Nach WEC-Aus: Robert Kubica testet GP3-Auto

Der ehemalige Formel-1-Fahrer Robert Kubica hat am Mittwoch zum 1. Mal nach 8 Jahren ein Formel-Auto getestet. Auf der Strecke im italienischen Franciacorta fuhr der Pole ein GP3-Auto.

Kubica absolvierte mehr als 70 Runden im GP3-Renner des Trident-Teams und sagte anschließend, dass es eine "wirklich wunderbare Erfahrung" gewesen sei.

"Ich bin wieder da, wo ich jahrelang war und muss sagen, es ist ein großartiges Gefühl", sagte der Sieger des Grand Prix von Kanada 2008. "Ich war überrascht, denn nach so langer Zeit sind das Gefühl für den Asphalt und die Gefühle, an die ich mich erinnere, wieder da. Natürlich gibt es viele Dinge, die ich besser machen kann."

In erster Linie gebe es auf der physischen Seite Verbesserungspotential, erklärte der 32-Jährige. "Meine Limits sind aber an einem guten Punkt. Ich habe den Test unter schwierigen Bedingungen gemacht. Die Strecke in Franciacorta ist anspruchsvoll und ein GP3-Auto hat keine Servolenkung, ich freue mich aber über diese Chance."

Kubica hatte zuletzt 2011 ein Formel-Auto gefahren, als er ein für das Lotus Formel-1-Team testete. Nur weniger Tage später setzte ein Rallye-Crash, bei dem er sich schwere Verletzungen an seinem rechten Arm und der Hand zuzog, seiner Formel-1-Karriere aber ein Ende.

In den letzten Jahren fuhr Kubica in der ERC und WRC und sollte 2017 eigentlich für das ByKolles LMP1-Team in der Langstrecken-WM (WEC) antreten. Vor dem 1. Saisonrennen am vergangenen Wochenende in Silverstone gab er aber auf.

"Nach dem Prolog habe ich entschieden, mein Rennprogramm mit dem LMP1-Team ByKolles zu unterbrechen. Ich werde daher beim anstehenden WEC-Saisonauftakt in Silverstone und auch bei anderen WEC-Rennen nicht fahren", erklärte Kubica.

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