ADAC GT Masters Zandvoort 2021: Erster Audi-Saisonsieg nach Lamborghini-Strafe

Feller/Mies bescheren dem Audi-Lager in Zandvoort den ersten Sieg im ADAC GT Masters 2021 - Grasser verkalkuliert sich und verschenkt so möglichen Lambo-Erfolg

ADAC GT Masters Zandvoort 2021: Erster Audi-Saisonsieg nach Lamborghini-Strafe

Ricardo Feller und Christopher Mies holen für Audi den ersten Saisonsieg im ADAC GT Masters 2021. Das Land-Duo setzte sich von der Pole aus beim Samstagsrennen in Zandvoort durch. Die Entscheidung fiel nach einer Strafe gegen Bortolotti/Costa im Grasser-Lamborghini #63.

Das Podium komplettieren Stolz/Engel im Toksport-WRT-Mercedes #22 als Zweite und Yelloly/Krohn im Schubert-BMW #10 als Dritte. Die Meisterschaftsführenden Ammermüller/Jaminet im SSR-Porsche #92 sahen auf Rang sechs die Zielflagge.

Am Start behauptete Feller die Führung und reihte sich vor Bortolotti und Engel ein. Schon in der ersten Runde musste allerdings das Safety-Car auf die Strecke gehen. Grund war ein Abflug von Daniel Keilwitz im Aust-Audi #3 (Keilwitz/Asch) in Kurve 3. Der Audi musste aus dem Kiesbett geborgen werden.

Zandvoort: Zwei frühe Safety-Car-Phasen

Feller, Bortolotti und Engel setzten sich beim Restart zusammen mit Sven Müller im Herberth-Porsche #99 (Renauer/Müller) minimal vom restlichen Feld ab. Dahinter kämpfte sich Nick Yelloly im Schubert-BMW #10 (Yelloly/Krohn) an Charles Weerts im WRT-Audi #32 (Weerts/Vanthoor) vorbei.

 

Nach rund 18 Minuten gab es die zweite Safety-Car-Phase. Diesmal hatte Klaus Bachler den Herberth-Porsche #7 (de Silvestro/Bachler) nach einem Problem in Kurve 1 abgestellt. Auch hier setzte sich Feller beim Restart vor Bortolotti, Engel, Müller und Yelloly durch. Die Top-5 setzten sich sofort wieder von Weerts ab, der unter Druck von hinten geriet.

Weerts und auch Yelloly kamen gleich nach Öffnen des Boxenstoppfensters herein, ebenso wie einige weitere Fahrzeuge. Bei WRT verlor man beim Stopp noch eine Position an den Landgraf-Mercedes #70 (Marciello/Buhk). Feller, Bortolotti, Engel und Müller hingegen blieben draußen. Mit Ausnahme von Bortolotti steuerten sie alle ihre Box rund 29 Minuten vor Schluss an.

Bortolotti wartete noch eine Runde, geriet dadurch allerdings in den Verkehr derjenigen Fahrzeuge, die ihren Pflicht-Boxenstopp bereits absolviert haben. Doch der Poker ging auf: Costa ging als Führender zurück auf die Strecke und hatte dabei sogar noch ein Polster von rund zwei Sekunden auf Mies. Dahinter lagen Stolz, Krohn und Renauer.

Strafe wirft Grasser-Lamborghini aus dem Sieg-Kampf

Allerdings ging beim Grasser-Stopp nicht alles glatt: Aufgrund einer Unterschreitung der Mindest-Standzeit musste Costa für eine Durchfahrtsstrafe an die Box kommen. Aus dem gleichen Grund wurde mit der #82 (Mapelli/Zimmermann) übrigens ein zweiter Grasser-Lamborghini bestraft.

 

Mies, der die Lücke nach vorn schließen konnte, erhielt so die Führung zurück. Rund 17 Minuten vor dem Ende saß Costa die Strafe ab, was ihn auf P12 zurückwarf. Danach waren die Positionen an der Spitze bezogen: Audi-Pilot Mies hatte nun als Führender ein Polster von mehr als drei Sekunden auf Stolz. Weitere vier Sekunden dahinter fuhr Yelloly, der seinerseits rund zwei bis drei Sekunden vor Renauer lag.

Mies ließ nichts mehr anbrennen und baute seinen Vorsprung bis auf mehr als fünf Sekunden aus. Stolz, Krohn und Renauer fuhren die Plätze zwei, drei und vier nach Hause. Vanthoor komplettiert die Top-5, gefolgt von Ammermüller.

In den Top 10 landeten außerdem Schmidt/Kirchhöfer (Callaway-Corvette #77), Walilko/Gounon (Zakspeed-Mercedes #13), Marciello/Buhk (Landgraf-Mercedes #70) und Schramm/Marschall (Rutronik-Audi #33). Bortolotti/Costa blieben auf P12 hängen.

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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