Raffaele Marciello vergleicht Titelkampf 2022 an mehreren Fronten

Raffaele Marciello kämpft im ADAC GT Masters und in der GT-World-Challenge Endurance um den Titel, hat einen anderen Titel 2022 schon sicher und vergleicht

Raffaele Marciello vergleicht Titelkampf 2022 an mehreren Fronten
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Im ADAC GT Masters reist Raffaele Marciello (Landgraf-Mercedes) als Tabellenführer zum Saisonfinale 2022 am 22./23. Oktober auf dem Hockenheimring. Der in Zürich (Schweiz) geborene Italiener teilt sich das Auto mit Daniel Juncadella, hat aber als einziger der beiden Chancen auf den Titelgewinn, da Juncadella nicht alle Saisonrennen bestritten hat.

Diejenigen, die Marciello beim Finale noch von der Tabellenspitze verdrängen können, kommen einerseits ebenfalls aus dem Mercedes-Lager, andererseits aus den Lagern von Porsche und Lamborghini. Es handelt sich um Christian Engelhart und Ayhancan Güven (Joos-Porsche), Jules Gounon und Fabian Schiller (ZVO-Mercedes) sowie Jack Aitken und Albert Costa (Emil-Frey-Lamborghini).

Auf dem Papier ist Maricellos Vorsprung bequem. 56 Punkte sind in Hockenheim maximal noch erreichbar. Auf Engelhart/Güven hat er 42 Punkte Vorsprung. Die Duos Gounon/Schiller und Aitken/Costa haben mit 53 respektive 54 Punkten Rückstand nur noch rechnerische Titelchancen.

Am vergangenen Wochenende auf dem Sachsenring kamen Marciello/Juncadella in beiden Läufen auf dem zweiten Platz ins Ziel. "Es war ein sehr unruhiges Rennen mit vielen Ausfällen und Reifenschäden", erinnert sich der Tabellenführer an das Sonntagsrennen.

"Daniel hat gut vorgelegt und ich habe versucht, meine Reifen zu schonen und mich aus allem herauszuhalten. Mit den beiden zweiten Plätzen haben wir wichtige Meisterschaftspunkte geholt. Die Entscheidung fällt in Hockenheim", so Marciello.

Mit Gounon: Marciellos Titelkampf im Endurance-Cup der GTWC

Das ADAC GT Masters ist aber nicht die einzige Rennserie, in der Marciello in diesem Jahr um den Titel kämpft. Auch in der GT-World-Challenge (GTWC) ist das so. Dort geht die Saison bereits am kommenden Wochenende (1./2. Oktober) mit den 3 Stunden von Barcelona zu Ende.

Raffaele Marciello, Daniel Juncadella, Jules Gounon

Im Endurance-Cup der GT-World-Challenge teilen sich Marciello/Juncadella das Auto mit Gounon

Foto: SRO Motorsports Group

Im Kampf um den Titel im Endurance-Cup der GTWC führt Marciello die Tabelle zusammen mit Juncadella und mit ADAC-GT-Masters-Titelkonkurrent Jules Gounon an. Hingegen ist im Sprint-Cup der GTWC die Entscheidung bereits gefallen. Dort unterlag Marciello zusammen mit Timur Boguslawski am vergangenen Wochenende in Valencia im Titelkampf gegen Charles Weerts und Dries Vanthoor (WRT-Audi).

Aber: Den Titel in der GTWC-Gesamtwertung - also der Kombination aus Endurance-Cup und Sprint-Cup - hat sich Marciello in Valencia schon gesichert. In dieser Wertung ist er der alleinige Champion 2022.

"Es ist unterschiedlich", zieht Marciello den Vergleich zwischen ADAC GT Masters einerseits und GT-World-Challenge andererseits. "Die Gesamtwertung der GT-World-Challenge ist eine kombinierte Wertung aus zwei Meisterschaften. Sie ist ein bisschen einfacher, weil es nicht so viele Autos gibt, die in beiden Meisterschaften antreten."

Gegen Gounon: Marciellos Titelkampf im ADAC GT Masters

"Wenn man im ADAC GT Masters ein schlechtes Rennen hat", so Marciello weiter, "kann man viele Punkte verlieren, weil viele Punkte verteilt werden. Das ADAC GT Masters ist eine sehr schwierige Meisterschaft, ähnlich dem Endurance-Cup der GT-World-Challenge. Die gesamte Meisterschaft [der GTWC aus Endurance- und Sprint-Cup] ist da sicherlich etwas einfacher zu gewinnen."

Genau das ist Marciello in Valencia gelungen. Und mit welchen Erwartungen geht er das Saisonfinale im ADAC GT Masters in Hockenheim an? "Selbst wenn ich keinen perfekten Job mache, ist es immer noch möglich, Neunter, Zehnter oder Elfter zu werden und ein paar Punkte zu sammeln", blickt Marciello voraus und spricht für sich und Juncadella, indem er sagt: "Wir müssen einfach hingehen, unseren Job erledigen und versuchen, beide Rennen zu beenden."

Raffaele Marciello, Daniel Juncadella

Im ADAC GT Masters fährt Marciello mit Juncadella, hat aber als einziger der beiden Chancen auf den Titel

Foto: ADAC Motorsport

Mit Bildmaterial von Alexander Trienitz.

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