Dries Vanthoor analysiert: Darum ist der Audi R8 LMS GT3 in Zandvoort so stark

Das Audi-Lager legt in Zandvoort nach und gewinnt auch das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters - Dries Vanthoor erklärt, warum der R8 dort so stark ist

Dries Vanthoor analysiert: Darum ist der Audi R8 LMS GT3 in Zandvoort so stark

Der Audi R8 LMS GT3 und der Circuit Zandvoort - das scheint zu passen. In diesem Jahr gingen beide Rennen des ADAC GT Masters an die Ingolstädter Fraktion. Rennen 1 am Samstag gewann Land mit Ricardo Feller und Christopher Mies, Rennen 2 am Sonntag ging an WRT mit Charles Weerts und Dries Vanthoor.

Das sind jedoch nur die jüngsten Erfolgserlebnisse für die Vier Ringe. Schon das letzte GT-Masters-Rennen vor der Corona-Pandemie, den Sonntags-Lauf 2019, gewannen Feller und Vanthoor als Duo. Hinzu kommen Sonntags-Erfolge in den Jahren 2016 (Philip Geipel/Rahel Frey) und 2017 (Connor de Phillippi/Christopher Mies).

Ähnlich erfolgreich ist man auch in der GT-World-Challenge auf dem Circuit Zandvoort unterwegs. In der pan-europäischen GT3-Serie siegte der Audi 2019 beim zweiten Rennen (Simon Gachet/Christopher Haase) und 2020 beim ersten Lauf (Kelvin van der Linde/Ryuichiro Tomita). Über beide Serien gesehen hat Audi fünf von 18 Zandvoort-Rennen seit 2015 gewonnen.

Dries Vanthoor: Audi ist normal überall okay

Wie kommt diese Stärke zustande? Nach dem Sonntagsrennen des ADAC GT Masters versucht sich Vanthoor an einer Antwort: "Ich glaube, dass uns High-Downforce- und mittelschnelle Kurven sehr gefallen. Wir haben hier zwar eine lange Gerade auf Start-Ziel, aber auch harte Bremspunkte, wie Kurve 1 und die Schikane zu Beginn des dritten Sektors. Das hilft uns natürlich."

"Aber wenn man es sich ansieht, dann ist der Audi normalerweise überall okay." Damit spricht Vanthoor schon die große Stärke des Audis an: Er ist wohl der Allrounder unter den GT3-Boliden. Das Fahrzeug-Konzept mit Mittelmotor sorgt für einen zentralen Schwerpunkt. Damit hält sich schon allein konzeptbedingt die Tendenz zum Unter- oder Übersteuern in engen Grenzen.

Zudem ist die Rennstrecke in Zandvoort eine, die den Fahrzeugen alles abverlangt. Der ausgewogene Mix aus schnellen und langsamen Kurven in Kombination mit der langen Start-Ziel-Geraden und harten Bremszonen verlangt ein hervorragendes Gesamtpaket. Dafür steht der Audi.

Ob man nun im kommenden Jahr die Siegesserie im ADAC GT Masters in Zandvoort ausbauen kann? Die Zeit wird es zeigen. Vanthoor jedenfalls mahnt: "Ich glaube, dass alle Autos hier gut gehen."

Mit Bildmaterial von Alexander Trienitz.

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