ADAC GT Masters Sachsenring: Notizen vom Sonntag

Ein Jubiläum, vorbildliche Konstanz und bekannte und weniger bekannte VIPs: Notizen aus dem Fahrerlager am Abschlusstag auf dem Sachsenring

ADAC GT Masters Sachsenring: Notizen vom Sonntag

Der Aust-Audi #3 (Asch/Keilwitz) konnte wegen einer defekten Antriebswelle nicht ins Rennen starten. Es handelt sich um eine Spätfolge des Unfalls von Sebastian Asch im Qualifying. "Der Schaden war nicht sichtbar", sagt Frank Aust gegenüber 'Motorport.com Deutschland'. Es war der zweite Qualifying-Crash von Asch nach dem Saisonauftakt in Oschersleben.

- Die Sportkommissare entschieden beim Zwischenfall zwischen Hendrik Still und Norbert Siedler auf "no further action". Kein Fahrer sei überwiegend schuld. Der Zakspeed-Mercedes #20 (Still/Schöll) schied aus, der Yaco-Audi #54 (Siedler/Reicher) wurde an einem Sonntag zum Vergessen 18.

- Norbert Siedler verursachte im Qualifying eine Rote Flagge. Seine Diagnose: Fahrfehler, kein technischer Defekt. Er kam anschließend nicht mehr los, womit die Sitzung unterbrochen werden musste.

- Nachdem Konstanz zu Beginn der Saison beim Toksport-Mercedes #22 (Engel/Stolz) ein Fremdwort gewesen ist, sind Maro Engel und Luca Stolz nun wahre Musterschüler in dieser Disziplin: Das sehenswerte Manöver von Stolz in der letzten Kurve brachte beiden den vierten zweiten Platz in Folge ein. In Zandvoort gab es im Samstagsrennen einen weiteren, womit Engel/Stolz nun die Hälfte aller Rennen auf P2 beenden haben!

- Stolz bestritt am Sonntag sein 100. Rennen im ADAC GT Masters. Der 26-Jährige startete erstmals 2014 in der Rennserie und holte in dieser Zeit sechs Polepositions und zwei Siege.

- Der Boxenstopp bei T3 Motorsport war drei Sekunden zu kurz, weil das Racelogic (ein Boxenstopp-Managementsystem inklusive Countdown) ausgesetzt und ein Back-up-System ebenfalls nicht wie gewünscht funktioniert hat.

- Sachsen gilt als Region mit großer Motorsportbegeisterung. Zahlreiche begeisterte Zuschauer besuchten den fünften Saisonlauf der Deutschen GT-Meisterschaft. Das ADAC GT Masters war die erste Motorsportveranstaltung in diesem Jahr am Sachsenring, die Fans live an der Strecke und im Fahrerlager verfolgen konnten.

- Der ehemalige Bobstar Kevin Kuske schaute als Gast am Samstag auf dem Sachsenring vorbei. Der Potsdamer, der mit vier Gold- und zwei Silbermedaillen der erfolgreichste Bobsportler der olympischen Geschichte ist, besuchte mehrere Teams in den Boxen, traf sich zum Austausch mit dem ehemaligen Formel-1-Piloten Markus Winkelhock und gab vor dem Samstagsrennen dem Feld des ADAC GT Masters das Signal zum Starten der Rennmotoren. Nach dem Rennen überreichte der 42-Jährige den erfolgreichsten Fahrern bei der Siegerehrung die Pokale.

- Ein siebenjähriger Fan des ADAC GT Masters, Emil, durfte am Sachsenring seinen Preis genießen, den er sich bei einem Malwettbewerb im Sommer verdient hat. Er hat an einem Wettbewerb der Kindergärten seiner Heimatstadt Heiligenstadt teilgenommen. Aufgabe: einen coolen Rennwagen malen. Emils Siegerbild wurde von Jannes Fittje ausgewählt und zierte auf dem Sachsenring seinen Porsche 911 GT3 R. Emil und seine Eltern erlebten das Wochenende als VIP-Gäste.

- Beim nächsten Aufschlag des ADAC GT Masters in Hockenheim werden zahlreiche Präsentationen von GT-Fahrzeugen der nächsten Generation erwartet. Mehrere Hersteller wollen ihre neuen GT3- und GT4-Modelle zeigen.

- Am Dienstag, dem 5. Oktober, strahlt der MDR um 21 Uhr seine 45-minütige Doku "Oschersleben im Rennfieber - heiße Kurven, heiße Eisen" aus. Dabei wird das Team Schubert begleitet. Die Reportage ist bereits in der MDR-Mediathek verfügbar.

Mit Bildmaterial von Alexander Trienitz.

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