Toto Wolff: Fahrerlose Autos sind für die Straße, nicht für die Rennstrecke

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff glaubt, dass Autos ohne Fahrer auf die Straße gehören und nicht auf die Rennstrecke. Er bezweifelt, dass die Fans an dieser neuen Rahmenserie der Formel E Interesse haben könnten.

Ab der Saison 2016/2017 soll die Formel E eine neue Rennserie als Rahmenrennen bekommen. Die Serie soll Roborace heißen und identische, eigenständig fahrende Autos an den Start bringen.

Toto Wolff ist jedoch skeptisch, ob eine solche Serie Anklang bei den Fans finden wird. Derartige Technologie werde auf den Straßen bald Alltag sein, glaubt der Österreicher, habe auf Rennstrecken aber nichts zu suchen.

„Eigenständiges Fahren wird auf den Straßen zur Normalität gehören und uns das Leben erleichtern“, sagte Wolff.

„Da wird die Technologie hinführen. Wir alle sind aber hauptsächlich aus dem Grund hier, weil wir sehen wollen, wie sich Rennfahrer gegenseitig in Autos bekämpfen, die faszinierend anzusehen sind.“

„Das wäre in meinen Augen also kein Sport, das ist eine Technologie oder eine Spielwiese für Forschung und Entwicklung.“

Auf die Frage, ob Mercedes an einer fahrerlosen Technologie Interesse hätte, sagte Wolff: „Auf der Straße ja. Auf Rennstrecken nein.“

Allgemeines Interesse

Formel-E-Chef Alejandro Agag gibt zu, dass die Fans vielleicht nicht allzu begeistert von Rennen mit Autos ohne Fahrer sein könnten.
„Ich glaube, die Zuschauer werden immer Menschen sehen wollen, die gegeneinander fahren – das ist seit der Zeit der Römer oder sogar schon früher so. Und das wird es auch in Zukunft geben“, sagte er.

„Dies ist aber eine ganz andere Herausforderung. Es ist eine Einladung an Unternehmen, sich der Herausforderung zu stellen und ihre Technologie auf einer Bühne präsentieren, die zeigt, dass fahrerlose Technologie unter extremen Bedingungen Rennen fahren kann.“

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