Emil-Frey-Lamborghini 2022 sofort erfolgreich: "Sehr positive Entwicklung"

Bei Emil Frey Racing blickt man zufrieden auf das ADAC GT Masters 2022 zurück: Teamchef Lorenz Frey-Hilti lobt nach dem Team-Titel vor allem seine Fahrer

Emil-Frey-Lamborghini 2022 sofort erfolgreich: "Sehr positive Entwicklung"
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Emil Frey Racing hinterließ im ADAC GT Masters sofort bleibenden Eindruck: Als Neueinsteiger wurde die Schweizer Mannschaft 2022 Team-Champion in der Deutschen GT-Meisterschaft. Die routinierten Lamborghini-Werksfahrer haben daran laut Teamchef Lorenz Frey-Hilti entscheidenden Anteil am Erfolg.

"Wir haben das Glück, mit erfahrenen Piloten unterwegs zu sein. Dazu gehört Franck [Perera], der die Serie gut kennt. So haben wir schon Erfahrungen mitbringen können", sagt Frey-Hilti am Rande des Saisonfinals 2022 in Hockenheim zu 'Motorsport-Total.com'.

Der Franzose und Lamborghini-Werkskollege Albert Costa halfen, den Erfahrungsrückstand mit kalten Reifen in Grenzen zu halten. "Es war eine große Herausforderung, obwohl wir mit dem GT3-Fahrzeug schon vertraut waren, auch mit dem Lamborghini, mit dem wir in den vergangenen Jahren schon unsere Erfahrungen gemacht haben", so Frey-Hilti.

"Für uns war es neu, ohne aufgewärmte Reifen zu starten. Wir haben versucht, das zu simulieren an Testtagen. Wenn es dann aber um die Wurst geht, ist es dennoch ein bisschen etwas anderes. Das hat zum Glück von Anfang an gut funktioniert."

Zandvoort-Doppel brachte Zuversicht für Titelkampf

So konnte Emil Frey Racing bereits am dem ersten Rennwochenende in Oschersleben Glanzpunkte setzen. Perera und sein junger Teamkollege Arthur Rougier wurden bereits im ersten Rennen des Jahres Zweite. Der Durchbruch gelang allerdings beim dritten Event des Jahres in Zandvoort, als die Emil-Frey-Lamborghinis beide Rennen gewannen.

"Dort ist uns bewusst geworden, dass wir vielleicht eine Chance auf den ersten Platz in der Team-Meisterschaft haben", blickt Frey-Hilti zurück. Das junge Duo Mick Wishofer/Konsta Lappalainen machte sich die Wetter-Kapriolen am Samstag zu Nutze, während am Sonntag mit Albert Costa/Jack Aitken die hauseigene Speerspitze die Nase vorn hatte.

Costa/Aitken sollten noch bis zum Finalwochenende theoretische Chancen auf den Titelgewinn haben. Aber: "Wir hatten leider kein gutes vorletztes Wochenende, weshalb der Sieg in der Fahrerwertung nicht mehr möglich war. [Raffaele] Marcello hat eine super Saison hingelegt und fast alle großen Rennen gewonnen."

Sehr positive Entwicklung bei Wishofer/Lappalainen

Auch mit der Saison von Wishofer/Lappalainen ist Frey-Hilti unter dem Strich zufrieden. Das Duo holte neben dem Erfolg in den Niederlanden auch den dritten Platz in der Junior-Wertung, hinter dem Schubert-BMW-Duo Ben Green und Niklas Krütten.

"Wir haben das Glück, dass wir bei vielen jungen Fahrern eine sehr positive Entwicklung sehen. Gerade bei Mick [Wishofer], der ist viele starke Rennen gefahren", lobt Frey-Hilti seinen Piloten. "Das gilt auch für Konsta [Lappalainen], wenn wir sehen, wie er vom vergangenen zu diesem Jahr ganz vorne mitfahren kann."

Ob es mit allen diesjährigen Piloten weitergeht und wie viele Fahrzeuge Emil Frey Racing einsetzen wird, das ist derzeit noch nicht abzusehen. Zumal die Auflösung der DTM-Dachorganisation ITR für ein Erdbeben sorgt, dessen Folgen noch nicht abzusehen sind. Es könnte zu einer kompletten Neuaufstellung des Motorsports in der DACH-Region kommen.

"Wir fühlen uns nach einem Jahr in der Serie schon wie zu Hause. Natürlich würden wir gerne den Titel verteidigen und auch in der Fahrer-Meisterschaft ein Wörtchen mitreden", sagt Frey-Hilti zwar. Aber auch intern herrscht noch Unklarheit: "Derzeit können wir noch keine Pläne kommunizieren, denn in den nächsten Wochen finden noch Meetings statt."

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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