Nürburgring-Layout: Einige Fahrer wünschen sich GP-Strecke zurück

Das aktuell genutzte Nürburgring-Layout verwendet das ADAC GT Masters seit 2014, doch einige Fahrer wünschen sich die lange GP-Strecke zurück: Die Hintergründe

Nürburgring-Layout: Einige Fahrer wünschen sich GP-Strecke zurück

Der Tross des ADAC GT Masters reist erstmals in der knapp 15-jährigen Geschichte der Serie für das Saisonfinale an den Nürburgring. Fast schon traditionell fährt die GT3-Serie auf der Sprintstrecke mit 3,629 Kilometern Länge.

Dieses Layout nutzt man seit 2014 ununterbrochen, doch das ADAC GT Masters nutzte in seiner Geschichte schon verschiedenste Varianten des Nürburgrings. Dazu zählt auch das 5,148 Kilometer lange Grand-Prix-Layout, das sich einige Fahrer zurückwünschen.

Angestoßen hatte die Diskussion Mercedes-AMG-Pilot Maximilian Buhk nach seinem zweiten Platz am Zandvoort-Sonntag. Buhk meinte damals in der Pressekonferenz nach dem Rennen: "Ich finde es, wenn ich ehrlich bin, immer ein bisschen schade, dass wir immer nur die Kurzanbindung fahren. Auch die Grand-Prix-Strecke hat sehr viel zu bieten."

ADAC-GT-Masters-Fahrer sprechen sich für GP-Strecke aus

Grasser-Lamborghini-Pilot Mirko Bortolotti legt sich nun ohne zu zögern fest: "Wenn ich die Wahl hätte, würde ich definitiv den Grand-Prix-Kurs wählen." Der Grund: Beim GP-Layout sind "mehr Highspeed-Kurvenpassagen mit dabei", erklärt der Austro-Italiener.

Vor allem eine Passage hat es dabei den Fahrern angetan, wie Maro Engel verrät: "Die lange Strecke ist schon noch einmal schöner. Sie hat schöne Kurven. Das Schumacher-S ist mit einem GT3-Auto super. Nahezu Vollgas, aber eben nicht ganz voll. Das ist eine Riesen-Challenge."

Und Porsche-Pilot Mathieu Jaminet pflichtet seinem Mercedes-AMG-Kollegen bei: "Ich würde die lange Strecke bevorzugen. Sie ist einfach schöner zu fahren und hat ein paar schönere Kurven. Das Schumacher-S beispielsweise, wie schon angesprochen."

Jaminet sieht im langen Grand-Prix-Layout auch den Vorteil, dass der Verkehr im Qualifying auf der längeren Variante keine so große Rolle spielt und empfiehlt den Machern des ADAC GT Masters daher mit Nachdruck: "Wenn möglich, sollten wir in Zukunft auf die größere Strecke gehen."

Die 5,148 Kilometer lange GP-Version wurde vom ADAC GT Masters nur ein einziges Mal genutzt, nämlich im Jahr 2010. Beide Läufe gewannen Martin Matzke und Andreas Wirth in einem BMW Alpina B6 GT3. Zudem bestritt die Serie 2007, 2008, 2009 und 2012 Rennen auf der 5,137 Kilometer langen Version mit der schnelleren Motorrad-Variante der NGK-Schikane.

Bortolotti: Sprintstrecke bietet immer wieder Action

Doch auch die kurze Sprintstrecke hat ihre Vorteile. "Sie bietet immer wieder Action, das hat man ja in den letzten Jahren gesehen", meint Bortolotti mit Blick auf die vielen langsamen Kurven der Kurzanbindung, die im ersten, zweiten oder dritten Gang durchfahren werden.

Nick Catsburg, John Edwards, Philipp Eng, Nick Yelloly

Beim 24h-Rennen am Nürburgring durchfährt das Feld das Schumacher-S

Foto: ADAC/Gruppe C

Er bestätigt damit einen Grund, den Engel für die Sprintstrecke angeführt hat. "Zum Überholen ist die kurze Strecke besser", findet der Mercedes-AMG-Pilot nämlich. Tatsächlich bietet die Goodyear-Spange eine gute Gelegenheit, um einen Gegner auszubremsen.

Die Meisterschaftsführenden Christopher Mies und Ricardo Feller denken in dieser Diskussion vor allem an die Fans. Mies sagt: "Am meisten profitieren die Zuschauer und Fans auf den Tribünen, weil sie die Autos öfter vorbeifahren sehen."

Das ADAC GT Masters hat im Juni 2007 das allererste Rennwochenende seiner Geschichte auf dem Nürburgring durchgeführt. Seitdem wurden auf der Traditionsstrecke in der Eifel 32 Rennen ausgetragen, mehr als auf jeder anderen Strecke. 16 dieser 32 Rennen fanden auf der aktuell genutzten, 3,629 Kilometer langen Sprintstrecke statt.

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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