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Rennbericht

ADAC GT Masters Lausitzring: Zimmermann/Fourie Halbzeitmeister

Zweiter Saisonsieg für das BMW-Duo Tim Zimmermann und Leyton Fourie - Lokalmatador Primm fährt mit Rogalski im Audi P2 - Ford erneut auf Platz drei

ADAC GT Masters Lausitzring: Zimmermann/Fourie Halbzeitmeister

Leyton Fourie, Tim Zimmermann setzten sich am Sonntag in der Lausitz durch

Foto: ADAC Motorsport

Halbzeitmeister mit Ausrufezeichen: Tim Zimmermann/Leyton Fourie (FK Performance Motorsport) haben das zweite Rennen des ADAC GT Masters 2026 auf dem Lausitzring mit 5,574 Sekunden Vorsprung dominant gewonnen.

Mit ihrem zweiten Saisonerfolg übernahmen die BMW-Piloten die Tabellenführung und sind Halbzeitmeister. Platz zwei sicherten sich Lokalmatador Simon Connor Primm aus Großschirma und Robin Rogalski im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 von HGL Racing. Das Podium komplettierten Max Reis/Emil Gjerdrum im Ford Mustang GT3 vom Haupt Racing Team.

"Mit diesem Ausgang hätte ich niemals gerechnet, als wir ins Wochenende gestartet sind. Wir können dem Team nur danken, denn die Strategie war unglaublich", strahlt Fourie, der auch die "Road-to-DTM"-Wertung für sich entschied. "Dass wir nun Halbzeitmeister sind, hätte ich nach dem schwierigen Saisonstart nicht geglaubt. Wir müssen dieses Momentum nun mitnehmen und die Führung halten."

Teamkollege Zimmermann freut sich über die Tabellenführung und den Sieg, drückt aber auf die Euphoriebremse: "Halbzeit heißt, dass noch die zweite Hälfte der Saison vor uns liegt und viel passieren kann. Ich bin sehr froh über den heutigen Ausgang und die Punkte. Es lief alles perfekt. Wir hätten nicht erwartet, so konkurrenzfähig zu sein, gerade weil der Audi heute Morgen extrem schnell war. Aber unser BMW hat sich klasse angefühlt. Ich habe versucht, die Balance zwischen Vollgas und Reifenschonen zu finden und der Plan ging auf."

ADAC GT Masters auf dem Lausitzring

Nach ihrem Sieg sind Fourie/Zimmermann nun Halbzeitmeister im ADAC GT Masters

Foto: ADAC Motorsport

Am Start des 80-minütigen Endurance-Rennens hielt Polesetter Primm im Audi die Führung und baute in seinem Stint den Vorsprung auf über sieben Sekunden gegenüber Fourie im BMW aus. Dahinter setzte sich Ford-Pilot Emil Gjerdrum auf Rang drei. Während der ersten Boxenstopp-Phase entschieden sich HGL Racing und das Haupt Racing Team für den kurzen Stopp und gingen gemeinsam mit Felix Hirsiger (Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini deutlich in Führung.

Der BMW von FK Performance erhielt beim ersten Stopp hingegen frische Pneus, doch Zimmermann machte die längere Standzeit durch starke Rundenzeiten am Fließband wett. "Tim hat einen super zweiten Stint gefahren. Ich hatte am Ende zwar kaum mehr Reifen übrig, aber der Abstand nach hinten war groß genug, um das zu managen", lacht Fourie, der nach dem zweiten Boxenstopp deutlich in Führung wieder zurück auf die Strecke kam.

Hinter dem späteren Sieger wirbelte die zweite Boxenstopp-Phase das Feld nochmals ordentlich durcheinander. Zunächst lagen die beiden Porsche 911 GT3 R von "Razoon - more than Racing" mit Pavel Lefterov und Leo Pichler auf Podiumskurs, da sie ebenfalls die Reifen schon beim ersten Fahrerwechsel getauscht hatten.

In der Endphase zollten sie den abbauenden Pneus jedoch Tribut, während von hinten Primm im Audi und Emil Gjerdrum im Ford herannahten und mit ihren frischen Reifen beide Porsche überholten. Somit feierten Primm aus Großschirma und sein Team HGL Racing aus Leipzig gemeinsam mit Rogalski das erste Podium im ADAC GT Masters beim Heimrennen auf dem Lausitzring.

Start des Sonntagsrennens im ADAC GT Masters 2026 auf dem Lausitzring

Start des Sonntagsrennens im ADAC GT Masters 2026 auf dem Lausitzring

Foto: ADAC Motorsport

"Das Rennen hat unglaublich Spaß gemacht. Ich konnte einen Vorsprung herausfahren und habe schnell bemerkt, dass wir heute das beste Auto hatten. Tausend Dank an Audi und meinen Teamchef Tobias Seyffarth, dem das gemeinsam mit unseren Ingenieuren gelungen ist", strahlt Primm. "Als ich zu meinem finalen Stint wieder auf die Strecke kam, wusste ich, dass ich mit den frischen Reifen gute Chancen haben würde, den Porsche nochmal anzugreifen. Es war ein faires Duell und ich freue mich riesig über Platz zwei beim Heimrennen."

Platz drei ging - wie bereits am Samstag - an Emil Gjerdrum und Reis im Ford. "Ich bin wirklich glücklich über dieses Podium. Das Ergebnis zeigt das Potenzial, von dem wir immer wussten, dass es in uns steckt", strahlt Gjerdrum, der zum Schluss mit einem starken Manöver noch Platz drei gegen Lefterov sicherte.

"Dieses Rennen hat unglaublich Spaß gemacht durch sehr viele, teils knappe Überholmanöver. Es war eines meiner coolsten Rennen bisher. Ich glaube, beide Strategien hatten heute Vor- und Nachteile. Aber wie es aussieht, war für uns der Reifenwechsel zum Ende die richtige Entscheidung", so Gjerdrum.

Lefterov/Kastelic wurden am Ende Vierte. Platz fünf ging an die bisherigen Tabellenführer Hirsiger/Zulauf (Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini. Sechste wurden Jamie Day/Baudouin Detout (Comtoyou Racing) im Aston Martin Vantage GT3 Evo vor Pichler/Bönighausen, die mit ihrem Porsche noch bis auf P7 zurückfielen.

Platz acht ging an das BMW-Duo Storm Gjerdrum/Rauer (FK Performance Motorsport) vor ihren Markenkollegen Sandro und Juliano Holzem (Schubert Motorsport). Die Vortagessieger hatten am Start mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen und fielen deshalb zeitweise ans Ende des Feldes zurück. Die Top 10 wurden von John Paul Southern/Jonas Karklys (Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracan GT3 Evo 2 komplettiert.

Bereits in knapp drei Wochen geht das ADAC GT Masters 2026 in die nächste Runde. Vom 10. bis 12. Juli gastiert die GT3-Nachwuchsliga des ADAC beim Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring. Im vergangenen Jahr reisten rund 134.000 Fans zu diesem Spektakel in die Eifel.

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