BMW-Fahrer frohlocken nach Platz 3 am Samstag: "Neues" Zandvoort-Layout hilft

Nick Yelloly und Jesse Krohn gelingt mit dem Schubert-BMW überraschend der Sprung auf das Podium in Zandvoort: Warum dem M6 GT3 die Modifikationen helfen

BMW-Fahrer frohlocken nach Platz 3 am Samstag: "Neues" Zandvoort-Layout hilft

Zandvoort war in den vergangenen Jahren nicht das beste Pflaster für BMW im ADAC GT Masters. Trotzdem gelang der Schubert-Mannschaft im Samstags-Lauf 2021 der Sprung auf das Podium: Nick Yelloly und Jesse Krohn wurden überraschend Dritte.

Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Der bullige, 2016 eingeführte BMW M6 GT3 bevorzugt eher schnelle Strecken oder Stop-and-Go-Kurse wie den Red-Bull-Ring in Spielberg. In Zandvoort ist er sogar sowohl im ADAC GT Masters, als auch in der GT-World-Challenge Europe noch sieglos.

"Es gibt hier schnelle, aber auch langsame Kurven. Da kannst du wirklich sehen, wo du schneller und wo du langsamer bist, wenn du gegen andere Autos fährst", analysiert Yelloly die anspruchsvolle Strecke in den Dünen an der Nordseeküste ganz grundsätzlich.

Umbauarbeiten machen Zandvoort schneller

Doch der Circuit Zandvoort des Jahres 2021 ist nicht mehr unbedingt mit dem Circuit Zandvoort des Jahres 2019 vergleichbar. Die Modifikationen für die Formel 1 sorgten dafür, dass die Strecke schneller geworden ist. Die nun überhöhte und im Radius angepasste Kurve 4 sorgt nicht nur für viele verschiedene Linien, sondern ist auch schneller am Ausgang.

Aus der letzten Kurve wurde ebenfalls eine Steilkurve gemacht, die nun im GT3-Fahrzeug problemlos mit Vollgas durchfahren werden kann. Das sorgt für stark gesunkene Rundenzeiten. Zum Vergleich: Die schnellste Qualifying-Zeit vor dem Umbau wurde 2017 von Lamborghini-Pilot Mirko Bortolotti in 1:35.329 Minuten erzielt. In diesem Jahr lag die Pole-Zeit am Samstag bei 1:33.043 Minuten!

Schon im GT3-Fahrzeug bedeutet das eine Erhöhung der Durchschnittsgeschwindigkeit um 2,1 Kilometer pro Stunde. Bortolotti umrundete die Strecke seinerzeit im Schnitt mit 162,6 km/h, beim heutigen Pole-Mann Ricardo Feller im Land-Audi #29 waren es schon 164,7 km/h.

BMW-Fahrer: Asphalt und Teamwork als weitere Schlüssel

Der schneller gewordene Circuit Zandvoort scheint eben dem BMW in die Karten zu spielen. Jesse Krohn bestätigt nach dem Samstagsrennen: "Das neue Layout hat einen Unterschied gemacht. Immer, wenn der Asphalt neu ist, hilft uns das beim Reifenverschleiß und beim Grip allgemein. Wir sind hier also bei diesem Layout konkurrenzfähiger, als in der Vergangenheit."

Und auch Krohns Schubert-Teamkollege Yelloly klingt überrascht, wenn er meint: "Ehrlich gesagt, scheinen wir in Sachen Speed ziemlich konkurrenzfähig zu sein. Sogar am Rennende, wenn man sich mal die Rundenzeiten ansieht."

Ein Faktor ist allerdings die Arbeit des Teams, glaubt man dem Briten: "Das Fahrzeug hat gut funktioniert. Schubert hat da großartige Arbeit geleistet, um das Auto in ein gutes Fenster zu kriegen." Damit wäre auch die Basis für einen erfolgreichen Sonntag gelegt.

Schubert Motorsport setzt 2021 den einzigen BMW M6 GT3 im ADAC GT Masters ein. Schon beim Auftakt in Oschersleben verblüffte man mit den Plätzen vier und zwei. In Spielberg erreichte man nach einem bitteren Ausfall am Samstag den dritten Rang am Sonntag. Nach einem weiteren dritten Rang in Zandvoort liegen Yelloly/Krohn aktuell auf Gesamtposition drei.

Mit Bildmaterial von Alexander Trienitz.

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