Dries Vanthoor: Klaus Bachler ist nicht fair gefahren

Porsche-Pilot Klaus Bachler und Dries Vanthoor im WRT-Audi wurden sich in Spielberg nicht über die Vorfahrt einig - Letztlich kostete die Kollision beide ein gutes Resultat

Dries Vanthoor: Klaus Bachler ist nicht fair gefahren

Ausgesprochen haben sie sich direkt nach dem Rennen, auf einen Nenner kommen beide aber wohl nicht. Klaus Bachler und Dries Vanthoor lieferten sich beim ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring ein packendes Duell, das aber letztlich zu sehr eskalierte.

"Er ist nicht sehr fair gefahren. Die Schuld für die Kollision ist wohl etwa 50:50, aber wir haben die Strafe bekommen", sagt Vanthoor. Dem WRT-Audi #32 (Vanthoor/Weerts) entging so ein zweites Top-5-Resultat nach einer sehr guten Vorstellung von Vanthoor und Aushilfe Dennis Lind am Samstag, als das Duo schon einmal Position fünf belegte.

Bachler sieht die Situation natürlich anders. "Letztlich ist nicht wirklich eine Lücke da gewesen. Die Chance, dass das gut ausgeht, ist sehr gering gewesen und leider ist es nicht gut ausgegangen", sagt er gegenüber 'Motorsport.com Deutschland'.

Der Kampf entbrannte schon in der Runde zuvor, als Vanthoor Bachler attackierte und beide Fahrzeuge sich mehrmals berührten. Eine Runde vor der Kollision rutschte Bachler am Kurveneingang leicht weg und in den Audi hinein. Das nutzte Alber Costa im Grasser-Lamborghini #63 (Bortolotti/Costa) aus, um an beiden vorbeizugehen. In der Runde darauf versuchte Vanthoor einen Dummy, der aber in die Hose ging.

Was von außen nicht zu sehen war: Informationen von 'Motorsport.com Deutschland' zufolge war der Audi #32 auf frischen Reifen unterwegs. Es kommt im ADAC GT Masters nur sehr selten vor, dass noch ein frischer Reifensatz für das zweite Rennen an einem Wochenende übrig ist. Denn jedes Team erhält nur drei frische Sätze. Aus dem vorigen Rennwochenende nimmt man noch zwei weitere mit.

Das erklärt, warum Vanthoor es so eilig hatte. Er fuhr sogar die schnellste Runde. Angesichts dessen, was im Rennen noch weiter passierte, wäre hier womöglich sogar ein Podiumsplatz möglich gewesen. Letztlich holten Vanthoor/Lind noch den 15. Platz.

Klaus Bachler, Simona de Silvestro, Traktor

Das Ergebnis: Null Punkte für Bachler/de Silvestro

Foto: Alexander Trienitz

Bachler und Simona de Silvestro gingen hingegen erneut mit leeren Händen nach Hause. Es war bereits der zweite Abschuss des Wochenendes, nachdem der Porsche #7 im Samstagsrennen im Samstagsrennen vom Car-Collection-Audi #69 (Winkelhock/Spengler) von Florian Spengler torpediert worden war.

"Im ersten Rennen ging es um weniger. Da war die Chance auf Punkte nicht sonderlich groß", sagt Bachler, der sich mehr über das Ende am Sonntag ärgert. "Im zweiten Rennen ging es schon um Position fünf. Da ist es schon sehr ärgerlich. Denn am Ende des Jahres zählt jeder Punkt und jeder Ausfall tut weh."

Mit Bildmaterial von Alexander Trienitz.

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