"Mamba"-Kollision: Damoklesschwert über Landgraf-AMG im Titelkampf

Im ersten Freien Training gab es beim ADAC GT Masters am Sachsenring eine harmlose Berührung, die aber weitreichende Folgen im Titelkampf haben kann

"Mamba"-Kollision: Damoklesschwert über Landgraf-AMG im Titelkampf

Ausgerechnet die "Mambas" gerieten auf dem Sachsenring aneinander. Der Landgraf-Mercedes #70 (Buhk/Marciello) geriet im Omega mit dem Land-Audi #28 (Haase/Trefz) von Christopher Haase aneinander. Eine an sich harmlose Berührung im ersten Freien Training hat Folgen für den Titelkampf im ADAC GT Masters 2021.

Beide Fahrer wurden daraufhin schriftlich verwarnt. Im Falle Buhks kann diese weitreichende Folgen haben. Es war die zweite Verwarnung für den AMG-Werkspiloten in der laufenden Saison. Bei drei Verwarnungen gibt es in der Deutschen GT-Meisterschaft automatisch eine Rückversetzung um fünf Startplätze.

Ursprünglich waren einmal zehn Plätze vorgesehen gewesen, bevor der Deutsche Motor Sport Bund (DMSB) die Strafe nach dem Saisonauftakt in Oschersleben auf fünf Positionen herabsetzte. Doch in der entscheidenden Phase im Titelkampf wäre das für Landgraf-HTP-WWR alles andere als hilfreich.

Minimale Berührung ausgangs Omega

Was ist passiert? Buhk fuhr langsam, weil er neue Antriebswellen in seinem Mercedes-AMG GT3 verbaut hatte. Von hinten flog Christopher Haase auf einer fliegenden Runde ("Push Lap") heran. Am Ausgang des Omegas touchierte der Audi R8 LMS GT3 den AMG leicht.

Von Rennleiter Sven Stoppe wurde der Fall an die Sportkommissare weitergereicht. Beide Fahrer waren gleichermaßen überrascht, dass es überhaupt für den minimalen Stoß eine Anhörung gab. Schließlich wurde keines der Autos beschädigt. Haase sieht die Schuld bei Buhk, der reingezogen haben soll, Buhk wiederum schließt sich der Sicht der Sparkommissare an, weil Haase noch eine halbe Fahrzeugbreite Platz nach innen gehabt haben soll.

Die Kommissare werteten den Vorfall 50:50. Allerdings wollten sie auch ein Zeichen setzen, dass selbst leichte Kollisionen im Freien Training nicht geduldet werden. So entschlossen sie sich zur schriftlichen Verwarnung für zu hartes Fahren ("Unnecessary Roughness") für beide Piloten.

Damit hängt nun ein doppeltes Damoklesschwert über dem Mercedes-AMG GT3 #70. Denn auch Raffaele Marciello hat bereits zwei Verwarnungen erhalten. Eine weitere Verwarnung für einen der beiden Fahrer hätte eine Strafversetzung zur Folge. Auch für Haase wäre die nächste Verwarnung gleichbedeutend mit einer Rückversetzung in der Startaufstellung.

Übersicht Verwarnungen ADAC GT Masters 2021 - Sachsenring

Jusuf Owega (Phoenix-Audi #4): 1
Pierre Kaffer (Rutronik-Audi #11): 1
Constantin Schöll (Zakspeed-Mercedes #20): 1
Simon Reicher (Yaco-Audi #54): 1
Mirko Bortolotti (Grasser-Lamborghini #63): 1

Rolf Ineichen (Grasser-Lamborghini #19): 2
Christopher Haase (Land-Audi #28): 2
Raffaele Marciello (Landgraf-Mercedes #70): 2
Maximilian Buhk (Landgraf-Mercedes #70): 2

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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