Neues Team im ADAC GT Masters: Iris Dorr trennt sich von MRS-GT

Knalleffekt bei MRS-GT Racing: Iris Dorr macht sich unabhängig und gründet ihr eigenes Team ID-Racing mit dem Ziel Porsche-Carrera-Cup und ADAC GT Masters

Neues Team im ADAC GT Masters: Iris Dorr trennt sich von MRS-GT

Die angekündigten Veränderungen bei MRS-GT Racing sind nun offiziell: Iris Dorr, bisherige Teammanagerin, verlässt das Team von Karsten Molitor und gründet ihren eigenen Rennstall ID-Racing. Ein Teil der MRS-GT-Kernmannschaft wird mit ihr ins neue Team kommen.

Informationen von 'Motorsport.com Deutschland' zufolge strebt Dorr ein ähnliches Programm wie Molitor Racing Systems in dieser Saison in Europa an. Das würde ein Doppelprogramm aus Porsche-Carrera-Cup und ADAC GT Masters bedeuten. Darüber hinaus gab es 2021 einzelne Gaststarts im Porsche-Supercup.

"Dank unserer Erfahrung aus mehreren Jahrzehnten Motorsport kennen wir die Voraussetzungen für Erfolg. Ich sehe hier als unsere Kernkompetenz die Erfahrung meiner Mannschaft, unserer Mechaniker und Ingenieure sowie den Willen, für jeden unserer Fahrer das bestmögliche herauszuholen und hart am Erfolg zu arbeiten", sagt Iris Dorr.

"Das gilt sowohl für die jungen Talente, die wir gezielt aufbauen, als auch für erfahrene Routiniers und Gentlemen-Driver, denen wir ebenfalls die optimalen Chancen für Topplatzierungen bieten. Wir haben das entsprechende Know-how, das Netzwerk und die technische Infrastruktur, um Fahrern und Sponsoren gleichermaßen die perfekten Erfolgserlebnisse zu bieten."

"Wir sind in all unserem Handeln sehr erfahren, haben aber gleichzeitig einen wachen Blick für neue Lösungen - zum Beispiel in der Kommunikation. Ich glaube, dass wir das volle Potenzial von Social-Media-Kanälen stärker nutzen müssen. Denn gerade hier können wir sowohl Fahrern als auch Sponsoren eine perfekte Bühne bieten."

Teil des alten Teams kommt mit

Talentfinder Johan Koning soll für ID-Racing künftig sowohl vielversprechende Nachwuchsfahrer als auch ambitionierte Routiniers finden, die dem Team zum Erfolg verhelfen sollen.

Martin Ragginger und Maximilian Hackländer in ihrem Porsche 911 GT3 R von MRS-GT Racing beim ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring 2021

In dieser Saison leitete Dorr die Geschicke für MRS-GT Racing in Europa

Foto: Alexander Trienitz

"Langstreckenrennen und Cup-Motorsport sind für talentierte Fahrer perfekte Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten und Persönlichkeit auf der Rennstrecke zu perfektionieren. Damit das gelingt, brauchen die Fahrer ein optimal eingespieltes Team, eine gute Beratung und Führung, die richtige Strategie und ein starkes Netzwerk", sagt er. "Ich freue mich sehr, ID-Racing künftig hierbei unterstützen zu können."

In der Sponsorenbetreuung setzt Dorr auf Motorsportexperte Thomas Schuster: "ID-Racing ist ein Team mit großer Erfahrung und einem sehr aufgeschlossenen Mindset, gerade was die Themen Kommunikation und Positionierung angeht. Partner und Sponsoren im Motorsport finden hier also perfekte Voraussetzungen. Toll, dass ich mit an Bord sein kann."

Kürzel ID mit mehreren Bedeutungen

ID-Racing verkörpert nicht nur die Initialen von Iris Dorr, sondern soll auch für "Identifikation und Identität" stehen. Mit Identifikation ist vor allem ein schonender Umgang mit Ressourcen gemeint.

"Ressourcen, die wir auf der einen Seite verbrauchen, werden wir an anderer Stelle kompensieren. Unser Ziel ist bereits mittelfristig CO2-neutraler Motorsport. Ich komme aus einem Familienunternehmen der Entsorgungsbranche und sehe auch deshalb im Umweltbereich eine klare Verantwortung, die ich sehr ernst nehme, wobei ich das Gleiche auch von meinem Team fordere", so Dorr.

Wie es mit MRS-GT Racing weitergeht, ist momentan noch nicht klar. Karsten Molitor kümmerte sich 2021 vor allem um den US-Ableger des Teams, das im Porsche-Carrera-Cup Nordamerika antrat. Wie sich Molitor Racing Systems in Zukunft aufstellt, wird sich zeigen.

Mit Bildmaterial von ID-Racing.

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