Zu viel Kollision mit WEC: Jean Todt kritisiert Kalender-Kommission

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Zu viel Kollision mit WEC: Jean Todt kritisiert Kalender-Kommission
Autor:
Co-Autor: Tom Errington
18.06.2019, 06:10

Gleich drei Termine kollidieren in der kommenden Formel-E-Saison mit der WEC: FIA-Präsident Jean Todt ist sauer, dass sich die Kalender-Kommission nicht getroffen hat

FIA-Präsident Jean Todt hat die hauseigene Kalender-Kommission scharf kritisiert, nachdem bei der Veröffentlichung des Formel-E-Kalenders 2019/20 am vergangenen Freitag drei Terminüberschneidungen mit der Langstrecken-WM herausgekommen waren: Die beiden noch offenen Rennen am 14. Dezember 2019 und 21. März 2020 sowie das neue Rennen in Seoul am 3. Mai 2020 kollidieren mit den WEC-Rennen in Bahrain, Sebring und Spa.

Das ist besonders für die Fahrer ein Problem, die ein Doppelprogramm in beiden Serien fahren - und das sind nicht wenige. Aktuell sind Sebastien Buemi, Andre Lotterer, Sam Bird, Jose-Maria Lopez, Antonio Felix da Costa und Alex Lynn Vollzeit in der WEC unterwegs, Stoffel Vandoorne und Jean-Eric Vergne bestreiten ausgewählte Rennen.

Darauf angesprochen, zeigt sich FIA-Präsident Todt verärgert: "Ich habe eine Kalender-Kommission gegründet, wo sich Leute zusammensetzen und zusammen arbeiten sollten. Und wenn man eine Kommission hat, sich die Leute dann aber nicht treffen, dann tut es mir leid", sagt der Franzose.

Er selbst könnte daran wenig machen: "Ich habe andere Dinge auf meiner Liste, als ganz genau auf den Kalender zu schauen. Erst als die Kalender vorgeschlagen wurden, habe ich bemerkt, dass einige Events kollidieren."

Mit nur 52 Wochenenden im Jahr und der hohen Stückzahl an FIA-Rennen sei es jedoch unvermeidlich, dass einige Rennen kollidieren. Todt sei jedoch bewusst, dass einige Fahrer gerne sowohl in der Formel E als auch in der WEC unterwegs sein wollen, und habe daher bereits seine Leute gefragt, ob sie nicht eine Lösung für das Problem finden können.

"Das ist aber nicht einfach, weil jede Meisterschaft ihre eigenen Bedürfnisse und Probleme hat", so Todt. "Wenn wir aber etwas verbessern können, werden wir es tun." Das schließt auch eine nachträgliche Verlegung von Formel-E-Rennen nicht aus.

Der Franzose entschuldigt sich: "Es gab wohl ein paar Missverständnisse und Probleme mit den Kalendern. Das habe ich aber schon öfters angesprochen", sagt Todt. "Ich bin einfach ein wenig unzufrieden, dass sich die Kalender-Kommission nicht getroffen hat, um das Problem vorher anzugehen."

Rennkalender der Formel E 2019/20

22.11.2019: Ad Diriyah (Saudi-Arabien)**

23.11.2019: Ad Diriyah (Saudi-Arabien)

14.12.2019: TBC (TBC)

18.01.2020: Santiago de Chile (Chile)*

15.02.2020: Mexiko-Stadt (Mexiko)*

01.03.2020: Hongkong (China)*

21.03.2020: TBC (China)*

04.04.2020: Rom (Italien)

18.04.2020: Paris (Frankreich)

03.05.2020: Seoul (Südkorea)*

30.05.2020: Berlin (Deutschland)

20.06.2020: New York (USA)

25.07.2020: London (Großbritannien)*

26.07.2020: London (Großbritannien)*

* Vorbehaltlich der Homologation der Rennstrecke

** Doppelveranstaltung vorbehaltlich einer Einigung mit der Regierung

Mit Bildmaterial von FIA Formel E.

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Rennserie Formel E
Urheber Norman Fischer