum ersten Mal seit März 2019 nach Sanya zurückgekehrt. Beim letzten Abenteuer der Meisterschaft auf dem Straßenkurs konnte sich DS Automotives den Sieg sichern.
Sechs Jahre später feierte der französische Hersteller als letztmaliger Sieger auf der Insel Hainan sein Comeback, nun als Partner von Penske Autosport. Sanya ist ein am südlichen Zipfel der Insel gelegenes und äußerst beliebtes Resort, in dem ein 2,52 Kilometer langer Kurs mit zwölf Kurven errichtet wurde.
Zwar kannte man in der Formel E diesen Kurs bereits, doch markierte dieses Rennwochenende der erste Auftritt der Gen3-Evo-Boliden auf der Strecke von Sanya. Dementsprechend ging der DS E-Tense FE25 hier zum ersten Mal an den Start.

Gerade die Strategie spielte in Sanya eine wichtige Rolle
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Auch wenn das Layout den Teams bereits im Vorfeld bekannt war, spielte die Vorbereitung im Simulator für dieses Wochenende eine wichtige Rolle. Gerade Taylor Barnard wusste diesen Ansatz sehr zu schätzen.
Schließlich verbringt er vor jedem Rennen viel Zeit damit, sich digital einzuschießen. Neben Maximilian Günther lag es nun an dem Briten, auf den in Monaco erkennbaren Fortschritt aufzubauen. Hier hatte DS Penske viel ermutigendes Potenzial gezeigt.
Comeback in Sanya
Die Rückkehr nach China fand außerdem unter den Vorzeichen völlig offener Rahmenbedingungen statt. Seit 2014 fährt die Formel E in China und hat bislang vier Städte besucht: Peking, Hong Kong, Shanghai und Sanya. Bei elf ausgetragenen Rennen konnten bislang zehn verschiedene Piloten den Sieg einfahren.
In Sanya waren Hitze und Luftfeuchtigkeit wichtige Faktoren in puncto Performance. Das galt sowohl für die Autos, als auch für die Piloten der Formel E. Hinzu kamen vor Qualifying und Rennen verschiedene strategische Optionen bei 300 und 350 kW. Während im Rest des Kalenders nur Double-Header auftauchen, gab es in Sanya nur in einem Qualifying und einem Rennen die Chance zu punkten.
Auf dieser Basis kann man den sechsten Platz von Barnard und den 13. Platz von Günther im ersten Freien Training erklären, wobei zwischen beiden rund acht Zehntel lagen.

Maximilian Günther und Taylor Barnard waren in Sanya ähnlich erfolgreich
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Im Qualifying setzte sich dieses Muster fort, als Barnard die zweitschnellste Zeit in seiner Gruppe fahren konnte. Somit gelang ihm der Sprung ins Viertelfinale. Die fünfbeste Zeit reichte am Ende aufgrund einer Strafe nur für Platz 15, doch dennoch hat der junge Brite einmal mehr sein Potenzial unter Beweis gestellt.
Günther startete aufgrund einer Startplatzstrafe auf Rang 19, da man im Vorfeld ein Teil an seinem Antriebsstrang tauschen musste. So stand der DS-Penske-Pilot fast ganz am Ende des Feldes, nahe dem Ende der Brücke, die in Sanya als Startaufstellung dient.
Mit mutigen Strategien bewaffnet und dem Versuch, im ersten Renndrittel so viel Energie wie möglich zu sparen, hatten die beiden Teamkollegen die Chance, sich durch den Einsatz des Attack-Mode in die Top 10 zu fahren.
Allerdings steckt der Kurs in Sanya voller Bodenwellen und beinhaltet eine 90-Grad-Kurve oder eine Haarnadel. Bei so einem Layout kann es schnell zur einen oder anderen Kollision kommen, und genau das war in Runde 19 in der Fall. Zahlreiche Boliden kollidierten in Kurve 9, die rote Flagge wurde geschwenkt und es sind noch 17 Runden zu fahren. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich Günther und Barnard bereits auf Platz zwölf und Platz 13 vorgefahren.
Der Restart hinter dem Safety-Car und die letzte Rennphase verliefen im äußerst schnellen Tempo. Die DS Penske gehörten hier zu den Boliden, die noch mit am meisten Energie zur Verfügung haben. Zudem hatten Günther und Barnard in ihren FE25 jeweils noch acht Minuten Attack-Mode zur Verfügung.
Einige Kontrahenten konnten die Zusatzleistung hingegen nur noch für vier Minuten einsetzen. Aber just in dem Moment, in dem Barnard mit dieser Leistung attackieren wollte, flog ein Nissan von der Strecke und verursachte ein Full-Course-Yellow.
Punkte trotz FCY-Pech
Mehr als drei Minuten gingen dem jungen Briten dadurch verloren, in denen er sich in die Top 5 hätte vorarbeiten können, oder gar am Podium kratzen. Beim Neustart setzte Günther seinen letzten Attack-Mode ein, doch viele Fahrer vor ihm taten es ihm gleich. Trotzdem konnte sich der Oberstdorfer ein paar Positionen sichern.
Aufgrund der Boxenaufenthalte nach der roten Flagge wurde das Rennen von der Rennleitung um zwei Runden verlängert, wodurch alle Piloten mit ihrer Energie noch mehr haushalten mussten.

Trotz beachtlicher Pace wäre für beide am Ende vielleicht mehr möglich gewesen
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Am Ende war es eine weitere Full-Course-Yellow-Phase, die das Feld einfrieren sollte. Am Ende beendeten Günther und Barnard das Rennen auf Platz sechs und Platz neun. Das Comeback des Deutschen war nach seinem neunzehnten Startplatz wirklich sehenswert, wobei sein Teamkollege aus Großbritannien sicherlich etwas enttäuscht sein dürfte, da ihm drei Minuten Attack-Mode fehlten, um letztlich den Unterschied auszumachen.
Nächster Halt: Shanghai!
Pace und Strategie beider Piloten waren auf einem hohen Niveau, und genau das kann man mit Blick auf die kommenden Rennen bei DS Penske mitnehmen. Das nächste Rennwochenende der Formel-E-Weltmeisterschaft wird ebenfalls in China ausgetragen. Am 4. und 5. Juli ist die Rennserie in Shanghai zu Gast.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mithilfe eines Produktionskostenzuschusses von DS Automobiles ermöglicht. Eine inhaltliche Einflussnahme von DS auf den Beitrag fand nicht statt.
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