Podest-Premiere am Sachsenring: Timo Bernhard testete den Porsche selbst!

Am Sachsenring stand erstmals in diesem Jahr ein Bernhard-Porsche auf dem Podium - Timo Bernhard höchstpersönlich leitete den Aufwärtstrend mit einem Test ein

Podest-Premiere am Sachsenring: Timo Bernhard testete den Porsche selbst!

Das Bernhard-Team kommt in der ADAC-GT-Masters-Saison 2021 immer besser in Schwung. Der Lohn für die harte Arbeit über das Jahr: Das erste Podium des Jahres durch Christian Engelhart/Thomas Preining im Bernhard-Porsche #75 am Sachsenring-Sonntag. Doch der Aufwärtstrend der vergangenen beiden Rennwochenenden hängt auch mit Teamchef Timo Bernhard zusammen.

Der 40-Jährige saß nämlich bei Testfahrten höchstpersönlich am Steuer eines seiner Porsche 911 GT3 R, wie er gegenüber 'Motorsport.com' zugibt: "Am Anfang des Jahres haben wir auch viel Pech gehabt, aber wir sehen einen deutlichen Trend nach vorne in den letzten Rennen. Das ist natürlich, wie immer, viel Detailarbeit. Aber das habe ich auch versucht, von meiner Seit zu unterstützen."

"Ich bin auch einen Test selber gefahren", fährt Bernhard fort. "Einfach, um mit maximalem Input aus meiner Erfahrung auch dem Team und den Ingenieuren zu helfen, um da, mit meiner Erfahrung aus der Zeit, dann auch einen wichtigen Impuls zu geben."

Bernhard ist dafür der perfekte Mann. Der 40-Jährige ist Porsche-Markenbotschafter und hat in seiner Karriere im Sportwagen-Bereich nahezu alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Bernhard ist Rekordsieger der 24h Nürburgring, hat die 24h Daytona 2003 in einem GT-Porsche gewonnen und kann auch auf Rennsiege im ADAC GT Masters zurückblicken.

Timo Bernhards Porsche-Test verhilft zum Aufschwung

Der Aufwärtstrend lässt sich auch mit Zahlen belegen. Der Porsche mit der Nummer 74 verpasste an den ersten drei Rennwochenenden des ADAC GT Masters in Oschersleben, Spielberg und Zandvoort stets eine Top-10-Platzierung. Auf dem Lausitzring hingegen fuhren Dylan Pereira und Joel Eriksson die Ränge neun und vier nach Hause.

P11 am Sachsenring-Samstag, ebenfalls eingefahren durch Pereira/Eriksson, bedeutete das drittbeste Ergebnis in der laufenden Saison für den Bernhard-Porsche #74. Und auch das Schwesterauto #75 (Engelhart/Preining) hat nach drei Ausfällen in Folge eindrucksvoll zurückgeschlagen. Am Sachsenring wurde man Fünfter am Samstag und Dritter am Sonntag.

Engelhart sprach nach dem ersten Podiumsplatz des Jahres gegenüber 'Motorsport.com' von einem "Super-Schritt nach vorne", den das Team gemacht habe. Geht es nach Bernhard, dann soll es am kommenden Rennwochenende in Hockenheim "auf jeden Fall" so weiter gehen.

Bernhard-Mannschaft: Ziel sind weiterhin Rennsiege

"Da mache ich mir schon große Hoffnungen" so Bernhard mit Blick auf das Heim-Wochenende seiner Mannschaft. "Ich denke, dass wir das auf jeden Fall stabilisieren können, dass wir permanent da mitspielen. Klar, das Ziel bleibt weiterhin, dass wir Rennen gewinnen."

 

"Wenn wir da in der Position sind, dann ist man auch in Schlagdistanz, dass man, wenn man es nicht aus eigener Kraft schafft, auch mal Nutznießer sein kann", äußert sich Bernhard. So, wie es am Sachsenring bereits der Fall war. Dort profitierte Engelhart von einem Zweikampf zwischen Luca Stolz und Rolf Ineichen um Rang zwei in der allerletzten Kurve des Rennens.

Bernhard fordert nach dem Sachsenring-Wochenende: "In diese Position müssen wir uns jetzt konstant bringen." Dann könnte es nach einer durchwachsenen Saison nicht nur für einen zweiten Podiumsplatz, sondern sogar für den ersten Sieg des Jahres im ADAC GT Masters reichen.

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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