Paul von Mapelli beeindruckt: An manches nicht einmal gedacht

Lamborghini-Werksfahrer Marco Mapelli eröffnet Maximilian Paul neue Perspektiven - Der Italiener findet Lösungen, die Paul nicht einmal auf dem Radar hatte

Paul von Mapelli beeindruckt: An manches nicht einmal gedacht

T3 Motorsport durfte sich beim ADAC GT Masters auf dem Sachsenring über Unterstützung von Lamborghini-Werksfahrer Marco Mapelli freuen. Der Italiener sorgte auf der Stelle für einen deutlichen Aufwind des Teams, das zuvor keinen Weg in die Top 10 gefunden hatte.

Mit Platz acht im ersten Rennen holte T3 auf Anhieb mit Mapelli und Maximilian Paul sein bestes Saisonergebnis. Im zweiten Qualifying stellte der Italiener den Lamborghini Huracan GT3 Evo gleich auf den vierten Startplatz und übergab auf Rang drei liegend an Paul. Dann machte das Team den Fehler beim Boxenstopp, drei Sekunden zu kurz zu stehen.

Dennoch ist Paul beeindruckt: "Er redet über Dinge am Auto, über die ich noch gar nicht nachgedacht habe oder die mir noch gar nicht aufgefallen sind. Er geht in verschiedene Richtungen, an die ich selbst noch gar nicht gedacht habe."

Gegenüber 'Motorsport.com' präzisiert er: "Da geht es insbesondere um Sachen beim Fahrstil, die mit dem Lamborghini speziell sind. Das Ganze noch kombiniert mit gewissen Dingen beim Set-up. Ich bin ja den Audi gewohnt gewesen und habe versucht, vieles vom R8 mitzunehmen - fahrstil-, aber auch set-up-mäßig."

"Marco kennt den Lambo in allen Ausführungen, allen Set-ups, allen Konstellationen. Er kann halt sagen, in welcher Situation man das und das braucht. Da bin ich noch relativ 'eintönig'. Schließlich war ich ja noch den Audi gewohnt. Da hatte ich meinen Anhaltspunkt."

Mit Werksfahrer Richtung 2022?

Der Personalwechsel war notwendig geworden, nachdem Hugo Sasse sich von T3 abgewendet hat und zu Grasser gewechselt ist - Informationen von 'Motorsport.com' zufolge eigenmächtig.

Mapelli brachte nun dringend benötigten frischen Wind, da T3 mit dem Lamborghini in der Deutschen GT-Meisterschaft auf der Stelle trat, wie Paul erläutert: "Dank ihm habe ich jetzt noch andere Herangehensweisen kennengelernt, welche Probleme man wie beheben kann. Und auch kleine Dinge, wie man beispielsweise [im Qualifying] noch das kleine Quäntchen rausholen kann."

Dass T3 dann in aussichtsreicher Position am Sonntag alles weggeworfen hat, ist ärgerlich. Zunächst stieg die Racelogic-Software aus. Dann funktionierte auch noch das Back-up-System nicht richtig, sodass der Lamborghini drei Sekunden zu kurz an der Box stand. Nach der anschließenden Strafe wurde es P15. "Das war sehr schade. Wir hatten definitiv eine Möglichkeit auf ein Podium", so der 21-Jährige.

Noch ist nicht zu 100 Prozent klar, ob Mapelli auch bei den verbleibenden Rennen auf dem Hockenheim- und Nürburgring mit im Cockpit des Lamborghinis #71 sitzen wird. Eine Entscheidung wird zu Beginn der kommenden Woche fallen.

Natürlich würde T3 gerne an Mapelli festhalten, auch mit Blick auf 2022. "Da ist noch nichts zu 100 Prozent fix. Aber ich denke, die Tendenz geht zum ADAC GT Masters mit einem Werksfahrer", sagt Maximilian Paul über das kommende Jahr. Da wäre es natürlich nicht verkehrt, sich bei den letzten beiden Wochenenden entsprechend mit einem Werksfahrer vorzubereiten.

Mit Bildmaterial von Alexander Trienitz.

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