ADAC GT Masters Hockenheim 2021: Grasser verwandelt in hartem Rennen

Mirko Bortolotti wahrt seine Titelchancen und gewinnt in Hockenheim, Mies/Feller bauen aber mit P2 ihre Führung aus - Nullnummer nach Zeitstrafe für Buhk/Marciello

ADAC GT Masters Hockenheim 2021: Grasser verwandelt in hartem Rennen

GRT Grasser hat die Poleposition verwandelt: Mirko Bortolotti und Marco Mapelli siegten im Samstagsrennen des ADAC GT Masters in Hockenheim. (Ergebnis hier nachschauen) Viel können sie aber in der Gesamtwertung nicht aufholen, denn Christopher Mies und Ricardo Feller kamen im Land-Audi auf den zweiten Platz. Platz drei ging an den SSR-Porsche #92 (Ammermüller/Jaminet).

Für einige Diskussionen nach dem Rennen dürften diverse harte Szenen nach einem Safety-Car-Restart sorgen. Insbesondere der Landgraf-Mercedes #70 (Buhk/Marciello; 5.) muss sich wegen zwei Szenen verantworten, denen unter anderem der WRT-Audi #32 (Vanthoor/Weerts; DNF) zum Opfer fiel. Das Resultat ist eine Zeitstrafe von 30 Sekunden gegen Buhk.

Woran aber nicht zu rütteln ist, ist der souveräne Start-Ziel-Sieg von Bortolotti/Mapelli im Grasser-Lambo #63. Mirko Bortolotti setzte sich bereits am Start durch, der wegen einer defekten Ampel durch das Schwenken der deutschen Nationalflagge erfolgt. Der Austro-Italiener fuhr in seinem Stint ein kleines Sicherheitspolster heraus.

Ruhige erste Rennhälfte in Hockenheim

Ricardo Feller kam im Land-Audi #29 (Mies/Feller) kurz vor dem Boxenstopp zwar näher, aber niemals in eine echte Angriffsposition. Ebenso statisch war das Rennen in der ersten Hälfte dahinter. Mathieu Jaminet lag im SSR-Porsche #92 (Ammermüller/Jaminet) auf einem ungefährdeten dritten Rang vor dem ebenso ungefährdeten Christian Engelhart im Bernhard-Porsche #75 (Engelhart/Preining).

Hinter den beiden 911ern umrundeten Luca Stolz im Toksport-WRT-Mercedes #22 (Engel/Stolz) und Raffaele Marciello im Landgraf-Mercedes #70 (Marciello/Buhk) den Hockenheimring im Formationsflug. Die erste SC-Phase 19 Minuten vor Schluss brachte Würze ins Rennen. Sie wurde nötig, weil Constantin Schöll den Zakspeed-Mercedes #20 (Schöll/Still) abstellen musste.

Denn beim Restart ging es hoch her. Marco Mapelli, Christopher Mies und Michael Ammermüller behaupteten die ersten drei Positionen, dahinter verstrickte Thomas Preining die beiden Mercedes-AMG-Fahrer Maro Engel und Maximilian Buhk in harte Zweikämpfe. Die Botschaft war klar: Preining schirmte den Markenkollegen Ammermüller ab, der noch intakte Titelchancen hat.

Es kracht rund um Maximilian Buhk

Doch die Duelle wurden zu wild: Mehrfach kam es zu Kontakt zwischen Preining und Buhk. Nach einer weiteren Berührung mit Engel drehte sich Preining schließlich im Motodrom, das Rennen war für ihn und Engelhart gelaufen. Doch es wurde auf den Verfolgerplätzen munter weiter gekämpft, unter anderem drehte Buhk Dries Vanthoor im WRT-Audi #32 (Vanthoor/Weerts) um.

 

Zudem landete Martin Ragginger im MRS-Porsche #14 (Ragginger/Hackländer) im Kiesbett, was erneut das Safety-Car auf den Plan rief. Drei Minuten vor Schluss gab die Rennleitung den Lauf wieder frei. Erneut ließ sich Mapelli nicht die Butter vom Brot nehmen.

Er führte das Feld weiterhin vor Mies und Ammermüller an. An der Reihenfolge der Top 3 änderte sich bis zum Schluss nichts mehr, sodass Bortolotti und Mapelli über ihren ersten Saisonsieg jubeln dürfen. Mit der optimalen Punkteausbeute am Samstag mischt der Austro-Italiener im Grasser-Lamborghini #63 wieder im Titelkampf mit.

Hinter den Top 3 erkämpften sich in der Schlussphase Maro Engel und Maximilian Buhk die Plätze vier und fünf, vor Patric Niederhauser im Phoenix-Audi #4, Franck Perera im Grasser-Lamborghini #19, Jannes Fittje im Joos-Porsche #91, Hugo Sasse im Grasser-Lamborghini #82 und Christopher Haase im Land-Audi #28. Die Reihenfolge kann sich aber noch ändern.

Update 20:30 Uhr: Maximilian Buhk erhält für den Zwischenfall mit Dries Vanthoor eine Zeitstrafe von 30 Sekunden. Damit fallen Buhk und Teamkollege Raffaele Marciello in der Wertung bis auf Platz 20 zurück. Das Duo geht somit leer aus.

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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