Vergne-Schelte gegen Formel E: "Kart-Kinder fahren fairer als wir!"

Jean-Eric Vergne holt gegen den Fahrstandard in der Formel E aus und ruft die FIA dazu auf, Zusammenstöße auf der Strecke härter zu ahnden

Vergne-Schelte gegen Formel E: "Kart-Kinder fahren fairer als wir!"

"Das ist eine wirklich schlechte Show und ich rufe die FIA dazu auf, etwas zu tun!" - Ex-Meister Jean Eric Vergne wendet sich in dringlichen Worten an die FIA, etwas bezüglich der Fahrstandards in der Formel E zu tun.

Auf die Frage, ob die Formel E Kontaktsport sei, antwortet der 31-Jährige: "Ich dachte, wir wären eine professionelle Meisterschaft. Aber im Moment zusammengefahren wird, ist inakzeptabel. Die FIA muss etwas tun. Rennen wie in London sind nicht akzeptabel."

Vergne bezieht sich auf die Kollision bei London E-Prix zwischen seinem Teamkollegen Antonio Felix da Costa und Andre Lotterer. Die Nullrunde beendete faktisch die Hoffnungen des Portugiesen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung.

Vergne sagt außerdem, dass das harte Racing dem Ansehen der Formel E schade: "Wenn sich junge Kids unsere Rennen ansehen, glauben sie, dass wir auf der Kartbahn rumbolzen. Das kann nicht sein. Man repräsentiert eine Marke. Das ist eine schlechte Show und die FIA muss etwas tun. Sie muss das besser überwachen."

Ein häufiges Bild in der Formel E: Ein beschädigter Bolide am Haken

Ein häufiges Bild in der Formel E: Ein beschädigter Bolide am Haken

Foto: Motorsport Images

Er fordert, dass man sich im Kartsport nach einer Lösung umsieht: "Selbst dort fahren sie fairer als bei uns in der Formel E. Wenn man im Kartsport in jemanden reinfährt, wird man disqualifiziert. Da interessiert es niemanden, warum es passiert ist."

"Warum machen wir das nicht so in der Formel E? Ich verstehe es nicht. Ich hoffe sehr, dass wir faireres und saubereres Racing in der Zukunft sehen werden. Denn was wir in der vergangenen Saison gesehen haben, ist inakzeptabel."

Die Härte auf der Strecke hat vor allem seit Einführung des Gen2-Fahrzeugs Ende 2018 stark zugenommen. Da die Reifen nahezu völlig umschlossen sind, kann ein Fahrer eine Berührung riskieren, ohne fürchten zu müssen, einen großen Schaden davonzutragen.

Die jüngst veröffentlichten Teaserbilder des Gen3-Fahrzeugs deuten darauf hin, dass die Umhüllung an den Vorderrädern zu Gunsten eines traditionelleren Open-Wheel-Designs aufgegeben wurde.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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