ADAC GT Masters Spielberg: Scherer Sport Phx siegt nach Kraftakt
Nico Hantke und Denis Bulatov feiern im Audi von Scherer Sport Phx ihren Debüt-Sieg im ADAC GT Masters: Tabellenführer bauen Meisterschafts-Vorsprung aus
Scherer Sport Phx hat das Samstagsrennen auf dem Red-Bull-Ring gewonnen
Foto: ADAC Motorsport
Mammutaufgabe und sensationelle Leistung für Scherer Sport Phx am Red-Bull-Ring. Nico Hantke/Denis Bulatov haben im Audi R8 LMS GT3 Evo2 das Samstagsrennen des ADAC GT Masters gewonnen - der erste Sieg in der Serie für die Mannschaft, die einst aus Phoenix Racing formiert wurde und gleichzeitig der erste Audi-Erfolg seit 2022 in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC. Eine Leistung der Extraklasse, denn das Team hatte das Auto nach einem Unfall in der Vorwoche von der Rohkarosse an wieder komplett neu aufgebaut.
"Es ist ein unglaubliches Gefühl, jetzt zum ersten Mal ganz oben zu stehen. Es freut mich riesig für das ganze Team, dass sich ihre harte und nächtelange Arbeit auszahlt", strahlte Hantke. "Unser Ziel war, hier oben zu stehen und wir haben schon am Donnerstag gemerkt, dass die Möglichkeit besteht."
Sein Teamkollege Bulatov fügte strahlend hinzu: "Dieser Sieg geht an unser Team, denn ohne sie wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Ich bin sehr glücklich, dass es endlich mal geklappt hat. Nico hat mir einen guten Vorsprung mitgegeben, aber zum Ende hatten wir einige Probleme mit den Reifen. Ich habe nur gehofft, dass kein Safety-Car kommt und die Runden gezählt."
Polesetter Hantke setzt sich schnell ab
Die weiteren Podiumsplatzierungen teilten die Piloten des Haupt Racing Teams untereinander auf. Die Tabellenführer Salman Owega/Finn Wiebelhaus wurden im Ford Mustang GT3 Zweite, dahinter lagen ihre Teamkollegen Max Reis/Niklas Kalus.

Nico Hantke und Denis Bulatov feierten ihren Debüt-Sieg im ADAC GT Masters
Foto: ADAC Motorsport
Von Beginn an ließ Polesetter Hantke keinen Zweifel an den Siegambitionen von Scherer Sport Phx. Runde um Runde setzte er sich weiter vom Feld ab und lag zwischenzeitlich knappe zehn Sekunden vorne. Die Ziellinie überquerte die Audi-Mannschaft schließlich mit 5,481 Sekunden Vorsprung. Dahinter kämpften zunächst Kalus und Owega um Rang drei, wobei sich Kalus am Ende durchsetzte.
Nach dem Fahrerwechsel drehte sich das Blatt und nun griff Wiebelhaus das Schwesterauto mit Reis an. Die beiden lieferten sich einen harten Kampf ums Podium, der schließlich positiv für Wiebelhaus endete. Beide eröffneten nun die Jagd auf die Zwillinge Sandro und Juliano Holzem (Schubert Motorsport), die zu dieser Zeit Platz zwei innehatten. Zunächst fand Wiebelhaus seinen Weg an Juliano Holzem vorbei und sicherte die zweite Position.
Ford-Duell im Kampf um Platz zwei und drei
"Salman hatte zu Beginn etwas Schwierigkeiten mit dem Reifendruck, hat mir für meinen Stint aber noch gut erhaltene Reifen übergeben", erklärte Wiebelhaus. "Ich wusste, dass ich gleich aus der Box raus um Positionen kämpfen muss. Unser Auto lag super, ich konnte eine gute Pace und schöne Überholmanöver zeigen. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis, auch in Hinblick auf die Meisterschaft."

Die beiden Ford Mustang GT3 lieferten sich über das Rennen zahlreiche Zweikämpfe
Foto: ADAC Motorsport
Teamkollege Reis strahlte über die Podiumsplatzierung, nachdem er in einem sehenswerten Duell ebenfalls seinen Weg an Holzem vorbei auf Platz drei gefunden hatte. "Ich bin sehr glücklich. Natürlich möchte ich gewinnen, aber die letzten Runden waren wirklich hart", erklärte der Mustang-Pilot. "Ich hatte mit dem Auto zu kämpfen, aber es ist mir gelungen, ruhig zu bleiben und das Auto unter Kontrolle zu halten."
Die Holzem-Zwillinge mussten sich im BMW M4 GT3 Evo schließlich mit Rang vier begnügen. Rang fünf und der Sieg im Pro-Am-Cup gingen an Jonas Karklys (Emil Gjerdrum (Team Engstler by GRT) im Lamborghini Huracan GT3 Evo2 vor ihren Markenkollegen Finn Zulauf/Simon Connor Primm (Paul Motorsport).
Auf der siebten Position sortierten sich die Lokalmatadoren Leo Pichler/Simon Birch (Razoon) im Porsche 911 GT3 R vor den Gaststartern Ernst Kirchmayr/Fabrizio Crestani (Baron Motorsport) im Ferrari 296 GT3 ein. Die Top 10 wurden durch die BMW-Piloten Eduardo Coseteng/Julian Hanses (FK Performance) und das Porsche-Duo Alexander Schwarzer/Alexander Fach (Fach Auto Tech) komplettiert.
In der Meisterschaft ist Owega/Wiebelhaus mit Rang zwei im Samstagsrennen ein wichtiger Schritt gelungen. Mit 152 Punkten liegen sie nun 21 Zähler vor Tim Zimmermann/Leyton Fourie (FK Performance), die das Rennen nach zahlreichen Zweikämpfen und Zwischenfällen nur auf der elften Position beenden konnten. Pichler/Birch liegen immer noch auf Rang drei, mittlerweile allerdings mit 42 Punkten Rückstand.
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