ADAC GT Masters 2026: BMW beim offiziellen Test in Spielberg vorn
Schubert-Pilot Sandro Holzem fährt im BMW M4 GT3 Evo die Tagesbestzeit beim offiziellen Vorsaisontest - Razoon-Team mit 181 Runden am fleißigsten
Sandro Holzem fuhr im Schubert-BMW die Bestzeit am offiziellen Testtag in Spielberg
Foto: ADAC Motorsport
Sandro Holzem (Schubert Motorsport) hat sich die erste Bestzeit der Saison 2026 im ADAC GT Masters gesichert. Beim offiziellen Testtag am Mittwoch auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg (Österreich) fuhr der BMW-Pilot in 1:29.631 Minuten an die Spitze des Feldes.
"Wir haben von Anfang an bemerkt, dass die Basis des Autos passt. Daher haben wir nur noch ein paar Kleinigkeiten angepasst und ein paar Sachen ausprobiert", erklärt Sandro Holzem, der sich gut für den Saisonauftakt vom 24. bis 26. April an gleicher Stelle vorbereitet fühlt: "Wir haben das Paket und wissen, dass wir beide schnell genug sind. Wir werden alles geben, um die Meisterschaft am Ende zu gewinnen."
Teamkollege und Zwillingsbruder Juliano Holzem hatte die zweitschnellste Zeit des Vormittags gesetzt, obwohl das Duo nach Umbauarbeiten am BMW M4 GT3 Evo erst später aus der Box fuhr.
Der Tag am Red-Bull-Ring präsentierte sich durchwegs bewölkt. Nach nächtlichen Regenfällen trocknete die Strecke über den Vormittag stetig ab, die Streckentemperatur stieg jedoch nicht über 14,5 Grad Celsius. Hinter Holzem kam Rookie Colin Bönighausen (Razoon - more than Racing) mit 0,103 Sekunden Rückstand auf Rang zwei.

Das Porsche-Team Razoon war das Team mit den meisten Runden
Foto: ADAC Motorsport
Bönighausens Teamkollege Leo Pichler hatte mit dem Porsche 911 GT3 R bereits die schnellste Zeit des Vormittags gesetzt. "Wir haben die halb trockenen, halb nassen Bedingungen am Morgen maximal genutzt, um ein gutes Gefühl zu bekommen. Schließlich wissen wir aus der vergangenen Saison, dass solche Bedingungen auch am Rennwochenende nicht unwahrscheinlich sind", erklärt Pichler. Das Duo war mit 181 absolvierten Runden auch das fleißigste des Tages.
Die Top 3 wurden von Pichlers österreichischer Landsmann Kiano Blum (Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 komplettiert. Dem Rookie fehlten 0,194 Sekunden zur Spitze. Auf dem vierten Rang sortierte sich mit Leyton Fourie (FK Performance Motorsport) der zweite BMW ein. Die Top 5 komplettierte Emil Gjerdrum (Haupt Racing Team) in einem weiteren Ford.
Mit 170 Runden zeigte sich auch Neueinsteiger Comtoyou Racing äußerst engagiert. Jamie Day/Baudouin Detout nutzten in ihrem Aston Martin Vantage GT3 Evo die feuchten Bedingungen des Vormittags und konzentrierten sich danach auf mehrere Longruns sowie Qualifying-Simulationen.
"Wir haben am Set-up des Autos gearbeitet und der Tag lief wirklich gut", schildert Rookie Detout und fügt hinzu: "Aktuell weiß niemand, was der andere macht und wir können es jetzt kaum mehr erwarten, endlich im Zeittraining zu sehen, wo wir wirklich stehen."

HGL Racing konzentrierte sich auf den Feinschliff des Audi R8 LMS GT3 Evo II
Foto: ADAC Motorsport
Auf einen Einsatz im Nassen hatte HGL Racing hingegen verzichtet. Der Audi R8 LMS GT3 Evo II des zweiten Neueinsteiger-Teams wurde nach den Wintertestfahrten nochmals deutlich überarbeitet und sollte bei der feuchten Strecke am Morgen keinem Risiko ausgesetzt werden. Trotzdem hat das Team alle geplanten Aufgaben erledigt und Simon Connor Primm fühlt sich gut vorbereitet für den Saisonauftakt.
"Wir haben eine gute Basis aufgebaut. Natürlich müssen noch ein paar Schräubchen gedreht werden, dann geht es noch ein bisschen nach vorne, aber soweit konnten wir unser Programm reibungslos abspulen. Wir hatten keine Probleme mit den niedrigen Temperaturen. Ich würde mir sogar wünschen, dass es am ersten Rennwochenende ähnlich wäre", so Primm.
Tickets für den Saisonauftakt des ADAC GT Masters vom 24. bis 26. April auf dem Red-Bull-Ring im Rahmen der DTM sind ab 49 Euro erhältlich. Alle Fans, die das Österreich-Gastspiel zuhause verfolgen wollen, können sich auf Live-Berichterstattung im Free-TV auf Sport1 sowie alle Rennen im Stream auf Sport1.de, Joyn, ServusTV On und auf dem YouTube-Kanal ADAC Motorsports freuen.
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