Maro Engels unfassbare GT3-Pechserie: "War noch nicht beim Psychiater"

Maro Engel blickt auf eine unfassbare Pechsträhne zurück: Wie der Mercedes-AMG-Fahrer auf die Zwischenfälle blickt und wie er für Zandvoort optimistisch bleibt

Maro Engels unfassbare GT3-Pechserie: "War noch nicht beim Psychiater"

Maro Engel hat ganz harte Wochen hinter. Egal, wo der Mercedes-AMG-Pilot unterwegs ist: Irgendwas scheint immer schiefzugehen. Die prominentesten Zwischenfälle: Der Crash mit dem Fuchsschwanz-Manta bei den 24h Nürburgring und der furchterregend aussehende Startunfall beim ADAC GT Masters in Spielberg.

"Es war schon teilweise unfassbar, was da letztendlich passiert ist. Das war unglücklich, aber beim Psychiater war ich noch nicht", scherzt Engel im Gespräch mit 'Motorsport.com'. Der Wahl-Monegasse gibt sich aber philosophisch: "Ich denke, so wie es manchmal unglücklich ist, so kommt das Glück auch wieder zurück."

Maro Engel: So denkt er über die Unfälle am Nürburgring und in Spielberg

Vor allem der Unfall am Red-Bull-Ring, in den auch die Audi-Fahrer Markus Winkelhock und Christopher Haase involviert waren, bleibt natürlich im Gedächtnis haften. Engel analysiert im Nachhinein: "Es war klar, dass es kein böses oder mutwilliges Manöver war. Das war einfach eine Verkettung unglücklicher Umstände."

"Ich habe nach dem Rennen gesagt, dass ich den Start nicht gut fand. Es war extrem viel Unruhe drin. Es wurde extrem viel angezogen und wieder gebremst vor mir. Das führt dann auch dazu, dass du extrem viele Autos nebeneinander hast in Kurve 1."

Auch der Crash beim Langstreckenklassiker in der Eifel beschäftigt Engel noch. Zum Zeitpunkt des Ausfalls kämpfte er mit Kevin Estre im Manthey-Porsche um die Führung. Engel: "Es waren Anzeichen da. Er hat mich gesehen, weil eben der Rowe-BMW kurz zuvor an ihm vorbei ist. Er war ganz auf der rechten Fahrbahnseite."

"In dem Moment, wo ich die Entscheidung mit überhöhter Geschwindigkeit treffen muss, waren eben alle Anzeichen da: Er hat mich gesehen, er bleibt rechts. Dann war es eben nicht so und das war natürlich sehr ärgerlich, sehr bitter", so Engel.

Pechsträhne beginnt bei NLS-Testfahrten

Los ging die unfassbare Pechsträhne der Mercedes-AMG-Fahrers Ende April, als er bei den Einstellfahrten für NLS3 auf der Nordschleife verunfallte. Es folgten immer wieder Zwischenfälle bei den GT-World-Challenge-Events in Magny-Cours (verlorenes Rad), Le Castellet (Reifenschaden), Zandvoort (langsamer Stopp in Lauf 1 und Ausfall in Lauf 2) und Misano (Kollision).

Und auch in der ADAC-GT-Masters-Saison 2021 lief es alles andere als optimal für Engel. Beim Auftakt in Oschersleben verpokert man sich bei Toksport WRT mit der Reifenwahl - P7. Dann der Unfall in Spielberg. Doch Engel bleibt optimistisch.

"Irgendwo versucht man schon, so weiterzumachen, wie in der Vergangenheit auch, seinen Teil daraus zu lernen und vor allem weiterhin positiv das Ganze zu begleiten und daran zu glauben, dass es sich auch bald wieder dreht. Das überwiegt und wir freuen uns auf die Zeiten, die vor uns liegen."

Rückendeckung der Mercedes-AMG-Familie

Dass Engel derart positiv gestimmt bleibt, liegt auch an der Atmosphäre im Mercedes-AMG-Lager: "Ich habe wahnsinnig viel Zuspruch und Rückhalt bekommen von der gesamten Mercedes-AMG-Motorsportfamilie. Das zeigt eigentlich, was für eine tolle Familie wir sind. Das hat sicher auch gut getan in dieser Zeit."

So geht es an diesem Wochenende in Zandvoort mit frischem Wind ans Werk. Engel lässt sich nicht beirren und glaubt daran, dass diesmal die Pechsträhne zu Ende geht: "Wir hatten letzte Woche in Misano im ersten Rennen mit Platz zwei schon ein starkes Rennen. Ich habe ein gutes Gefühl ins Wochenende rein. Ich denke, es ist an der Zeit und wir haben jetzt einfach mal entschieden: Jetzt ist gut und es muss auch wieder die Sonne scheinen."

Mit Bildmaterial von Alexander Trienitz.

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