GT-Masters Sachsenring 2020: Erster Saisonsieg für Corvette

Jeffrey Schmidt und Markus Pommer gewinnen GT-Masters-Sonntagsrennen auf dem Sachsenring nach Ausrutscher und Strafe bei der Konkurrenz

GT-Masters Sachsenring 2020: Erster Saisonsieg für Corvette

In einem turbulenten Sonntagsrennen des GT-Masters auf dem Sachsenring holten die Callaway-Piloten Markus Pommer und Jeffrey Schmidt den ersten Saisonsieg für Corvette. Das Duo war vom sechsten Startplatz ins Rennen gegangen und hatte sich bereits in der ersten Runde auf Platz drei etabliert.

In der zweiten Rennhälfte setzte Pommer lange Zeit den führenden Grasser-Lamborghini von Franck Perera und Albert Costa Balboa unter Druck, fand aber keinen Weg vorbei. Doch kurz vor Ende des Rennens bekamen die Erstplatzierten eine 30-Sekunden-Zeitstrafe, womit der Weg für Schmidt und Pommer frei war für ihren ersten Saisonsieg.

Platz zwei holten sich die Charles Weerts und Dries Vanthoor (WRT-Audi). Ebenfalls auf das Podium fuhren als Dritte ihre Markenkollegen Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde. Die beiden Rutronik-Piloten haben damit wieder die alleinige Tabellenführung übernommen.

Nichts zu lachen hatten die zuvor punktgleich mit Niederhauser/van der Linde an der Tabellenspitze gelegenen Luca Stolz und Maro Engel. Sie schieden mit ihrem WRT-Mercedes nach einem Ausrutscher in Führung liegend aus.

Das Rennen begann turbulent. Während Polesetter Dennis Marschall (Rutronik-Audi) keinen guten Start erwischte und in der ersten Runde auf Rang vier zurückfiel, übernahm der ebenfalls aus der ersten Reihe gestartete Tabellenführer Engel die Führung. Im Verfolgerfeld kollidierten mehrere Fahrzeuge, was einen Safety-Car-Einsatz zur Bergung zur Folge hatte.

Als das Rennen in der fünften Runde wieder freigegeben wurde, setzte sich Engel an der Spitze stetig vom Feld ab und fuhr bis zur 16. Runde einen Vorsprung von rund fünf Sekunden auf Costa Balboa heraus. Doch dann rutschte Engel wegen eines technischen Problems durchs Kiesbett und musste sein Fahrzeug abstellen.

Costa Balboa lag nun an der Spitze des Feldes und konnte sich dort bis zum Fahrerwechsel behaupten. Teamkollege Perera blieb danach vorn, jedoch nur knapp vor Pommer in der Corvette, deren Startfahrer Schmidt sich in der Anfangsphase von Rang sechs auf Platz drei verbessert hatte. Pommer setzte Perera mehrere Runden lang unter Druck, kam aber nicht vorbei.

In der Schlussphase wurde von der Rennleitung gegen den führenden Lamborghini eine 30-Sekunden-Strafe wegen eines Vergehens in einer zweiten Safety-Car-Phase verhängt. Während Costa Balboa und Perera die Ziellinie als Erste kreuzten, aber durch die Strafe nur auf P10 gewertet wurden, gelang Schmidt und Pommer der erste Saisonsieg für Corvette und das Callaway-Team.

Hinter Pommer/Schmidt, Veerts/Vanthoor und Niederhaus/van der Linde belegten Philip Ellis und Raffaele Marciello (HTP-Mercedes) sowie Michael Ammermüller und Christian Engelhart (SSR-Porsche) die weiteren Top-5-Platzierungen.

Das bisher beste Saisonergebnis für einen BMW holten die Schubert-Pilotn Henric Skoog und Jesse Krohn mit P7. Carrie Schreiner und Polesetter Marschall kamen schließlich als Achte ins Ziel. Auf Platz neun reihte sich mit Eric Johansson und Jens Klingmann (MRS) ein zweiter BMW in die Top 10 ein. Als Zwölfter holte Rolf Ineichen, der sich den WRT-Audi an diesem Wochenende mit Frédéric Vervisch teilte, den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

Stimmen der Sieger

Markus Pommer: "Jeffrey [Schmidt] hat bereits im Qualifying den Grundstein für das gute Ergebnis gelegt und auch der Start verlief gut für uns, obwohl wir eigentlich dachten, dass wir auf der äußeren Fahrbahnseite Nachteile hätten. Ich war anfangs Schneller als der Lamborghini, kam aber nicht vorbei. Zum Schluss wurde er schneller und ohne die Strafe wäre es mit dem Sieg schwierig geworden."

Jeffrey Schmidt: "Ein sehr gutes Ergebnis, das natürlich umso schöner ist, da wir bis jetzt eine schwierige Saison hatten. Unsere Corvette lag nach viel Arbeit an diesem Wochenende sehr gut auf der Strecke. Das war sicherlich die Grundlage für die gute Performance, sowohl im Qualifying als auch später im Rennen." 

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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