Platztausch außerhalb der Kameras: Wieder Joos-Drama ganz am Ende!

Auf den allerletzten Metern gab es bei ADAC GT Masters auf dem Sachsenring noch einen heimlichen Positionswechsel - Erneut geht es bei Joos kurz vor dem Ziel schief

Platztausch außerhalb der Kameras: Wieder Joos-Drama ganz am Ende!
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Der Sieger war bereits über die Linie, die TV-Kameras auf einem Paket rund um den 13. Platz. Während sich in jener Kampfgruppe nichts mehr tat, tauschten auf den allerletzten Metern noch klammheimlich zwei Autos die Positionen: Ayhancan Güven verlor im Joos-Porsche #91 (Engelhart/Güven) den vierten Platz an den ZVO-Mercedes #8 (Dienst/Marschalkowski) von Jan Marschalkowski.

Was war passiert? Schon zum zweiten Mal in dieser Saison nach dem Sonntagsrennen in Zandvoort spielte sich ein Drama um den Joos-Porsche von Christian Engelhart und Ayhancan Güven ab. Diesmal war es der rechte Hinterreifen.

Güven erklärt im Gespräch mit 'Motosport.com Deutschland', was passiert ist: "Ich habe versucht, Dennis Marschall einzuholen. Deshalb habe ich ziemlich stark attackiert und die Hinterreifen hart rangenommen. Ich habe den Reifen leicht rutschen lassen."

"Das Team hatte mir gesagt, dass ich ihn kriegen könnte. Ich bin niemand, der einfach dasitzt und die Punkte mitnimmt - besonders, wenn wir jedem einzelnen Punkt brauchen." Dennis Marschall hatte davon profitiert, dass der Joos-Porsche vor dem Boxenstopp im Costa-Zug festhing, der deutlich langsamer war als die ersten drei Fahrzeuge im Rennen.

Güvens Attacke ging nicht auf: "Ungefähr die letzten fünf Runden über hatte ich einen schleichenden Plattfuß. Ich habe versucht, das zu managen und bin langsam gefahren. In den letzten beiden Runden wurde es dann richtig schlimm."

Weniger als drei Zehntel entscheiden

Jetzt sah Marschalkowski seine Chance gekommen. "Ich hatte mich eigentlich mit Platz fünf schon abgefunden. Dann habe ich zwei Runden vor Schluss auf einmal gemerkt, dass der Abstand viel kleiner wird. Ich dachte mir schon, dass er vielleicht ein Problem hat", erzählt er gegenüber 'Motorsport.com Deutschland'.

In der vorletzten Kurve der letzten Runde hatte er den Porsche endlich eingeholt. Güven nutzte jedoch seine Erfahrung aus den Porsche-Cups, um sich zu verteidigen. "Er hat in der vorletzten und letzten Kurve zugemacht. Ich konnte nur noch aufmachen, um einen besseren Exit aus der letzten Kurve zu erwischen."

Und genau in dem Moment passierte es dann bei Güven: "Am Kurvenausgang ist mir der Reifen um die Ohren geflogen. Wir haben die Position und zwei Punkte verloren. Aber ich sehe das von der positiven Seite. Es hätte viel schlimmer kommen können. Wenigstens haben wir dieses Rennen beendet."

Mit 22 Punkten Rückstand auf Raffaele Marciello weiß er aber selbst, dass er von nun an aufholen muss: "In dieser Meisterschaft geht es schnell auf und ab. Ich hoffe, dass wir unsere Chancen für Hockenheim offenhalten und mit einem Defizit von weniger als 20 Punkten ankommen."

Das wird alles andere als leicht, denn der Mercedes-AMG GT3 war auf dem Sachsenring äußerst dominant: "Die haben hier eine wirklich gute Pace, vor allem im Qualifying. Sie sind im Vorteil."

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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