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ADAC GT Masters 2026: Endurance-Spektakel am Lausitzring als Härtetest

Saisonrennen fünf und sechs des ADAC GT Masters auf dem Lausitzring: Tabellenführer Hirsiger/Zulauf die Gejagten, Primm und HGL Racing vor Heimspiel

ADAC GT Masters 2026: Endurance-Spektakel am Lausitzring als Härtetest

Startaufstellung des ADAC GT Masters auf dem Lausitzring (Foto: 2025)

Foto: ADAC Motorsport

Das ADAC GT Masters macht sich zu seiner dritten Saisonstation auf den Weg zum Lausitzring. Vom 19. bis 21. Juni gastiert die GT3-Nachwuchsliga des ADAC auf der 3,478 Kilometer langen Strecke in der malerischen Urlaubsregion des Lausitzer Seenlandes. Zum ersten Mal in dieser Saison werden zwei Endurance-Läufe ausgetragen.

Für alle Fans von entweder Rock 'n' Roll und/oder Fußball warten weitere Highlights: Am Samstagabend tritt "Dick Brave" alias Sasha auf, direkt im Anschluss gibt es ein Public-Viewing der Fußball-Weltmeisterschaft, wo Deutschland auf die Elfenbeinküste trifft. Fans können für das Event im Rahmen der DTM noch Tickets ab 59 Euro erwerben.

Für Zuschauer zu Hause gibt es das Sonntagsrennen sowie die Highlights vom Samstag des Lausitzring-Wochenendes ab 15:05 Uhr in voller Länge auf Sport1 im Free-TV. Darüber hinaus sind die Rennen jeweils um 15:10 Uhr im Stream auf Joyn, auf ServusTV On und auf dem YouTube-Kanal ADACMotorsports live zu sehen.

Die Favoriten in der Lausitz

Als heiße Kandidaten auf die vorderen Plätze gehen auch am Lausitzring die Tabellenführer im Lamborghini Huracan GT3 Evo 2 ins Rennen. Felix Hirsiger/Finn Zulauf (Liqui Moly Team Engstler Motorsport) haben bisher bei jedem Saisonevent ein Rennen gewonnen und dadurch einen Vorsprung von 18 Punkten auf ihre Verfolger Tim Zimmermann/Leyton Fourie (FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo.

Zulauf erzielte in der Lausitz im Vorjahr die Poleposition und führte das Rennen bis zu einem technischen Defekt an. Entsprechend optimistisch reist er an: "Der Lausitzring ist meine Lieblingsstrecke. Zum einen ist er sehr charakterstark mit den ganzen Bodenwellen und zum anderen ist es meine mit Abstand erfolgreichste Strecke."

"Ich hatte in jeder Serie, mit der ich dort gefahren bin, eine Poleposition. Das macht mich sehr zuversichtlich, wenngleich natürlich viele Faktoren eine Rolle spielen. Am wichtigsten ist, konstant vorne dabei zu sein und viele Punkte für die Meisterschaft zu sammeln", so Zulauf.

Zwei Endurance-Rennen über jeweils 80 Minuten

Ihre Kontrahenten Zimmermann und Fourie erlebten in der vergangenen Saison ein schwieriges Wochenende am Lausitzring. Das ist für Fourie aber abgehakt, denn die Gründe kennt sein Team FK Performance Motorsport und sie reisen mit dem Rückenwind des ersten Saisonsieges in Zandvoort in die Lausitz.

"Die Strecke ist für unseren BMW nicht unbedingt optimal, trotzdem versuchen wir das Beste aus dem Paket herauszuholen und machen uns nicht allzu große Sorgen", so Fourie.

Fourie und Zimmermann haben 2025 auf dem Salzburgring den bisher letzten im ADAC GT Masters ausgetragenen Endurance-Lauf gewonnen und freuen sich daher schon auf die beiden anstehenden Rennen. Es werden jeweils 80 Minuten gefahren, zwei Fahrer- sowie ein Reifenwechsel absolviert und nachgetankt.

"Im vergangenen Jahr wussten wir zu Beginn nicht genau, was der Reifen über ein Endurance-Rennen braucht. Das haben wir zum Ende hin deutlich besser verstanden und haben schließlich gewonnen. Der Reifen hat bei unserem Sieg am Salzburgring wirklich lange gehalten", sagt Fourie.

"Ich genieße dieses Rennformat, außer es ist zu heiß. Es ist eine Abwechslung zu den anderen Rennwochenenden und bringt neue Spannung rein", so Fourie. Bei angekündigten Temperaturen über 30 Grad Celsius am Wochenende in der Lausitz könnten die beiden Rennen jedoch zum Härtetest für Piloten und Autos werden.

Start des ADAC GT Masters 2025 auf dem Lausitzring

Start des ADAC GT Masters auf dem Lausitzring (Foto: 2025)

Foto: ADAC Motorsport

Einer, der mit sehr hohen Ambitionen anreist, ist Leo Pichler. Der Porsche-Pilot hat im vergangenen Jahr mit seinem Team "Razoon - more than Racing" beide Rennen auf dem Lausitzring gewonnen. Nun kehrt er mit seinem neuen Teamkollegen Colin Bönighausen an den Ort des Erfolges zurück.

"Ich erinnere mich natürlich sehr gerne an das vergangene Jahr. Das war das beste Wochenende, das ich und mein Team bisher im ADAC GT Masters gehabt haben. Es wäre unglaublich, wenn wir das auch nur im Ansatz so wiederholen könnten", so Pichler, der in der aktuellen Saison ebenfalls schon einen Rennsieg erzielte und auf Rang fünf der Meisterschaft liegt.

"Wir haben viel Selbstvertrauen gewonnen. Entsprechend geben wir am Lausitzring natürlich unser Maximum und hoffen, dass wir dort wieder einen Sieg herausholen. Die Strecke ist sehr selektiv. Es gibt keine langweiligen Passagen, da es ständig hin- und hergeht und auf jedes Detail ankommt. Ich kann es kaum erwarten, dort loszulegen."

Heimspiel für HGL Racing und Simon Connor Primm

Für Simon Connor Primm und sein Neueinsteiger-Team HGL Racing aus Leipzig wartet am Lausitzring das Heimspiel. Mit seiner ehemaligen Mannschaft stand Primm 2025 schon kurz vor dem Sieg auf seiner Heimstrecke, bis die Technik ihm einen Strich durch die Rechnung machte.

Connor Primm

Für Connor Primm (HGL Racing) ist der Lausitzring die Heimstrecke

Foto: ADAC Motorsport

"Der Lausitzring ist keine einfache Strecke durch die Bodenwellen. Die lange Gerade ist vielleicht nicht optimal für unseren Audi, aber generell sollte der Kurs unserem Auto sehr gut liegen", erklärt Primm.

Ziel für den Piloten aus Großschirna und das Team HGL Racing bleiben Top-5-Ergebnisse in der Debüt-Saison im ADAC GT Masters. In sein Heimspiel geht er mit zusätzlicher Motivation. "Viele Familienmitglieder und Sponsoren werden anreisen. Es ist auch für sie ein schönes Erlebnis, alles live statt nur im Fernsehen zu sehen", so Primm.

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