Susie Wolff: Massa "inspiriert die Ingenieure"

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Susie Wolff: Massa
Autor: André Wiegold
Co-Autor: Sven Haidinger
27.12.2018, 09:00

Laut Teamchefin Susie Wolff ist die Verpflichtung von Ex-Formel-1-Pilot Felipe Massa für Venturi ein Glücksgriff – Er würde die Formel-E-Ingenieure motivieren

Nach seinem Formel-1-Aus hat sich Felipe Massa für Venturi entschieden, um in der Saison 2018/19 in der Formel E sein Debüt zu geben. Teamchefin Susie Wolff spricht von einem Glücksgriff, da Massa aufgrund seiner Erfahrung für das Team sehr wertvoll sei. Die Zusammenarbeit mit den Ingenieuren würde zu großartigen Resultaten führen.

"Er ist ein hervorragender Teamplayer", sagt Wolff gegenüber 'Motorsport.com'. "Er hat wirklich viel Erfahrung im Top-Motorsport und ist eine echte Bereicherung, weil er die Ingenieure inspiriert und viel Motivation mitbringt. Zudem ist er realistisch, weil die Formel E eine neue Serie für ihn ist - und eine andere Herausforderung darstellt, als er es gewohnt ist. Und das erfordert viel Hingabe." Wolff halte viel von Massa, habe aber bei der Verpflichtung nicht die Finger im Spiel gehabt.

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"Das war nicht meine Entscheidung, denn bei meiner Ankunft war der Vertrag bereits verhandelt", erklärt sie. "Ich habe bereits gesehen, was er einem Team bringen kann." Gemeinsam mit Edoardo Mortara habe Venturi in der Formel-E-Saison 2018/19 eines der schlagkräftigsten Fahrerduos im gesamten Feld. Dennoch müssten sich beide erst einmal an das neue Umfeld gewöhnen.

De Silvestro hilft den Stammfahrern

Für die neue Saison wurde Simona de Silvestro als Testfahrerin von Venturi unter Vertrag genommen. Die Supercars-Fahrerin arbeite hart im Simulator, um die Stammfahrer Massa und Mortara bei ihren Einsätzen auf den Strecken zu unterstützen. Schon vor dem Frauen-Testtag in Riad habe Wolff de Silvestro verpflichten wollen.

"Das liegt nicht nur daran, dass sie eine Frau ist, sondern weil ich sie als Fahrerin sehr schätze", so Wolff. "Außerdem hat sie Formel-E-Erfahrung. Ich wollte sie unbedingt in meinem Team haben. Gemeinsam mit Norman Nato, der unweit von Monaco lebt, sehr viel Zeit beim Team verbringt und bei den Vorbereitungen im Simulator hilft, handelt es sich um eine tolle Kombination." Außerdem könnten sich die Ingenieure "nie beschweren", dass kein Simulatorfahrer zur Verfügung steht.

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Auf Renneinsätze darf sich de Silvestro aber nicht freuen, Wolff stellt klar, dass sie nur "Testfahrerin" sei und damit nicht für ein Formel-E-Rennen eingeplant ist. Außerdem sei Nato der Reservefahrer, sollte einmal Ersatz für Massa oder Mortara gebraucht werden. "Sie hat ja ihre Einsätze in der Supercars-Serie", so Wolff. "Sie fährt dort großartig und konzentriert sich darauf. Und wenn sie in Europa ist, dann ist sie für uns da."

Entwicklung das große Ziel

Wolff hat in der Formel E mit Venturi das große Ziel, sich stetig weiterzuentwickeln. An einem Einzelergebnis wolle sich die neue Teamchefin aber nicht messen lassen. "Der Motorsport kann sehr brutal sein", erklärt sie. "Manchmal läuft es gut, und plötzlich wendet sich das Blatt. Es muss vieles passen, damit man in der Formel E gegen so viele Hersteller den Titel holt."

Erst einmal sei es wichtig, Konstanz aufzubauen und "regelmäßig in die Punkte zu fahren", so die Teamchefin. Sie sagt: "Wir haben einen Dreijahresplan, und wir werden ihn nicht über Nacht erfüllen. Die Grundpfeiler passen schon mal. Die Fahrerpaarung ist toll, und wir haben großartige Leute." Venturi habe alle Werkzeuge parat, um erfolgreich zu sein. Wolff wisse aber, dass die Konkurrenz nicht schläft und es schwierig werden wird, die großen Marken zu schlagen.

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