Jubel und Frust in Le Mans: So schnitten Teams & Fahrer des ADAC GT Masters ab

Mehrere Teams und Fahrer aus dem ADAC GT Masters traten am Wochenende bei den 24 Stunden von Le Mans an - mit unterschiedlichem Ausgang

Jubel und Frust in Le Mans: So schnitten Teams & Fahrer des ADAC GT Masters ab

Zwei Teams aus dem ADAC GT Masters nahmen am vergangenen Wochenende an der 89. Auflage der legendären 24 Stunden von Le Mans teil.

Herberth Motorsport trat nicht nur erstmals beim Langstreckenklassiker in Frankreich an, sondern auch erstmals mit dem Porsche 911 RSR-19 mit Mittelmotor. Für das größtenteils aus dem ADAC GT Masters bekannte Fahrertrio - Robert Renauer (Champion 2018), Rolf Ineichen (Rekordsieger in der Pirelli-Trophy) und Ralf Bohn - waren sowohl der Circuit de la Sarthe als auch der Porsche 911 RSR-19 neu.

Das Team nahm die Herausforderung an. Am Ende belegte man den zehnten Platz in Reihen von 22 Autos in der GTE-Am-Klasse und hat damit auf Anhieb ein Top-10-Ergebnis erzielt. "Ein schönes Ergebnis für das gesamte Team!" jubelte Renauer im Ziel und wollte am liebsten nicht mehr aussteigen.

"Wir hätten nicht damit gerechnet, dass wir noch so weit nach vorn fahren würden. Natürlich hat auch das Renngeschehen dazu beigetragen, aber wir sind halt fehlerfrei durchgekommen. Das habe ich bei unserem Le-Mans-Debüt so nicht erwartet, gerade vor dem Hintergrund der zahlreichen speziellen Regeln, die es hier zu beachten gilt", so Renauer.

"Mag sein, dass wir nicht die Allerschnellsten waren. Dafür aber haben wir an diesem Wochenende sehr viel dazugelernt. Jetzt wären wir eigentlich perfekt vorbereitet, um die 24 Stunden von Le Mans gleich nochmal in Angriff zu nehmen", scherzte Renauer.

Fotos: 24h Le Mans 2021

Sogar einen Podestplatz in der GTE-Am-Klasse hat Dylan Pereira erkämpft, der im ADAC GT Masters für das Team von Timo Bernhard startet und in Le Mans den Aston Martin Vantage von TF Sport fuhr. Gemeinsam mit Ben Keating und Felipe Fraga kam Pereira nach den 24 Rennstunden als Zweiter der Klasse ins Ziel.

Pech hatte hingegen Dries Vanthoor, der in der Hyperpole-Session des Qualifyings beeindruckt hatte und im Porsche 911 RSR-19 des asiatischen Privatteams Hub Auto Racing die Pole in der überwiegend von Werksteams besetzten GTE-Pro-Klasse erzielt hatte. Im Rennen aber schieden Vanthoor und seine Kollegen Alvaro Parente und Maxime Martin am Sonntagmorgen mit technischem Defekt aus.

Ein unglaubliches Rennen erlebte derweil der belgische Rennstall WRT, der mit zwei Oreca in der LMP2-Klasse antrat. Beim Le-Mans-Debüt dominierte das Team von Vincent Vosse die mit 24 Autos am umfangreichsten besetzte Klasse. Beide WRT-Boliden bildeten über weite Strecken der Distanz eine Doppelspitze und fuhren einem vermeintlichen Doppelerfolg entgegen.

In der allerletzten Rennrunde aber musste Yifei Ye den WRT-Oreca mit der Startnummer 41, den er sich mit Robert Kubica und Louis Deletraz teilte, in Führung liegend mit technischem Defekt abstellen. Das auf Rang zwei liegende Schwesterauto mit der Startnummer 31 erbte die Spitze. Pilotiert von Ferdinand Habsburg, Charles Milesi und Robin Frijns wurde für dieses Auto mit gerade mal 0,7 Sekunden Vorsprung der Klassensieg ins Ziel gebracht.

Und: Die Chancen stehen gut, dass Teams aus dem ADAC GT Masters auch in Zukunft in Le Mans antreten werden. Veranstalter ACO hat bestätigt, dass ab 2024 auch GT3-Fahrzeuge beim berühmten 24-Stunden-Rennen startberechtigt sind. Zuvor, im Jahr 2023, feiert das Rennen sein 100-jähriges Bestehen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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