GTWC-Einstieg: Bringt JP Motorsport McLaren ins ADAC GT Masters?

JP Motorsport verlässt die DTM und liebäugelt mit einem Einstieg ins ADAC GT Masters - Einstieg in die GTWC Europe, Deutsche GT-Meisterschaft auf dem Radar

GTWC-Einstieg: Bringt JP Motorsport McLaren ins ADAC GT Masters?

Das ADAC GT Masters sollte hellhörig werden, denn für die Saison 2022 steht ein möglicher Exot in den Startlöchern. JP Motorsport, in Deutschland durch drei Gaststarts in der DTM 2021 mit Christian Klien bekannt, steigt 2022 mit gleich zwei Fahrzeugen in die GTWC Europe ein. Gefahren werden alle zehn Läufe, also sowohl Sprint- als auch Endurance-Cup.

Gleichzeitig zeigt sich das Team rund um Markus Specht und Patryk Krupinski ausdrücklilch interessiert, ins ADAC GT Masters einzusteigen. Auch die Interkontinentale GT-Challenge (IGTC) bringt das Team ins Spiel. In der DTM geht es für das Team aus Erkelenz erst einmal nicht weiter.

"Die GTWC ist unser primärer Fokus. Aber ein Kunden-Engagement im ADAC GT Masters würde für uns Sinn machen, weil sich die Events nicht überschneiden", sagt Specht gegenüber 'Motorsport.com Deutschland'.

Sollten sich also zahlungswillige Fahrer oder Sponsoren finden, könnte der erste McLaren seit Hockenheim 2014 (Florian Spengler/Alvaro Parente für MRS-GT Racing) in der Deutschen GT-Meisterschaft an den Start gehen.

Neuer Pirelli-Reifen: Masters-Engagement sinnvoll

Ein zusätzliches Engagement zur GTWC würde viel Sinn ergeben, da 2022 in beiden Rennserien eine neue Generation des Pirelli-Reifens debütieren wird. Zwar dürfen die Reifen im ADAC GT Masters im Gegensatz zur GTWC Europe nicht vorgeheizt werden, doch jeder Kilometer mit der neuen Reifengeneration zählt.

Alvaro Parente und Florian Spengler im McLaren MP4-12C GT3 von MRS-GT Racing beim ADAC GT Masters 2014 auf dem Nürburgring

Der bisher letzte McLaren im ADAC GT Masters war ein MP4-12C von MRS-GT Racing 2014

Foto: ADAC Motorsport

Die Erkenntnisse eines Kundenprogramms im ADAC GT Masters könnte JP Motorsport dann entsprechend in der GTWC nutzen. Das Team winkt interessierten Kunden natürlich mit dem Exoten-Aspekt, wodurch weitaus mehr Aufmerksamkeit garantiert wäre, als mit dem x-ten Audi R8 LMS GT3. Sofern man nicht ganz hinten herumfährt, wie es Prosport in Hockenheim ergangen ist.

Als Fahrer ist in der GTWC weiterhin Ex-Formel-1-Pilot Christian Klien gesetzt. Die anderen drei Piloten werden noch bekanntgegeben. JP Motorsport stellt eine mögliche Überraschung in den Raum: "Mit weiteren Fahrern wird gesprochen und einige stehen kurz vor der Verkündung, was noch für die ein oder andere Überraschung sorgen könnte", heißt es seitens des Teams.

"Die Serien unter der Regie der SRO Motorsports Group bieten neben dem weltweit härtesten Wettbewerb auch diverse, skalierbare Möglichkeiten je nach Bedarf, beziehungsweise je nach Fahrerinteresse und Finanzierung der Programme. So kann beispielsweise der Fokus innerhalb der GTWC mit einem dritten Auto auf die Sprint- oder Endurance-Rennen gelegt werden", so Specht über die Perspektiven.

Christian Klien ergänzt: "Ich mag besonders die Endurance-Rennen sehr gerne, bei denen mit sehr vielen Autos am Start über drei, sechs oder eben 24 Stunden in Spa auf höchstem Niveau gefahren wird. Auch das Team muss dabei Top-Leistungen erbringen in der Vorbereitung und bei den Boxenstopps. Die Vorfreude bei mir ist riesig, nach 2018 bald wieder bei der GT World Challenge am Start zu sein."

JP Motorsport war vor seinem DTM-Engagement auch in der GT Open engagiert. Außerdem betreute das Team die Einsätze von Szymon Ladniak in der TCR Germany mit dem Volkswagen Golf im ersten Teil der Saison. Die ADAC-Plattform kennt das Team also.

Mit Bildmaterial von Gruppe C.

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