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"Stets auf dem Radar": Warum sich BMW für Günther entschieden hat

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"Stets auf dem Radar": Warum sich BMW für Günther entschieden hat
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Co-Autor: Sven Haidinger

BMW-Motorsportchef Jens Marquardt erklärt, wie es zur Verpflichtung von Maximilian Günther kam und was er sich vom jungen Deutschen erhofft

Anfang des Monats machte BMW die Verpflichtung von Maximilian Günther für die Formel-E-Saison 2019/20 offiziell. Damit kehrt der 22-Jährige, der seine Karriere 2011 im Formel BMW Talent Cup begann, nach acht Jahren zum deutschen Hersteller zurück. Für BMW-Motorsportchef Jens Marquardt war es eine logische Entscheidung.

"Seit dem Talent Cup, als wir erste Erfahrungen mit ihm machten, haben wir Maxis Karriere verfolgt, auch wenn er nicht für BMW gefahren ist. Er hat in erster Linie eine Formelkarriere eingeschlagen und wir ihn hatten stets auf dem Radar", betont der 52-Jährige.

"Als er im Vorjahr in der Formel E aufgetaucht ist und was er dort trotz der ständigen Wechsel und mit einem Paket, das definitiv nicht auf Topniveau war, erreicht hat, zeigt, zu welchem Fahrer er gereift ist. Dass er den Speed hat, ist uns schon vorher aufgefallen." Bei Dragon Racing holte Günther in der vergangenen Saison zwei fünfte Plätze.

In dem Wissen, dass der 22-Jährige keine Verbindung zu einem anderen Hersteller hatte, behielt BMW den Deutschen im Auge. "Und als sich dann eine Möglichkeit ergeben hat, haben wir mit ihm gesprochen und eine gute Vereinbarung getroffen, was unsere Ziele angeht. Ich denke, dass er wirklich eine gute Bereicherung ist", so Marquardt.

Maximilian Günther

Mit seinen Leistungen bei Dragon konnte Günther auch BMW überzeugen

Foto: LAT

Der BMW-Motorsportchef verrät: "Er war bei uns schon im Simulator und wir haben ihn getestet. Bislang hat er unsere Erwartungen und unsere Gedanken ganz klar bestätigt." Er ist zuversichtlich, dass das auch so bleibt und Günther mit den Erwartungen umgehen kann.

"Er ist ziemlich gereift. Er ist immer noch jung, aber er hat die richtige Herangehensweise und die richtige Einstellung", lobt Marquardt seine Neuverpflichtung. "Natürlich steht nun ein großer Hersteller und ein großer Name hinter ihm, aber gleichzeitig gibt das auch eine gewisse Sicherheit." Dabei sieht er auch sich und sein Team in der Pflicht.

"Es ist nun unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass er nicht das Gefühl hat, dass er nun die Last eines Herstellers mit sich herumträgt. Diese Last tragen wir alle. Es geht einfach darum, einen klaren Kopf zu haben und das zu tun, was er am besten kann. Wenn er sein Potenzial freimacht, dann muss er sich nicht über alles andere Sorgen machen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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