Blitz-Comeback von David Jahn im ADAC GT Masters: Gleich Bestzeit!

David Jahn kehrt überraschend in den Porsche 911 GT3 R zurück: Comeback bei Joos - Wie die vergangenen 48 Stunden liefen und warum Johannes Stengel nicht fährt

Blitz-Comeback von David Jahn im ADAC GT Masters: Gleich Bestzeit!

Das kam überraschend: Auf dem Porsche 911 GT3 R von Joos Sportwagentechnik fuhr am Freitag plötzlich neben Marco Holzer nicht Johannes Stengel, sondern David Jahn. Es hat einen blitzschnellen Wechsel auf dem blauen Porsche 911 GT3 R gegeben. Jahn kam in letzter Sekunde ins Team.

Stengel, 2020 immerhin Klassensieger in der Klasse SP7 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, und Michael Joos einigten sich kurz vor Saisonstart einvernehmlich, das Programm doch nicht in Angriff zu nehmen. Er hatte bei den Testfahrten im April einen Abflug am Dienstagabend, was die Testfahrten des Teams beendete.

"Michi" Joos brauchte einen neuen Fahrer. Zunächst stand zur Debatte, ob er nicht persönlich wieder in den Porsche klettern möchte. Doch nun kam David Jahn zum Zug, der im Winter ebenfalls um ein Cockpit bei Joos gebuhlt hat.

Anruf 48 Stunden vor erstem Training

"Ich habe am Mittwoch den Anruf bekommen. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt", sagt Jahn im Gespräch mit 'Motorsport.com Deutschland'. Zum Glück für Jahn handelt es sich um einen Porsche - das Auto, das er auch vergangenes Jahr im ADAC GT Masters bereits pilotiert hat.

Dann ging alles ganz schnell: Am Donnerstag gab es einen Test, den der 30-Jährige nur zu gern wahrnahm: "Mir hat der Vortest [im April] gefehlt. Das sind zwei komplette Tage. Über den privaten Test bin ich sehr froh, denn sonst hätte ich nur diese zwei Sessions [am Freitag] gehabt. Da muss man einfach ein bisschen reinkommen."

"Nach drei Runden ist man wieder im Rhythmus. Es fühlt sich genauso an wie das Auto aus dem vergangenen Jahr. Aber die letzten Zehntelsekunden brauchen natürlich ihre Zeit. Das Trainingsdefizit ist definitiv da."

Umso überraschender kam die Bestzeit in der Nachmittagssession am Freitag. Allerdings wurde diese auf frischen Reifen erzielt, die andere Teams schon im ersten Training verwendet hatten. Trotzdem: Platz fünf im inoffiziellen Tagesklassement kann sich sehen lassen.

Das liegt vor allem an einem guten Basis-Set-up, das das Team am Porsche 911 GT3 gefunden hat. "Es liegt jetzt an uns Fahrern, das umzusetzen", sagt Jahn, der schon seit 2010 mit Unterbrechungen im ADAC GT Masters antritt. "Ich glaube, dass wir uns ganz gut präsentiert haben."

David Jahn, Marco Holzer

Gemeinsam mit Marco Holzer bildet Jahn eine ernstzunehmende Paarung

Foto: ADAC Motorsport

Rückkehr in reines Privatteam

Er war 2020 noch im Team 75 Bernhard unterwegs - ein Familienteam, das aber trotzdem mit direkten Connections zu Porsche natürlich anders arbeitet als das reine Privatteam von Michael Joos. "Hier schraubt der Vater persönlich noch mit. Ich mag das sehr."

"Dennoch ist das alles sehr professionell; alle wissen, was sie zu tun haben. Das hat mich positiv überrascht. Es ist überhaupt nicht chaotisch, sondern sehr sortiert. Und sie haben einen hervorragenden Ingenieur, den ich schon aus dem vergangenen Jahr von ein paar Rennen kannte."

Wie geht es nun weiter mit Joos Sportwagentechnik und David Jahn? Das steht derzeit noch in den Sternen: "Das ist jetzt erst einmal nur für das erste Rennen. Es ist natürlich trotzdem schön, doch noch dabei zu sein." Wie es im blauen Porsche #91 nach Ochersleben weitergeht, ist derzeit unklar. Es gibt wieder ein freies Cockpit im ADAC GT Masters, natürlich gegen das entsprechende Kleingeld.

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

geteilte inhalte
kommentare
ADAC GT Masters Oschersleben 2021: Porsche in zweiter Session vorn

Vorheriger Artikel

ADAC GT Masters Oschersleben 2021: Porsche in zweiter Session vorn

Nächster Artikel

ADAC GT Masters Oschersleben: Notizen aus dem Fahrerlager

ADAC GT Masters Oschersleben: Notizen aus dem Fahrerlager
Kommentare laden