Mirko Bortolotti denkt nach Sieg in Hockenheim nicht an Titelkampf

Mirko Bortolotti meldet sich nach seinem Sieg in Hockenheim zurück im Titelkampf - Erfolg ein Befreiungsschlag aus zweierlei Gründen für den Lamborghini-Piloten

Mirko Bortolotti denkt nach Sieg in Hockenheim nicht an Titelkampf

Dieser Wechsel hat sich ausgezahlt: Im ersten Rennen im ADAC GT Masters 2021 mit Marco Mapelli als Teamkollege hat Mirko Bortolotti seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Das Duo gewann im Lamborghini Huracan GT3 #63 von Grasser-Racing den Samstagslauf in Hockenheim. Für Bortolotti kommt der Erfolg einer Erlösung gleich.

Einerseits, weil Bortolotti seinen letzten Erfolg in der Serie vor inzwischen zwei Jahren an gleicher Stelle holte. "Es fühlt sich gut an, weil wir lange darauf gewartet haben. Wir waren immer wieder mal knapp dran, und dann haben immer wieder Kleinigkeiten gefehlt, sodass wir es nicht schafften", jubelte der Lamborghini-Fahrer deswegen im Anschluss an den Lauf.

Bortolotti legte den Grundstein zum Sieg selbst. Der Austro-Italiener erkämpfte sich im Qualifying die Pole. Bei dieser Gelegenheit verpasste er den Streckenrekord von Philipp Eng aus dem Jahr 2017 nur um 0,022 Sekunden. Am Start ließ er den Gegnern keine Chance und erarbeitete sich sofort ein Sicherheitspolster, von dem er im Laufe seines Stints zehren konnte.

Mirko Bortolotti: Hatte einen perfekten Start

"Ich hatte wirklich einen perfekten Start und habe das richtige Timing gehabt, um eben Vollgas zu geben. Dadurch konnte ich mir eine kleine Lücke verschaffen, die hier in Hockenheim manchmal oder eigentlich meistens sehr wichtig ist, weil wir wissen, wir haben alle kalte Reifen. Die Reifen sind nicht vorgeheizt im ADAC GT Masters", ist sich Bortolotti bewusst.

"Deswegen ist es immer spannend, wenn man hier in der Spitzkehre ankommt. Dann will man, wenn man vorne ist, eine kleine Lücke haben, und das war auch mein Ziel und das konnte ich umsetzen. Deswegen hatte ich eine ziemlich entspannte erste Runde, was gut für uns war." Danach war es an Teamkollege Marco Mapelli, das Rennen nach Hause zu fahren.

Mapelli nahm anstelle von Albert Costa im Grasser-Lamborghini #63 Platz. Offiziell, weil Costa für die italienische Marke Testfahrten bestreitet an diesem Wochenende. Bortolotti lobt seinen neuen Stallgefährten in den höchsten Tönen: "Er hat einen Mega-Job gemacht im zweiten Stint!"

"Die Führung zu verteidigen, mit der wenigen Zeit, die er hatte, sich hier einzufinden und alles so schnell wie möglich zu lernen, obwohl er die Meisterschaft schon kennt. Aber wenn man nicht permanent am Start ist, ist es immer wieder eine Einstellung GT-Masters auf dem Niveau zu fahren. Deshalb: Großartiger Job von ihm auch und perfekter Tag für uns."

Herangehensweise im Titelkampf ändert sich nicht

Der Erfolg im Samstagsrennen des ADAC GT Masters in Hockenheim war andererseits auch im Sinne der Meisterschaftschancen von Bortolotti notwendig. Mit der Maximalausbeute von 28 Zählern (drei für die Pole, 25 für den Sieg), brachte sich der Lamborghini-Fahrer wieder in Position.

Albert Costa

Albert Costa musste den Platz im Grasser-Lambo #63 räumen

Foto: Alexander Trienitz

Seine Herangehensweise an den Titelkampf ändert sich allerdings nicht: "Wir müssen Punkte aufholen und das werden wir versuchen. Aber mein Fokus liegt nicht auf den Punkten, sondern eher an jedem Tag so gut wie möglich abzuliefern."

"Das ist unser Job und unser Anspruch und das, was wir uns vornehmen. Am Ende des Tages wird dann am Nürburgring abgerechnet, nach dem zweiten Rennen. Das sage ich schon seit Anfang des Jahres. Da sind sehr viele stark besetzte Autos im Feld und es gibt noch ziemlich viele Titelkandidaten, deswegen ist noch alles sehr weit offen."

Mit einem weiteren, optimalen Tag morgen in Hockenheim könnte Bortolotti seine Chancen im Titelkampf weiter verbessern. Der Wechsel des Teamkollegen von Albert Costa zu Marco Mapelli hat sich offensichtlich jetzt schon ausgezahlt.

Mit Bildmaterial von Alexander Trienitz.

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