SSR beendet am Sachsenring Porsche-Fluch: Wo der 911er besser geworden ist

SSR Performance holt für Porsche den ersten ADAC-GT-Masters-Sieg auf dem Sachsenring: Michael Ammermüller analysiert, wo der 911er besser geworden ist

SSR beendet am Sachsenring Porsche-Fluch: Wo der 911er besser geworden ist

Ein Fluch für Porsche ist gebrochen: Mathieu Jaminet und Michael Ammermüller bescherten dem 911 GT3 R seinen allerersten Erfolg auf dem Sachsenring. Auf der Strecke bei Hohenstein-Ernstthal holte das SSR-Duo den Sieg im Samstagsrennen des ADAC GT Masters.

"Natürlich bin ich sehr stolz darauf, etwas erreicht zu haben, was noch keiner geschafft hat. Es war gut, diese schlechte Tradition endlich in eine gute umzuwandeln. Von nun an ist es hoffentlich eine Erfolgsstory zwischen Porsche und dem Sachsenring", freute sich Jaminet.

Dass das Porsche-Lager eine Hauptrolle im Kampf um den Sieg spielen würde, deutete sich bereits an, nicht zuletzt durch Jaminets Pole am Vormittag. Schon in den beiden Freien Trainings am Freitag präsentierten sich die 911er in starker Verfassung. Die erste Session schlossen zwei Porsche in den Top 5 ab, am Nachmittag waren es sogar deren drei.

 

Und auch im Vorjahr war Porsche bereits nahe dran am ersten Sachsenring-Erfolg im ADAC GT Masters. Das Samstagsrennen beendeten damals Robert Renauer und Sven Müller im Herberth-Porsche #99 als Zweite hinter Marvin Dienst und Philipp Frommenwiler.

Ammermüller: Porsche 991.2 untersteuert weniger

Die ansteigende Formkurve hängt auch mit den Eigenschaften der jüngsten GT3-Generation Porsches zusammen. Das aktuelle Fahrzeug wird seit 2019 eingesetzt und basiert auf dem 991.2. Für dieses Modell optimierte man in Zuffenhausen seinerseits vor allem die Bereiche Aerodynamik und Fahrbarkeit. Offenbar erfolgreich, denn Ammermüller fällt ein bedeutender Unterschied auf.

"Die Vorderachse ist besser geworden. Mit dem Porsche hat man immer so ein bisschen das Problem, dass man Untersteuern hat. Der Neue ist da von der Balance des Autos her einfach viel besser. Auf dieser Strecke, wenn man da, wie bei den alten Modellen, Untersteuern hat, dann ist es fast unmöglich, dass man hier vorne mit fährt", führt der Routinier aus.

Das hängt auch mit der Streckencharakteristik des Sachsenrings zusammen. Der Kurs entstand auf einem Vergleichsweise kleinem Areal und ist dementsprechend eng und verwinkelt. Es ist also eine gute Fahrzeug-Balance gefragt, um schnell zu sein. Eine Tendenz zum Untersteuern hingegen ist pures Gift für eine gute Rundenzeit.

Die Verbesserungen am Porsche machen sich aber nicht nur am Sachsenring bemerkbar. "Wir sind deswegen eigentlich auch auf allen Strecken konstant dabei", lobt Ammermüller, der zu einem klaren Fazit kommt: "Das neue Auto ist schon viel besser, als die alten. Da muss man ganz klar sagen." Und so lässt sich auch ein Fluch, wie jener auf dem Sachsenring beenden.

Mit Bildmaterial von Alexander Trienitz.

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